Wohlriechender Gänsefuß - Chenopodium ambrosioides

Familie: Gänsefußgewächse - Chenopodiaceae

Kategorie: Heilpflanze  Gewürzpflanze  Teepflanze  Neophyt  

Wohlriechender Gänsefuß Info

Chenopodium: gr. chenos = Gans, podion = Füßchen (Blatt­form); "Gän­se­fuß"

andere Namen: Epazote, Gänsefuß-Tee, Wohlriechender Gänsefuß, Mexiko-Drüsengänsefuß, Mexikanischer Traubentee, Jesuitentee, Amerikanisches Wurmkraut, Wurmtreibender Gänsefuß

Der Wohlriechende Gänsefuß ist eine einjährige, manchmal auch wenige Jahre überdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,3 bis 1 (selten bis zu 1,5) Meter erreicht. Die etwas verholzenden Stängel sind aufrecht und gut verzweigt. Die aromatischen Laubblätter sind meist bis zu 18 mm lang gestielt, die obersten sind oft ungestielt. Die Blattspreite weist eine Länge von 2 bis 8 (bis 12) cm und eine Breite von 0,5 bis 4 (bis 5,5) auf. Der Blattrand ist glatt bis stark gezähnt.

In 3 bis 7 cm langen, ährigen Blütenständen stehen kugelige Knäuel zusammen, die einen Durchmesser von 1,5 bis 2,3 mm und laubblattähnliche, 0,3 bis 2,5 cm lange Hochblätter aufweisen. Die kleinen, gelben Blüten sind vier- bis fünfzählig. Die vier bis fünf nur 0,7 bis 1 mm langen Blütenhüllblätter sind auf etwa der Hälfte ihrer Länge miteinander verwachsen. Es sind vier bis fünf Staubblätter und drei Narben vorhanden.

Die rötlich-braunen, eiförmigen, 0,6 bis 1 × 0,4 bis 0,5 mm großen Samen werden von den Blütenhüllblättern umschlossen.


Verbreitung/Vorkommen

Der Wohlriechende Gänsefuß stammt aus dem tropischen und subtropischen Amerika. Es hat sich aber als Ruderalpflanze in warmen Gebieten auf der ganzen Welt angesiedelt. Da es nicht winterhart ist, wächst es in Mitteleuropa nur an besonders geschützten Stellen.

Verwendung in der Küche

In der mexikanischen Küche werden frische oder getrocknete Epazoteblätter besonders zum Würzen von Bohnen verwendet. Epazote ist vor allem in Südmexiko gebräuchlich.

Wegen der desinfizierenden Wirkung des Ascaridols vermindert die Zugabe von Epazoteblättern zu gekochten Bohnen die sonst leicht auftretenden Blähungen.

Inhaltsstoffe

Die Blätter enthalten bis zu 2 % eines ätherisches Öls mit dem Hauptinhaltsstoff Ascaridol, einem Monoterpenperoxid.

Wohlriechender Gänsefuß Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 30cm bis 80cm
Blütezeit von Juni bis September
Lebensraum: gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; Ufer, Dämme; wärmeliebend;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig; gesägt; gewellt;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude); einjährig;
Bestäubungsart: Windbestäubung;
Nährstoffbedarf: nährstoffreich;
Bodenart: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Bodenfeuchte: frisch;

Wohlriechender Gänsefuß Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Dr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgareDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - HaselnussDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll Pflanzenextrakt: Chlorella - Dr. Koll

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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