Roter Chinarindenbaum - Cinchona pubescens

Familie: Rubiaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Baustoff

<b>Roter Chinarindenbaum - <i>Cinchona pubescens</i></b>
Roter Chinarindenbaum - Cinchona pubescens
Bildquelle: Wikipedia User McZusatz; Bildlizenz: CC BY 2.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cinchona_pubescens,_flower_of_the_Quinine_Tree._(9406920760).jpg


pubescens: behaart, flaumhaarig

andere Namen: Syn: Melanopsidium nigrum


Roter Chinarindenbaum - Cinchona pubescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Sergey Liverko">Wikipedia User Sergey Liverko</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Roter Chinarindenbaum - Cinchona pubescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Ji-Elle">Wikipedia User Ji-Elle</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cinchona_%C3%A0_S%C3%A3o_Tom%C3%A9_(1).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cinchona_%C3%A0_S%C3%A3o_Tom%C3%A9_(1).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cinchona_%C3%A0_S%C3%A3o_Tom%C3%A9_(1).jpg</a>Roter Chinarindenbaum - Cinchona pubescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BotMultichill">Wikipedia User BotMultichill</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starr_020501-0056_Cinchona_pubescens.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starr_020501-0056_Cinchona_pubescens.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starr_020501-0056_Cinchona_pubescens.jpg</a>Roter Chinarindenbaum - Cinchona pubescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BotMultichill">Wikipedia User BotMultichill</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starr_020501-0038_Cinchona_pubescens.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starr_020501-0038_Cinchona_pubescens.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Starr_020501-0038_Cinchona_pubescens.jpg</a>

Der Rote Chinarindenbaum wächst als Baum oder Strauch und erreicht Wuchshöhen von 5 bis 8, manchmal bis zu 12 Metern.

Die deutlich bittere Borke ist gräulich-braun, manchmal mit weißen und/oder Längsrissen. Die etwas abgeflachten bis fast stielrunden oder kantigen Zweige besitzen eine dicht fein oder kurzborstig bis flaumig behaarte oder verkahlende Rinde. Getrocknete Rinde ist die grau oder rötlich-grau.

Bei den abgeflachten Knospen sind die Nebenblätter aufrecht und aneinander gedrückt. Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der 1,5 bis 4 oder bis zu 8 Zentimeter lange Blattstiel ist dicht kurz flaumig bis kurz-borstig behaart, verkahlend oder kahl. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von selten 5 bis, 10 bis 24,5, manchmal bis zu 30 Zentimetern sowie einer Breite von selten 2, 5,5 bis 17, manchmal bis zu 20 Zentimetern eiförmig, eiförmig-elliptisch, fast kreisförmig oder elliptisch-länglich mit keilförmiger, stumpfer bis gerundeter oder gestutzter Spreitenbasis und stumpfem bis gerundetem, oder breit-dreieckigem oberen Ende. Die Blattoberseite ist fein bis fein-flaumig behaart und die -unterseite ist fein bis kurz-borstig behaart. Die Blattspreite wird beim Trocknen pergamentartig und rot. Die Laubblätter sind oft, mindestens anfangs, rötlich gefärbt. Es liegt Fiedernervatur vor und es sind 6 bis 11, selten bis zu 13 bogenförmige Seitennerven auf jeder Seite des auf beiden Blattseiten erhabenen, relativ dünnen Mittelnerves vorhanden. Die untersten Seitennerven entspringen dem Mittelnerv oft in einem rechten Winkel. Es sind gut entwickelte, haarige Domatien an den Laubblättern vorhanden; sie können auch reduziert sein oder fehlen. Die interpetiolaren oder nur kurz um den Zweig verwachsenen Nebenblätter sind bei einer Länge von 12 bis 26 Zentimetern relativ groß, verkehrt-eiförmig bis zungenförmig, ganzrandig, enden fast spitze, stumpf bis meist breit-gerundet und sind fein behaart oder selten verkahlend; sie fallen ab.

Blütenstand und Blüte

Endständig und oft auch in den Blattachseln der obersten Laubblätter stehen über einem Blütenstandsschaft die Blütenstände. Die zusammengesetzten, rispigen, zymösen Blütenstände sind besitzen eine Länge sowie einen Durchmesser von 5 bis 25, manchmal bis zu 35 Zentimetern und enthalten viele Tragblätter sowie Blüten. Die Blütenstandsachsen sind kurz flaumig bis kurz-borstig behaart und die Verzweigungen sind gegenständig, wobei die untersten bis zu 15 Zentimeter lang sind. Die Tragblätter sind bei einer Länge von 0,5 bis 3 Millimetern dreieckig. Der Blütenstiel ist 1 bis 3 Millimeter lang.

Die duftenden, zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch, fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind untereinander auf etwa 1/3 ihrer Länge und mit einem Teil des Fruchtknotens verwachsen; diese fein behaarte Struktur (manchmal als Hypanthium bezeichnet) ist bei einer Länge von 2 bis 3 Millimetern sowie einer Breite von 2 bis 2,5 Millimetern ellipsoid oder verkehrt-kegelförmig bis verkehrt-kegelförmig-länglich. Der freie Bereich der Kelchblätter ist 1,5 bis 3 Millimeter lang, dreieckig mit spitzem oberen Ende und kurz flaumig bis kurz-borstig behaart. Die fünf Kelchzähne sind mit einer Länge von 0,5 bis 1 Millimetern relativ kurz und dreieckig mit spitzem bis zugespitztem oberen Ende. Der Kelch besitzt oben einen Durchmesser von etwa 3 Millimetern. Die fünf weißen oder rosa- bis purpurfarbenen Kronblätter sind stieltellerförmig verwachsen. Die bei einer Länge von 8,5 bis 14 Millimetern zylindrische Kronröhre ist außen kurz bis flaumig behaart bis verkahlend und innen kahl. Der Kronschlund ist innen kahl oder meist dicht flaumig behaart. Die fünf Kronlappen sind bei einer Länge von 4 bis 6 Millimetern sowie einer Breite von 1,5 bis 2 Millimetern eiförmig-lanzettlich mit spitzem, stumpfem oder gerundetem oberen Ende, außen filzig behaart, innen kahl und besitzen dicht bewimperte bis zottig behaarte Ränder. Es ist ein Kreis mit fünf fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind in der Kronröhre inseriert und überragen die Kronröhre nicht oder höchstens etwas. Der Diskus ist wenig fein-flaumig bis borstig behaart. Die bei einer Länge von etwa 2 Millimetern kurzen bis gut ausgebildeten Staubfäden sind kahl. Die Staubbeutel sind 2,5 bis 3,9 Millimeter lang. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, zweikammerigen Fruchtknoten verwachsen. In jeder Fruchtknotenkammer befinden sich viele Samenanlagen in zentralwinkelständiger Plazentation. Der kahle, 6 bis 13 Millimeter lange Griffel endet in zwei Griffelästen mit 1,5 bis 4 Millimeter langen Narben.

Frucht und Samen

Der Fruchtstiel ist relativ kurz. Die fein (golden) behaarten bis verkahlenden Kapselfrüchte sind bei einer Länge von 1 bis 1,8, bis zu 4,1 Zentimetern sowie einer Breite von 5 bis 7 Millimetern fast zylindrisch bis schmal-ellipsoid mit feinen Längsrippen. Die septizide Kapselfrucht öffnet sich bei Reife mit zwei Klappen von ihrer Basis aus; manchmal öffnen sich nicht vollständig reife Früchte vom oberen Ende aus. Die steif papierartigen bis holzigen Kapselfrüchte besitzen oft Lentizellen und enthalten viele Samen. Auf der Kapselfrucht sitzt der haltbare, 1 bis 2 Millimeter Kelch, der breiter ist als das obere Ende der Frucht. März.


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Homöopathisches Arzneimittel
Anwendungsgebiete:
Registriertes homöopathisches Arzneimittel ohne Indikation.
Die Wirkung leitet sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab.
Pharmakologische Eigenschaften


Aesculus hippocastanum – Roßkastanie

Extrakte aus Roßkastanie werden traditionell gegen Venenleiden und Hämorrhoiden eingesetzt. Der Hauptinhaltsstoff ist das Saponingemisch Aescin, der mittlerweile sehr gut untersucht ist. Es schützt die Kapillarwände und verhindert die Freisetzung bestimmter Enzyme, die die Kapillarwände schädigen können. Aescin dichtet die kleinen Gefäße ab, verhindert Ödembildung, wirkt entzündungshemmend und steigert den Tonus der Venen. Aescin konnte außerdem im Tierversuch blutzuckersenkende Wirkung zeigen .
Auch in der Homöopathie wird die Rosskastanie gegen Venenbeschwerden auch Pfortaderstauung, Hämorrhoiden, Lenden- und Kreuzbeinschmerzen eingesetzt. Zu den Modalitäten gehört Schwäche und Schweregefühl.


Artemisia abrotanum – Eberraute

Die Eberraute gehört zur Familie der Korbblütler und ist eine Gewürz- und Heilpflanze. Sie schmeckt bitter und regt die Verdauungssäfte an. Bereits im alten Griechenland fand sie Verwendung als Medizinalkraut. Im Mittelalter wurde sie als Kraut gegen Würmer benutzt. Die englischsprachige Bezeichnung lautet worm wood.
Tee aus Eberraute wurde auch zur Abwehrsteigerung verwendet. Artemisia abrotanum besitzt antientzündliche, spasmolytische und antiödematöse Eigenschaften, was auf die Inhaltsstoffe Quercetin und Rutin zurückzuführen ist. Weitere wirksame Bestandteile sind: Abrotin, Bitterstoffe, Gerbstoffe und ätherische Öle.
Beachtenswert sind neuere Studien die eine antibakterielle Eigenschaft, eine blutzuckersenkende Wirkung und einen antiallergischen Effekt zeigen.
In der Homöopathie wird Abrotanum bei Abmagerung trotz guten Appetits, großer Schwäche, Beschwerden die im Körper wandern, verzögerter Rekonvaleszenz, Entzündungen im Magen Darm Trakt, serösen Häuten und bei Verdauungsbeschwerden verwendet.


Cinchona pubescens – Rote Chinarinde

Zubereitungen aus roter Chinarinde werden vor allem wegen der Bitterstoffe eingesetzt, als verdauungsförderndes Mittel. Es regt den Appetit an, erhöht die Speichel- und Magensaftsekretion und lindert Völlegefühl und Blähungen. Rote Chinarinde enthält wie alle Chinarindenbäume auch Chinin, wenngleich der Gehalt niedriger ist. Chinin hat neben der Wirkung bei Malaria eine vielfältige pharmakologische Wirkung, unter anderem setzt es die Glykogenbildung in der Leber herab. Die Stoffwechselsynthesen, wie die Bildung der Hippursäure in den Nieren, wird verlangsamt. Ganz allgemein werden anabolische und katabolische Stoffwechselprozesse gehemmt.
In der Volks- und Erfahrungsheilkunde wird roter Chinarindenbaum auch für Fieber, grippale Infekte und Krämpfe sowie zur allgemeinen Tonisierung insbesondere in Phasen der Rekonvaleszenz verwendet.
In der Homöopathie wird Chinarinde bei Schwäche und Erschöpfung sowie nervöser Überreiztheit eingesetzt

Phytolacca americana – Kermesbeere
Phytolacca americana stammt aus Nordamerika und ist ein altes Heilmittel der Indianer.
Verwendet werden Beeren, aber auch Rinde und Wurzel bei grippalen Infekten und verschiedenen Entzündungen, des Mund und Rachenraums, des lymphatischen Systems, der weiblichen Geschlechtsorgane und des Bewegungsapparats.
Die Rinde ist reich an Saponinen, enthält Lectine, α-Spinasterol, Histamin, γ-Aminobuttersäure und wurde in der Volksheilkunde vielfältig bei Entzündungen eingesetzt. α-Spinasterol konnte einen signifikanten Effekt auf die Progression einer diabetischen Nephropathie zeigen. Zudem senkt es Blutfettwerte.
Ferner ist ein immunstimulierender Effekt der T und B-Lymphozyten bekannt.
In der Homöopathie wird Phytolacca Americana bei rezidivierenden Entzündungen, Fokalherdgeschehen, und zur Unterstützung beim Abstillen und Entzündungen der weiblichen Brust eingesetzt.
Weitere Modaliäten sind starkes Zerschlagenheitsgefühl, große Müdigkeit und Schweißausbrüche.
Homöopathische Urtinkturen und niedrige Potenzen finden auch in der Tiermedizin Verwendung.

Scrophularia nodosa – Knotige Braunwurz
Die Pflanze ist in der nördlichen Hemisphäre beheimatet. Ihr Name stammt von der historischen Bezeichnung Skrofulose, was wahrscheinlich eine Haut und Lymphknoten- Tuberkulose der Kinder mit sichtbaren Geschwüren im Halsbereich war. Unter Skrofulose verstand man aber auch eine allgemeine Infektneigung.
Scrophularia wird in der Medizin seit der Antike verwendet. Traditionell eingesetzt werden Kraut und Wurzel der Pflanze zur allgemeinen Infektabwehr, gegen Geschwulste, bei Ekzem, Drüsenschwellungen, Leiden der weiblichen Brust, Hämorrhoiden und Augenleiden.
Das Rhizom der Braunwurz wurde wegen seiner blutzuckersenkenden Wirkung auch bei Diabetes mellitus verwendet.
Scrophularia nodosa enthält neben anderen Substanzen Flavonglykoside und Saponine.
In der Homöopathie wird Scrophularia nodosa bei vergrößerten Drüsen, zur Unterstützung des Lymphsystems, als Mittel bei Brustschwellungen und Hautproblemen eingesetzt. Meist in Urtinktur oder in niedrigen Potenzen.
Hinweis: Chininhaltige Präparate und Lebensmittel (Bitter Lemon) sollten in der Schwangerschaft nicht eingenommen bzw. verzehrt werden. Bei Überempfindlichkeit gegen Cinchona-Alkaloide wie Chinin oder Chinidin kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen z.B. Hautausschlägen kommen.

Bei anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

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Homöopathisches Arzneimittel
Anwendungsgebiete:
Registriertes homöopathisches Arzneimittel ohne Indikation.
Die Wirkung leitet sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab.
Pharmakologische Eigenschaften:

Aconitum napellus – Eisenhut
Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden Zubereitungen der giftigen Pflanze als Medikament verordnet. Der Hauptwirkstoff ist das Alkaloid Aconitin. Aconitin erhöht den Natrium-Einstrom an Nerven und Herzmuskelzellen während des Aktionspotentials und verlängert deren Erregungsphase. Es ist heute fast ausschließlich als Homöopathikum im Gebrauch. Aconitum gilt in der Homöopathie als bewährtes Mittel bei akut einsetzenden Erkrankungen. Es hat starken Bezug zum Kopfbereich, weshalb es auch bei Angst oder Schreck sowie bei Migräne eingesetzt wird. Aconitum wird auch eine Normalisierung der Durchblutung insbesondere der Mirkozirkulation nachgesagt, denn es wird auch bei Beschwerden nach Kälte oder Wärme eingesetzt.

Bellis perennis – Gänseblümchen
Bellis perennis wird als Medizinalpflanze bereits bei Plinius dem Älteren 77 n. Christus in seiner Naturalis Historia erwähnt und wurde vor allem, sowohl innerlich als auch äußerlich, als Wundheilmittel eingesetzt. Gerhard Madaus schreibt in seinem Lehrbuch der biologischen Medizin es zerteile das geronnene Blut. Auch Dr. Kleine verordnete es zur Regeneration.
Das unscheinbare Gänseblümchen gehört zu den saponinreichsten Pflanzen, und wird in der Volksmedizin bei Verletzungen, Quetschungen, Hautkrankheiten, Magen-Darm-Beschwerden, aber auch als Schleimlöser bei Husten sowie als stoffwechselanregendes Mittel eingesetzt. Es ist überdies beliebter Bestandteil von Frühjahrs- und Blutreinigungskuren.
In der Homöopathie wird es bei Blutergüssen, Blutungen, Muskelschmerzen (nach Verletzungen), eitrigen Hauterkrankungen sowie Rheuma verwendet.


Cinchona pubescens – Rote Chinarinde
, Fieberrindenbaum
Cinchona pubescens gehört zu den Chinarindenbäumen, die zur Gewinnung von Chinin bis heute in Plantagen angebaut werden. Chinin besitzt vielfältige pharmazeutische Wirkung und wurde bei Fieber und Malaria verwand. Zubereitungen aus roter Chinarinde enthalten weniger Chinin, sie werden vor allem wegen der Bitterstoffe eingesetzt, als verdauungsförderndes Mittel.
In der Volks- und Erfahrungsheilkunde wird roter Chinarindenbaum auch für Fieber, grippale Infekte und Krämpfe sowie zur allgemeinen Tonisierung insbesondere in Phasen der Rekonvaleszenz verwendet.
In der Homöopathie wird Chinarinde bei Schwäche und Erschöpfung sowie nervöser Überreiztheit eingesetzt.

Eupatorium perfoliatum – Wasserhanf
Eupatorium perfoliatum wird auch als Indianerkraut bezeichnet, da es auf dem nordamerikanischen Kontinent weit verbreitet ist und dort traditionell als Medizinalpflanze eingesetzt wird, bei Erkältungskrankheiten, rheumatischen Beschwerden und als schweißtreibendes sowie allgemein kräftigendes Mittel. Es erfreut sich bis heute großer Beliebtheit als allgemeine Immunstimulanz.
Als Homöopathikum sind die folgenden Modalitäten genannt:
Akute Erkrankungen, die durch Feuchtigkeit bedingt und mit starkem Zerschlagenheitsgefühl verbunden sind, Glieder und Knochenschmerzen, Fieberzustände, Leberschwellung.
Hinweis: Chinin haltige Präparate und Lebensmittel (Bitter Lemon) sollten in der Schwangerschaft nicht eingenommen bzw. verzehrt werden. Bei Überempfindlichkeit gegen Cinchona-Alkaloide wie Chinin oder Chinidin kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen z.B. Hautausschläge kommen.

Bei anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

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Homöopathisches Arzneimittel bei Magen-Darm-Erkrankungen
Tropfen haben eine umfassende therapeutische Wirkung bei Erkrankungen des Magen-Darm Traktes und der Verdauungsorgane. Sie wirken
krampflösend
gegen Übelkeit
gegen Durchfall
entzündungshemmend
Das Zusammenspiel der homöopathischen Wirkstoffe macht zu einem wertvollen Arzneimittel bei allen Magen-Darm-Erkrankungen und speziell bei solchen, die mit Krämpfen einhergehen.
Anwendungsgebiet
Krämpfe der glatten Muskulatur, insbesondere im Bereich der Bauchregion
Pharmakologische Eigenschaften:
Brechwurzel (Cephaelis ipecacuanha) enthält die Alkaloide Emetin, Cephaelin u.a.. In niedriger Dosis wirken diese anregend auf die Schleimhaut und die Drüsensekretion der Atmungs- und Verdauungsorgane.
Chinin, Chinidin und Cinchonin, Alkaloide der Chinolingruppe, stellen die pharmakologisch bedeutsamsten Bestandteile von Cinchona succirubra dar. Sie lindern Erkrankungen und Spasmen der Gallenwege.
Die Wirkung von Koloquinte (Citrullus colocynthis) ist auf den Gehalt an Cucurbitacinen zurückzuführen. Diese lösen eine Erregung der Darmmuskulatur sowohl im Dünn- als auch im Dickdarm aus und wirken somit abführend. Der Hauptwirkstoff Colocynthin, ein glykosidischer Bitterstoff, wirkt spasmolytisch auf die glatte Muskulatur, insbesondere im Bereich der Hohlorgane. Die anderen Bestandteile der Droge, Citrullol, Spinasterol und ätherische Öle regen die Gallenfunktion und die Enzymproduktion der Verdauungsorgane an.

Bei anhaltenden, unklaren oder neu auftretenden Beschwerden wenden Sie sich an Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.

Standort

Cinchona pubescens besiedelt landwirtschaftliche Flächen, Forstbestände, natürliche Wälder, Grasländer, Strauchvegetation, Küstengebiete und Ödland. Am häufigsten ist Cinchona pubescens auf gestörten Flächen, besonders nach Bränden zu finden.

Verbreitung/Vorkommen

Das neotropische natürliche Verbreitungsgebiet von Cinchona pubescens reicht von den zentralamerikanischen Staaten Costa Rica sowie Panama (Chiriqui) bis zu den hauptsächlich westlichen südamerikanischen Staaten Venezuela, Bolivien, Kolumbien, Ecuador sowie Peru. Sie gedeiht in Höhenlagen von 600 bis 3300 Metern und kommt in Südamerika hauptsächlich in den Anden vor. Natürliche Vorkommen von Cinchona pubescens liegen meist in Bergwäldern. Cinchona pubescens gedeiht besonders gut auf reichen, sauren Böden über Vulkangestein mit hohen Anteil an organischen Bestandteilen, aber auch an felsigen Standorten.

Cinchona pubescens ist beispielsweise in Tansania, auf den Kapverden, St. Helena, Hawaii, Tahiti, in Mikronesien, auf Karibischen Inseln und auf den Galapagosinseln ein Neophyt. Die auch ursprünglich schon weitverbreitete Cinchona pubescens gehört zu den weltweit problematischen invasiven Pflanzenarten.

Heimat

Mittel- und Südamerika

Verwendung in der Küche

Das Chinin, das aus der Rinde extrahiert wird, verwendet man bei Lebensmitteln als Bitterstoff von Tonic Water, einigen Likören, einigen kohlensäurehaltigen Getränken, Backwaren und Süßigkeiten.

Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe sind 4,5 bis 8,5 % Alkaloide, Chinin, Cinchonidin, Cinchonin, Chinidin, Hydro-Chinidin, Chininamin, Hydro-Chininamin, Chinasäure, bittere amorphe Glucoside, Stärke und Calciumoxalate.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Die Rinde des Roten Chinarindenbaumes, die sogenannte Chinarinde (Name der früher auch kurz China genannten Droge, vom Quechua-Wort „kina-kina“ bzw. „quina-quina“, „Rinde der Rinden“ als Bezeichnung für die als Heilmittel gebrauchte („peruvianische“) Rinde vom Roten Chinarindenbaum), bezeichnet auch als Cortex peruvianus, Cinchonae Rubrae Cortex, englisch Peruvian bark, quinine, red cinchona, red Peruvian-bark und redbark, besitzt, ähnlich wie Cinchona officinalis, einen hohen Chinin- und Chinidingehalt. Sie wurde medizinisch vielfältig eingesetzt. Die Droge wird besonders gegen Malaria eingesetzt. Weitere wichtige medizinische Einsatzgebiete sind als ein bitteres verdauungsfördendes Mittel um Magensäfte zu stimulieren, gegen nächtliche Beinkrämpfe, gegen Darmparasiten sowie Protozoen und Herzrhythmusstörung sowie andere Herzbeschwerden. In der Volksmedizin nutzt man hauptsächlich die schmerzstillenden, antibakteriellen, antifungiellen, antiseptischen, astringenten, verdauungsstimulierenden, fiebersenkenden, nervenberuhigenden, ausgleichenden und insektiziden Wirkungen.
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Verwendung als Baustoff

Auf Galápagos wird aus größeren Bäumen Bauholz hergestellt.

Sonstige Verwendung

Die Chinin-Alkaloide, die aus der Rinde extrahiert werden, verwendet man bei der Produktion von Haaröl sowie -Shampoo, Sonnenöl, Insektiziden, als ein Vulkanisierungszusatzstoff in der Gummiindustrie und zur Behandlung von bestimmten Metallen.

Sonstiges

Als invasive Pflanze ist Cinchona pubescens problematisch, da sie schnell wächst und eine weites, dichtes Kronendach bildet. Als Strauch- und Baumschicht besiedelt Cinchona pubescens vorher unbewaldete Flächen. Sie verdrängt und beschattet die natürliche Vegetation. Es kommt zu einem dramatischen Verlust der Artenvielfalt. Die Ausbreitung von Cinchona pubescens erfolgt durch den Wind mit den geflügelten Samen und bis zu einige Meter vom ursprünglichen Exemplar entfernt durch vegetative Vermehrung mit unterirdischen Wurzelausläufern.

Die Bekämpfung von Cinchona pubescens ist schwierig, weil ein Abholzen alleine nicht ausreicht, denn Baumstümpfe und Wurzeln treiben wieder aus. Auch Herbizide werden zur Bekämpfung eingesetzt.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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