Schabenkraut-Pippau - Crepis pyrenaica

Familie: Korbblütler - Asteraceae

Kategorie: Alpenpflanze  

Schabenkraut-Pippau Info

Crepis: gr. krepis = Schuh, Boden (wg. der Rosettenblätter im 1. Jahr); "Pip­pau"

andere Namen: Crepis blattaroides

Der Schabenkraut-Pippau ist eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von (4 bis) meist 25 bis 70 cm. Es wird ein schiefes, zylindrisches, schwärzliches Rhizom gebildet. Der aufrechte Stängel und bis zur Spitze ziemlich dicht beblättert, einfach oder meist an der Spitze etwas verzweigt. Der Stängel ist kahl oder nach oben hin steifhaarig bis fast zottig behaart.

Die Laubblätter sind breit-eiförmig oder eiförmig-lanzettlich, spitz, buchtig gezähnt und hell behaart. Die grundständigen Laubblätter sind 5 bis 17 cm lang und 1 bis 2,5 cm breit und in einen geflügelten Stiel verschmälert, aber zur Blütezeit schon abgestorben, die oberen sitzend mit pfeilförmigem, mit spitzen Öhrchen stängelumfassendem Spreitengrund.

An einem Exemplar stehen ein und wenige (zwei bis sechs) körbchenförmige Blütenstände, die einen Durchmesser von (2 bis) 3 bis 4 cm aufweisen. Ihre Hülle ist 12 bis 18 mm lang und 10 bis 18 mm breit, walzlich und schwärzlich-grün. Alle Hüllblätter sind etwa gleich lang. Die äußeren Hüllblätter sind weniger behaart, die inneren zottig mit einer Reihe langer, grüner, schwarzer oder gelblicher, steifer Haare (Trichome), aber ohne Drüsenhaare. Die Blütenkörbe enthalten nur Zungenblüten. Die Zungenblüten sind goldgelb und etwa doppelt so lang wie die Hülle. Die Griffel sind gelb. Die gelbbraunen Achänen sind bei einer Länge von 6 bis 8 mm spindelförmig und besitzen etwa 20 Rippen. Der Pappus ist reinweiß.


Standort

Der Schabenkraut-Pippau gedeiht bevorzugt auf lockeren, gut durchlüfteten, frischen, nährstoffreichen, meist kalkhaltigen, steinigen oder reinen Lehm- oder Ton-Böden in montaner bis subalpiner Höhenstufe in Höhenlagen zwischen 700 bis 2240 Meter, Er wächst in Hochgrasfluren (Verband Calamagrostion arundinaceae) oder Hochstaudenfluren (Verband Adenostylion alliariae), seltener in Fettwiesen oder im Grünerlen-Gebüsch.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Schabenkraut-Pippau umfasst die Gebirge Süd- und Mitteleuropas von den Pyrenäen über die Alpen einschließlich dem Jura, den Hochlagen der Vogesen und des Schwarzwaldes und des Piemontesischen Apennins.

Schabenkraut-Pippau Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 20cm bis 70cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Gebirge; Staudenfluren, mont. und alp. Hochstaudenfluren;
Blütenstand: Köpfchen, Körbchen
Blattstellung: mittlere Stängelblätter gegenständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: gezähnt;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Blätter stengelumfassend;
Trockenfrüchte: Achäne
Häufigkeit: zerstreut
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 900m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2400m
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Nährstoffbedarf: basenreich; nährstoffreich;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
PH-Wert Boden: mäßig sauer; mild;
Bodenfeuchte: frisch;

Schabenkraut-Pippau Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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