Entferntährige Segge - Carex distans

Familie: Cyperaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Sauergräser

<b>Entferntährige Segge - <i>Carex distans</i></b>
Entferntährige Segge - Carex distans
Bildquelle: Bildquelle Wikipedia User Stefan.lefnaer Bildlizenz CC BY 4.0 Ausschnitt; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Carex: lat. carex = Riedgras; "Segge"
distans: entfernt, abstehend

Die Gattung Carex ist außerordentlich formen- und artenreich. Sie umfasst momentan mindestens 150 zum Teil schwer unterscheidbare Arten bzw. Unterarten und Übergangsformen, die nur mit spezieller Literatur zu bestimmen sind.

Entferntährige Segge - Carex distans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Entferntährige Segge - Carex distans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl5.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl5.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl5.jpg</a>Entferntährige Segge - Carex distans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl11.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl11.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl11.jpg</a>Entferntährige Segge - Carex distans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl10.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl10.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carex_distans_sl10.jpg</a>

Vegetative Merkmale

Die Entferntährige Segge ist eine immergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 60, selten bis 100 Zentimetern erreicht. Sie wächst dicht horstig und bilden keine Ausläufer. Die Stängel sind dreikantig, glatt und bogig gekrümmt.

Die einfachen, grau-grünen Laubblätter sind an der Oberseite rau, 2 bis 3 mm breit, deutlich kürzer als der Stängel und am oberen Ende plötzlich zugespitzt. Das Blatthäutchen misst 2 bis 3 mm. Die Bauchscheidenwand hat ein trockenhäutiges Anhängsel. Die grundständigen Blattscheiden sind braun und leicht zerfasernd.

Sie ist eine Verschiedenährige Segge aus der Untergattung Carex. Es gibt ein männliches und zwei bis drei weibliche Ähren. Sie werden bis zu 3 cm lang, sind aufrecht bis nickend und stehen voneinander entfernt. Das untere ist gestielt und sitzt etwa in der Mitte des Stängels. Die Hüllblätter haben lange Scheiden und sind meist deutlich länger als die Ährchen, aber kürzer als der ganze Blütenstand. Das Tragblatt ist eiförmig-stachelspitzig und von rostroter Farbe mit einem grünen Mittelstreifen. Es steht aufrecht und ist am Ende kurz bewimpert. Es ist kürzer als die Frucht.

Diese ist ein Nüsschen und 4 bis 5 mm lang, kahl, matt, gelbgrün mit braunen Flecken oder braunspitzig. Sie ist plötzlich in einen spreizenden Schnabel verschmälert, der innen und außen rau ist. Sie hat drei Narben.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 72 oder 74.

Ökologie

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie). Die Diasporen werden durch den Wind ausgebreitet (Anemochorie).


Standort

Sie wächst in Mitteleuropa auf feuchten Wiesen, Wegen, in Sümpfen und Kalkflachmooren. Im Küstenland kommt sie häufig in Strandwiesen vor. Im Binnenland zeigt sie Salz- und Gipsböden an. Die Entferntährige Segge besiedelt kalk-, gips- oder kochsalzreiche, feuchte, lehmig-tonige, schweren Böden. Sie stellt an die Lufthaltigkeit des Bodens keine hohen Ansprüche. Sie zeigt Bodenverdichtungen an. Sie kommt bis in die montane Höhenstufe vor und steigt bis in Höhenlagen von 2000 Metern. Sie meidet Kältemulden. In den Allgäuer Alpen steigt sie östlich Hinterstein bis zu 1000 m Meereshöhe auf.

Im pflanzensoziologischen System ist sie an den Küsten eine Art der Strandnelkenwiesen (Armerion maritimae), sonst des Molinion caeruleae und des Caricion davallianae.

Verbreitung/Vorkommen

Die Entferntährige Segge ist in den warmgemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel verbreitet. Sie ist ein mediterranes bis europäisch-gemäßigtes Florenelement. In West-, Mittel-, Süd- und Südosteuropa komm sie verbreitet vor, nach Osten gibt es vereinzelte Vorkommen in Mittelrussland bis zur Wolga; in Nordeuropa kommt sie nur im südlichen Skandinavien und im Baltikum vor, sonst fehlt sie dort; ferner gibt es Vorkommen auf den Azoren, Madeira, in Nordafrika, im Südwesten der Sinai bis in den Iran und bis Japan und Korea. In Mitteleuropa ist sie selten, und sie fehlt dort in großen Gebieten.
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Entferntährige Segge - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: Gipsboden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; salzertragend; toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: feucht; wechselnass / zeitweise überschwemmt;

Sonstiges

Carex distans subsp. distans: Sie kommt auf den Azoren, in Europa und vom Mittelmeergebiet bis Japan vor.
Carex distans subsp. oranensis (Trab.) Jahand. & Maire: Sie kommt in Marokko, Algerien und Tunesien vor.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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