Blasenstrauch - Colutea arborescens

Familie: Fabáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Garten Giftpflanze Bienenblume Strauch verwildernde Zierpflanze

<b>Blasenstrauch - <i>Colutea arborescens</i></b>
Blasenstrauch - Colutea arborescens
Bildquelle: Wikipedia User Salicyna; Bildlizenz: CC BY 4.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_2016-05-31_2170.jpg


Colutea: gr. Pflanzenname = Linsenbaum; "Blasenstrauch"
arborescens: baumartig


Blasenstrauch - Colutea arborescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_(7261560056).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_(7261560056).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_(7261560056).jpg</a>Blasenstrauch - Colutea arborescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1905, Gera, Germany">Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1905, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Blasenstrauch - Colutea arborescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Buendia22">Wikipedia User Buendia22</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_1783.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_1783.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_1783.jpg</a>Blasenstrauch - Colutea arborescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Buendia22">Wikipedia User Buendia22</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_1576.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_1576.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_1576.jpg</a>Blasenstrauch - Colutea arborescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Beentree">Wikipedia User Beentree</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_2_bialowieza_beentree.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_2_bialowieza_beentree.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Colutea_arborescens_2_bialowieza_beentree.jpg</a>Blasenstrauch - Colutea arborescens; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Jeffdelonge">Wikipedia User Jeffdelonge</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Erscheinungsbild und Blatt

Der Blasenstrauch ist ein sommergrüner, reich verzweigter Strauch, der je nach Standort Wuchshöhen zwischen 1 und 4 Meter erreicht. Die Rinde der unbedornten Zweige ist anfangs behaart und später kahl und fasert in Längsstreifen von Ästen und Stamm ab.

Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind lang gestielt. Es handelt sich um unpaarig gefiederte Blätter. Die Fiederblättchen sind bis zu 3,5 Zentimeter lang und von breit elliptischer Form.

Blütenstand und Blüte

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. In den Blattachseln stehen auf langen Blütenstandsschäften die traubigen Blütenstände. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist zweilippig. Die goldgelbe Blütenkrone besitzt den typischen Aufbau der Schmetterlingsblüten und ist bis zu 2 Zentimeter lang. Die fünf lebhaft gefärbten Kronblätter sind genagelt. Im zweikronblättrigen Schiffchen befinden sich die Staubblätter und der Fruchtknoten.

Früchte und Samen

Die Hülsenfrüchte sind bei einer Länge von 6 bis 8 Zentimeter sowie einem Durchmesser von etwa 3 cm blasig aufgetrieben und enthalten etwa 20 bis 30 Samen. Bei Reife öffnet sich durch Austrocknung diese Hülsenfrucht entlang der Rücken- und Bauchnaht um etwa 1 bis 2 Zentimeter. An 3 mm langen Stielchen stehen die schwarz-braunen, linsenförmigen und linsengroßen Samen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.


Standort

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet findet man ihn überwiegend auf meist trockenen Kalkböden. Er besiedelt vor allem trockene Hänge und Felsfluren und ist gelegentlich auch in lichten, submediterranen Laubwäldern zu finden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Gelbe Blasenstrauch ist in Nordafrika, in Südeuropa sowie dem südlichen Mitteleuropa und Westasien verbreitet. In Deutschland kommt er natürlich nur im Oberrheingebiet vor. Als Zierpflanze hat er jedoch seit dem 16. Jahrhundert ein breiteres Verbreitungsgebiet gefunden. Er wird gelegentlich an Straßenrändern oder in Gärten gepflanzt.

Giftigkeit

Samen und Blätter des Gelben Blasenstrauchs sind giftig.
Vergiftungserscheinungen: Durchfall, gelegentlich Erbrechen.

Inhaltsstoffe

Hauptwirkstoffe: In den Blättern und Hülsen Coluteasäure; in den Blättern und Samen ein chemisch noch nicht erforschter Bitterstoff. Im Samen noch etwa 1 % Canavanin.
In der Literatur wird verschiedentlich behauptet, dass die Pflanze auch Cytisin enthalten soll. In neueren Arbeiten wird das aber bestritten, und der noch unbekannte Bitterstoff für die abführende Wirkung verantwortlich gemacht.
Gemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosaDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - Olive

Blasenstrauch - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden;
Boden PH-Wert: mild;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Sonstiges

Ökologie

Der Gelbe Blasenstrauch bildet Wurzelknöllchen mit stickstoffbindenden Bakterien.

Die Blütenökologisch handelt es sich um vormännliche, duftlose „Schmetterlingsblumen mit Bürsteneinrichtung“ und mit rotbraunen Strichsaftmalen. Neun der zehn Staubblätter sind zu einer oben offenen Röhre verwachsen, das 10. ist frei und gibt den Zugang zum Nektar frei, bildet also eine „Nektarlücke“. Bestäuber sind Hummeln und andere Bienenverwandte, da nur diese Kraft genug haben, das Schiffchen nach unten zu drücken.

Die Weibchen des Großen Wanderbläulings (Lampides boeticus) legen Ihre Eier im Fruchtknoten ab.

Aufgrund der lang anhaltenden Blütezeit von Mai bis August kann man die von August bis Oktober reifenden Hülsenfrüchte gemeinsam mit den Blüten am Strauch sehen. Die Hülsenfrüchte sind bei der Reife aufgrund der pergamentartigen, gasundurchlässigen Fruchtwand durch Kohlendioxid-Bildung blasig aufgetrieben. Die als Ganzes abfallenden Früchte werden bei starken Winden als Ballonflieger oder als Bodenläufer ausgebreitet Im Herbst und Winter verfault die Fruchtwand und gibt die Samen frei. Die Früchte sind auch Wintersteher und dann Windstreuer durch die im vorderen Drittel auf der Oberseite geöffneten Hülsenfrüchte.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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