Gold-Pippau - Crepis aurea

Familie: Korbblütler

Kategorie: Alpenpflanze  

Gold-Pippau Info

Crepis: gr. krepis = Schuh, Boden (wg. der Rosettenblätter im 1. Jahr); "Pip­pau"
aurantius: orangerot

andere Namen: Orange-Pippau

Der Gold-Pippau ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit einem abgebissenen, zylindrischen, schwärzlichen Rhizom. Seine aufrechten, einfachen oder wenig verzweigten Stängel erreichen eine Wuchshöhe zwischen 5 und 30 Zentimeter. Die verkehrt-lanzettlich-spatelförmigen, grob gezähnten bis schrotsägeförmig-fiederlappigen und kahlen Grundblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Am Stängel sind meist keine oder höchstens zwei, schuppenförmige, linealische bis pfriemliche Hochblätter vorhanden.

Der körbchenförmige Blütenstand sitzt endständig am Stängel und seinen Verzweigungen und hat einen Durchmesser von etwa 2 bis 3,5 Zentimeter. Die Hüllblätter sind lanzettlich und zugespitzt, die äußeren sind halb so lang wie die inneren. Wie der obere Teil des Stängels sind sie von einer dichten schwarzen, zottigen Behaarung bedeckt. Der am Boden kurz behaarte Blütenkorb enthält orangefarbene bis bräunlich-feuerrote, auf der Unterseite meist purpurfarbene Zungenblüten. Die Früchte sind Achäne, die 5 bis 6 mm lang sind und 20 an der Spitze etwas raue Rippen und einen nur undeutlichen Schnabel besitzen. Der rein weiße, weiche Pappus ist etwas kürzer als die Frucht.


Standort

Der Gold-Pippau gedeiht auf frischen, nährstoffreichen, meist kalkarmen Wiesen und Weiderasen, Lägerfluren, Schneeböden (Schneetälchen) in Höhenlagen zwischen 1000 und 2900 Meter. Er ist eine Verbands-Charakterart der alpinen Milchkraut-Weiden (Poion alpinae).

Verbreitung/Vorkommen

Der Gold-Pippau ist nahezu auf Europa beschränkt, kommt aber auch in Kleinasien vor. Er in Europa in den Gebirgen vom Jura über die Alpen bis zu den Gebirgen Italiens und der Balkanhalbinsel beheimatet. In Österreich häufig, fehlt in Wien und im Burgenland.

Gold-Pippau Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; orange;
Höhe/Länge von 5cm bis 30cm
Blütezeit von Juni bis September
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Gebirge;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: grundständige Blattrosette / Blätter
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: doppelt gesägt, schrotsägeförmig;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: häufig
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Zeigerpflanze: Nährstoff / Stickstoffzeiger;
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 700m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2300m
Lichtbedarf: Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; neutral;
Bodenfeuchte: frisch;

Gold-Pippau Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Asterales - Asternartige
Familie:
Asteraceae
Gattung:
Crepis
Art:
aurea

Gold-Pippau Garten / Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
Broncho-Entoxin® NNeolin-Entoxin®
D.-B.-Entoxin® NMatrix-Entoxin®

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz