Kleinköpfiger Pippau - Crepis capillaris

Familie: Korbblütler

Kategorie: Alpenpflanze  

Kleinköpfiger Pippau Info

Crepis: gr. krepis = Schuh, Boden (wg. der Rosettenblätter im 1. Jahr); "Pip­pau"
capillaris: haarfein

Der Kleinköpfige Pippau ist eine einjährige sommerannuelle oder winterannuelle, krautige Pflanze. Die Größe ist je nach Standort variabel und reicht von 10 bis 100 Zentimeter. Die Pflanze enthält Milchsaft. Der überwiegende Teil der fiederspaltigen Laubblätter des Kleinköpfigen Pippaus ist grundständig. Die Blätter am Stängel sind ungestielt und haben eine pfeilförmige Basis. Im Unterschied zum ähnlichen Dach-Pippau sind diese Blätter am Rand nicht eingerollt und haben eine frischgrüne Farbe.

Stängel und Blätter sind unbehaart oder mit wenigen gelblichen Haaren besetzt. Die Stängel sind vielköpfig. Die Einzelköpfchen sind 10 bis 15 Millimeter breit, die Hülle misst 5 Millimeter. Die äußeren Hüllblätter der Köpfchen sind oft nach innen zu diesem hingebogen, oder sie liegen ihm flach an, sie sind flaumig behaart. Die Blütenköpfchen bestehen nur aus Zungenblüten, diese sind goldgelb, an der Außenseite oft auch etwas rötlich. Die Blütezeit liegt zu Beginn des Sommers.

Die Frucht ist eine Achäne. Der Pappus ist in mehreren Reihen angeordnet und weiß. Die Pappusstrahlen sind unverzeigt, biegsam und bei Trockenheit spreizend.


Standort

Der Kleinköpfige Pippau wächst verbreitet in etwas mageren Wiesen und Weiden oder in Parkrasen der Tieflagen, auch in Unkrautfluren an Wegen, auf Schuttplätzen und in Brachen. Er liebt kalk- und stickstoffarmen, frischen Untergrund. Nach Ellenberg ist er eine Halblichtpflanze, ozeanisch verbreitet, ein Frischezeiger und eine Verbandscharakterart der Weidelgras-Kammgrasweiden (Cynosurion).

Verbreitung/Vorkommen

Der Kleinköpfige Pippau ist im westlichen und südwestlichen Europa verbreitet, in Mitteleuropa könnte er als Archäophyt eingeführt worden sein. Inzwischen ist er weltweit in den gemäßigten Zonen zu finden. In den Alpen steigt er bis in Höhenlagen von 1300 Meter.

Kleinköpfiger Pippau Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 10cm bis 60cm
Blütezeit von Juni bis Oktober
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Äcker, Getreidefelder, Brachen; Gärten und Parks; gestörte Standorte: Schutt- und Kiesplätze, Wege, Straßenränder, Unkrautfluren, Stadt, Pflasterritzen, u.a.; Magerwiesen;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: doppelt gesägt, schrotsägeförmig; gezähnt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Pflanze mit Milchsaft;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: verbreitet
Lebensdauer: einjährig; einjährig-überwinternd;
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1300m
Nährstoffbedarf: basenreich; mäßig nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: neutral;
Bodenfeuchte: frisch;

Kleinköpfiger Pippau Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Asterales - Asternartige
Familie:
Asteraceae
Gattung:
Crepis
Art:
capillaris

Kleinköpfiger Pippau Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: neutral;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; mäßig nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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