Der Gold-Pippau ist eine ausdauernde krautige Pflanze mit einem abgebissenen, zylindrischen, schwärzlichen Rhizom. Seine aufrechten, einfachen oder wenig verzweigten Stängel erreichen eine Wuchshöhe zwischen 5 und 30 Zentimeter. Die verkehrt-lanzettlich-spatelförmigen, grob gezähnten bis schrotsägeförmig-fiederlappigen und kahlen Grundblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Am Stängel sind meist keine oder höchstens zwei, schuppenförmige, linealische bis pfriemliche Hochblätter vorhanden.
Der körbchenförmige Blütenstand sitzt endständig am Stängel und seinen Verzweigungen und hat einen Durchmesser von etwa 2 bis 3,5 Zentimeter. Die Hüllblätter sind lanzettlich und zugespitzt, die äußeren sind halb so lang wie die inneren. Wie der obere Teil des Stängels sind sie von einer dichten schwarzen, zottigen Behaarung bedeckt. Der am Boden kurz behaarte Blütenkorb enthält orangefarbene bis bräunlich-feuerrote, auf der Unterseite meist purpurfarbene Zungenblüten. Die Früchte sind Achäne, die 5 bis 6 mm lang sind und 20 an der Spitze etwas raue Rippen und einen nur undeutlichen Schnabel besitzen. Der rein weiße, weiche Pappus ist etwas kürzer als die Frucht.
Standort
Der Gold-Pippau gedeiht auf frischen, nährstoffreichen, meist kalkarmen Wiesen und Weiderasen, Lägerfluren, Schneeböden (Schneetälchen) in Höhenlagen zwischen 1000 und 2900 Meter. Er ist eine Verbands-Charakterart der alpinen Milchkraut-Weiden (Poion alpinae).
Verbreitung & Vorkommen
Der Gold-Pippau ist nahezu auf Europa beschränkt, kommt aber auch in Kleinasien vor. Er in Europa in den Gebirgen vom Jura über die Alpen bis zu den Gebirgen Italiens und der Balkanhalbinsel beheimatet. In Österreich häufig, fehlt in Wien und im Burgenland.
Aus derselben Gattung (Crepis)
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