Gegenblättriges Milzkraut - Chrysosplenium oppositifolium

Familie: Saxifragaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Alpenpflanze

<b>Gegenblättriges Milzkraut - <i>Chrysosplenium oppositifolium</i></b>
Gegenblättriges Milzkraut - Chrysosplenium oppositifolium
Bildquelle: Wikipedia User BerndH; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Chrysosplenium: gr. chrysos = golden (goldgelbe Hochblätter), splen = Milz (früher Heil­pflanze bei Milzkrankheiten); "Milz­kraut"
oppositifolius: gegenüberblättrig, gegenständig

andere Namen: Butterblumen (Schlesien), Eierkraut (Graubünden, Bern), Goldmilz, Goldveilchen (Leipzig), Hoalbletzl (Tirol im Pongau und Pinzgau), Krätzenkraut (Salzburg), Krodenkraut (Werfen, Salzburg, Zillertal), Krotenkraut (Kärnten), Krottenblume (Luzern), Goldenes Leberkraut (Schlesien), Gulden Milzkraut (Elsass), Rauch Mondkraut (Elsass), Gulden Steinbrech (Elsass), Zittrachkraut (Salzburg), Zittriche (Tirol) und Zittrichkraut (Tirol).


Gegenblättriges Milzkraut - Chrysosplenium oppositifolium; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Gegenblättriges Milzkraut - Chrysosplenium oppositifolium; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Das Gegenblättrige Milzkraut ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von fünf bis zehn (selten bis 15) Zentimeter erreicht. Im Gegensatz zum Wechselblättrigen Milzkraut besitzt diese Art gegenständige, kaum gekerbte Laubblätter mit 10 bis 25 mm Durchmesser. Die Spreite der Grundblätter ist am Grund gestutzt und stets länger als der Blattstiel. Nebenblätter sind keine vorhanden. Die Pflanze besitzt einen vierkantigen Stängel.

Jeweils wenige Blüten sitzen in einem trugdoldigen Blütenstand mit gelben Hochblättern. Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Die sehr kleinen, zwittrigen, vorweiblichen, radiärsymmetrischen, vierzähligen, grün-gelblichen Blüten werden nur etwa 4 mm groß. Es ist nur ein Blütenhüllblattkreis vorhanden, die vier Kelchblätter sind etwa 2 mm lang, die Kronblätter fehlen. Jede Blüte besitzt acht Staubblätter. Der unterständige Fruchtknoten entwickelt sich aus zwei Fruchtblättern. Es werden Kapselfrüchte mit rotbraunen glänzenden Samen gebildet.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 42.

Als Bestäuber fungieren meist Fliegen. Auch Selbstbestäubung ist nicht selten. Die Samen werden über Wasser ausgebreitet, teilweise werden sie bei Berührung mit Wassertropfen leicht weggeschleudert. Über kriechende, nicht blühende Seitensprosse kann es sich vegetativ vermehren und bildet dichte Rasen.


Standort

Die Standorte liegen in Wäldern, an schattigen feuchten Stellen, an Flussrändern und bachbegleitenden Erlen- und Eschenwäldern. Es werden feuchte bis nasse, recht nährstoffreiche aber kalkarme Stellen besiedelt. Die Böden sind meist humose, steinige oder sandige Lehme, häufig kommt es auf Gleyböden vor. Es ist die Charakterart der Pflanzengesellschaft Chrysosplenietum oppositifolii aus dem Verband der Quellfluren kalkarmer Standorte (Cardamino-Montion), kommt aber auch im Carici remotae-Fraxinetum (Erlen-Eschen-Auenwälder) vor.

Verbreitung/Vorkommen

Das Gegenblättrige Milzkraut ist im subatlantischen Europa verbreitet. Es ist in Deutschland häufig, erreicht aber im Osten seine Verbreitungsgrenze. In den Alpen ist es selten bis ganz fehlend, im Schwarzwald erreicht es Höhenlagen bis 1400 Meter.
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Gegenblättriges Milzkraut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer;
Boden Feuchte: nass;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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