Gewöhnliche Flügelginster - Chamaespartium sagittale

Familie: Schmetterlingsblütler

Kategorie: Bienenblume  mediterrane Pflanze  Hummelblume  Pionierpflanze  

Gewöhnliche Flügelginster Info

Chamaespartium: gr. chamai = auf der Erde, niedrig, spartium = Strick (wg. der Wuchsform); "Flügelginster"
sagittalis: pfeilförmig

andere Namen: Syn. Genista sagittalis, Genistella sagittalis, Ramsele

Der Gewöhnliche Flügelginster ist ein mehrjähriger Zwergstrauch, der Wuchshöhen zwischen 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Der Stängel ist geflügelt, dabei sind die vegetativen Triebe zweiflügelig. Die reproduktiven Triebe sind dagegen drei- oder mehrflügelig. Die Flügel sind etwa 4 mm breit. Die Laubblätter sind elliptisch, zwischen 8 und 25 mm lang und etwa 8 mm breit. Die Nebenblätter sind reduziert. Stängel, Blätter und Kelche der Art sind behaart.

Ab dem vierten Jahr blüht die Art von Mai bis Juli. Die Schmetterlingsblüten stehen in endständigen Trauben mit je einem kurzen Tragblatt und zwei hinfälligen Vorblättern. Die Kronblätter sind leuchtend gelb und 10 bis 12 mm lang, gelegentlich mit einer Fahne an den Rändern und an der Naht gewimperten Schiffchen. Die Samen reifen in etwa 1 bis 2 cm langen wenigsamigen Samenkapseln heran.

Zuerst bilden sich die aufrecht wachsenden Hauptsprosse, die Blätter oder auch Blüten tragen. Nach Abschluss des Wachstums legen sich diese Triebe zu Boden und werden so zu sogenannten Legetrieben. Aus den Blattachseln dieser Legetriebe wachsen nun wieder aufrechte Sprosse, die gegen Ende der Vegetationsperiode an der Basis wurzeln. Im Laufe der Zeit verholzen die Legetriebe und werden vom Boden überdeckt. Die Bildung von großen Stängelflügeln leitet sich aus den Unterblättern her.

Durch ein frühes Abfallen der Laubblätter vermindert die Pflanze die Wasserverdunstung (Xeromorphie).


Standort

Der Gewöhnlicher Flügelginster findet sich in Heiden, Magerweiden und -wiesen, an Wald- und Wegrändern, an Böschungen, an Felsbändern und in lichten Wäldern. Die Art wächst auf mäßig-trockenen, frischen, nährstoffarmen, schwach-sauren Böden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Gewöhnliche Flügelginster ist eine Pflanze der submeridionalen Zone. Das Verbreitungsgebiet reicht von Nordspanien über Frankreich bis Südbelgien. In Deutschland ist die Art nordwestlich bis zur Eifel, östlich bis Würzburg und zum Bayerischen Wald heimisch. Dann setzt sich das Verbreitungsgebiet über das Donautal bis nach Ungarn und Bulgarien sowie bis in die Ukraine fort.

Gewöhnliche Flügelginster Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 10cm bis 30cm
Blütezeit von Mai bis Juli
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Magerrasen; Magerwiesen; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Geflügelt: Die Spreite setzt sich am Stängel abwärts flügelartig fort ;
Häufigkeit: häufig
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Zeigerpflanze: Magerkeitszeiger; Säurezeiger;
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1300m
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffarm;
Bodenart: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; neutral; sauer;
Bodenfeuchte: mäßig trocken;

Gewöhnliche Flügelginster Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Rosiflorae - Rosenblütige
Ordnung:
Fabales - Hülsenfrüchtler (Leguminosae)
Familie:
Fabaceae
Gattung:
Chamaespartium
Art:
sagittale

Gewöhnliche Flügelginster Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; neutral; sauer;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffarm;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet)


 

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