Gelber Lerchensporn - Corydalis lutea

Familie: Mohngewächse

Kategorie: Garten  Alpenpflanze  verwildernde Zierpflanze  

Gelber Lerchensporn Info

Corydalis: gr. korydallos = Haubenlerche (gespornte Blüte); "Ler­chen­sporn"
luteolus: gelblich

Erscheinungsbild und Blatt

Beim Gelben Lerchensporn handelt es sich um eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 15 und 20 Zentimetern erreicht. Die Pflanze ist meist schon von Grunde an stark verzweigt und wächst deshalb buschig.

Die kahlen und hellgrünen bis leicht bläulich-grünen Laubblätter sind doppelt bis dreifach gefiedert. Die Fiederabschnitte sind meist nicht mehr als eineinhalb mal so lang wie breit. Am Grunde sind sie lang keilförmig verschmälert und vorne oft gelappt.

Blütenstand, Blüte, Frucht und Samen

Die Blüten des Gelben Lerchensporns erscheinen fast den ganzen Sommer über (Mai bis September) und stehen in endständigen, 4-20-blütigen traubigen Blütenständen. Diese Blütenstände sind zuerst dicht, aber sie verlängern sich später. Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und 14–20 mm lang. Die Blütenhüllblätter sind gelb, wobei die beiden äußeren Blütenhüllblätter oft, aber nicht immer, heller zitronengelb sind, die beiden inneren etwas dunkler orange-gelb. Der Sporn ist 2–4 mm lang. Die Frucht ist hängend und etwa 10 mm lang. Die Samen sind glatt und etwa 1,5 mm lang.

Die Chromosomenzahl ist 2n = 28, 56 oder 64.


Standort

Ursprünglich wohl ein Bewohner kalkreicher Felsspalten in Gesellschaften der Klasse Thlaspietea, stammt der Gelbe Lerchensporn wahrscheinlich aus den südlichen Alpen, ist aber inzwischen in fast alle gemäßigten und wärmeren Gebiete der Erde verschleppt worden. In Mitteleuropa ist er in Mauerritzen oder am Grunde von Mauern überall verbreitet. Man trifft sie in Mauerritzen oft selbst noch in Innenstädten an. Er gedeiht in Mitteleuropa im Cymbalarietum aus dem Verband Centrantho-Parietarion, kommt aber auch in Gesellschaften des Verbands Potentillion caulescentis vor.

Verbreitung/Vorkommen

Der Gelbe Lerchensporn ist ein submediterranes Florenelement, dessen Ursprungsgebiet in den Südalpen vom Lago Maggiore bis Kroatien vermutet wird. Sein eigentliches Areal lässt sich heute wegen Verwilderung und Einbürgerung kaum noch feststellen. In Mitteleuropa kommt er wohl ursprünglich nur in den Südlichen Kalkalpen zwischen dem Lago Maggiore und den Dolomiten vor; er besiedelt dort Felsspalten und Schutthalden mit kalkhaltigem Gestein.

Der Gelbe Lerchensporn gedeiht am besten auf gut durchsickerten, felsig-steinigen Böden, die kalkhaltig, ja kalkreich sein sollten. Er bevorzugt Gegenden mit milden Wintern. Er wird als Zierpflanze in Steingärten eingebracht, und er ist daraus in Gegenden mit wintermildem Klima an Mauern, aber auch in warmen Gebüschen und in lichten Wäldern beständig verwildert.

Gelber Lerchensporn Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 10cm bis 40cm
Blütezeit von Mai bis Oktober
Lebensraum: Gärten und Parks; Gebirge; Mauern, Felsen, Felsspalten; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blütenstand: Traube
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m);
Höhenstufe min: 400m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1700m
Lichtbedarf: Schatten;
Wasserbedarf: hoch
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; Silikatboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: feucht;

Gelber Lerchensporn Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Polycarpicae (Magnoliidae) - Vielfrüchtige
Ordnung:
Papaverales - Mohnartige (Rhoeadales)
Familie:
Papaveraceae
Gattung:
Corydalis
Art:
lutea

Gelber Lerchensporn Garten / Anbau

Lichtanspruch: Schatten;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; Silikatboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: feucht;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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