Guter Heinrich
Chenopodium bonus-henricus L.
Die mehrjährige, krautige Pflanze (Staude) erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 80 Zentimetern, besitzt einen aufrechten Stängel und ist geruchlos. Der Gute Heinrich besitzt ein rübenartiges starkes Rhizom und eine fleischig-weiße Pfahlwurzel.
Die ziemlich großen wechselständigen Laubblätter werden fünf bis elf Zentimeter lang und sind dreieckig bis spießförmig, fast ganzrandig, langgestielt, spitz oder stumpf, anfangs mehlig, später dunkelgrün.
In verlängerten, oft nickenden, pyramidenförmigen Blütenständen, die keine Tragblätter besitzen sitzen, zahlreich die Blüten. Die kleinen, grünlichen, unscheinbaren Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtig weiblich.
Verwendung in der Heilkunde
Er war früher arzneilich gegen Hauterkrankungen im Einsatz. Auch gegen Wurminfektionen wurde sie verwendet (Anthelminthikum). Die Samen gelten als ein schwaches Abführmittel.
Verwendung in der Küche
Als Wildgemüse hat der Gute Heinrich zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Die noch nicht blühenden jungen Pflanzen werden wie Spinat verwendet. Etwa 12 cm lange Triebe werden wie Spargel zubereitet. Im Balkan stellt man aus den zerstoßenen Rhizomen ein wie Erdnussbutter schmeckendes Konfekt her. Die Blüten kann man ähnlich wie Brokkoli dünsten.
Als Wildgemüse hat der Gute Heinrich zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten. Die noch nicht blühenden jungen Pflanzen werden wie Spinat verwendet, ältere Blätter sind allerdings bitter.[21] Etwa 12 cm lange Triebe werden wie Spargel zubereitet.[21]
Die gemahlenen Samen können als Mehlzusatz, beispielsweise zum Brotbacken, dienen. Es wird empfohlen, sie vor dem Verzehr über Nacht einzuweichen und gründlich abzuspülen, um
Heilpflanze
Standort
Man findet den Guten Heinrich zerstreut in Unkrautbeständen, vor allem im Umkreis bäuerlicher Siedlungen, an Straßen , Wegen, Zäunen, Dungstätten, im Trauf der Höfe und Ställe und an Viehlagern usw. Als Pionierpflanze bevorzugt er sehr nährstoffreiche, insbesondere stickstoffreiche Böden. Durch den Verlust geeigneter Standorte ist er im Rückgang begriffen. Nach Ellenberg ist er eine Lichtpflanze mit ozeanischer Verbreitung, ein Frischezeiger, an übermäßig stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Verbandscharakterart der Klettenfluren (Arction lappae).
Verbreitung & Vorkommen
Der Gute Heinrich hat seinen Verbreitungsschwerpunkt in Mitteleuropa; auf den Britischen Inseln und im westlichen Frankreich gilt er als in jüngerer Zeit eingebürgert. Sein Verbreitungsgebiet reicht im Norden bis Süd-Skandinavien, im Osten bis ins westliche Russland; im Mittelmeergebiet ist die Art an die Gebirge gebunden. Der Gute Heinrich ist im östlichen Nordamerika eingebürgert.
Ursprünglich war diese Art in Wildlägern der Alpen beheimatet, später gelangte sie als Kulturfolger und durch Verwilderung aus Kultur in das Flachland und wanderte in dörfliche Ruderalgesellschaften ein. Dort kommt er zerstreut in Unkrautbeständen, vor allem im Umkreis bäuerlicher Siedlungen, an Straßen, Wegen, Zäunen, Dungstätten, im Trauf der Höfe und Ställe, sowie an Viehlägern vor.
In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil am Rothorngipfel bis zu 2392 m Meereshöhe auf.
Inhaltsstoffe
Die Pflanze enthält Eisen und Vitamin C, aber auch Saponine und Oxalsäure.
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