Melone - Cucumis melo

Familie: Cucurbitaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Gemüsepflanze Mischkultur

<b>Melone - <i>Cucumis melo</i></b>
Melone - Cucumis melo
Bildquelle: Wikipedia User Raul654; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

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Die Zuckermelone oder Melone (Cucumis melo) ist eine aus den Tropen und Subtropen stammende Pflanzenart, deren Beerenfrüchte als Obst genutzt werden. Sie ist eine Art aus der Gattung der Gurken (Cucumis), daher mit der Gurke näher verwandt als mit der Wassermelone, die jedoch wie die Zuckermelone zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) gehört. Die Zuckermelone ist sehr variabel, es gibt sehr viele Zuchtformen. Süße Formen werden als Dessertmelonen verwendet, nicht süße Formen ähnlich der Gurke als Gemüse.

Die Zuckermelone ist eine einjährige Pflanze und bildet ein bis fünf Meter lange, meist rankende Sprosse aus. Es gibt jedoch auch kompakte Cultivare mit kurzen Internodien. Die Sprossachsen sind rund, ihre Behaarung ist relativ weich verglichen mit der der verwandten Gurke. Die Ranken sind unverzweigt und stehen einzeln an den Knoten. Die Blätter sind acht bis 25 Zentimeter lang und gleich breit. Sie sind im Umriss leicht herzförmig mit fünf abgerundeten Ecken. Der Blattrand ist fein gezähnt.
Blüte.

Die Pflanzen sind monözisch, bilden also an einer Pflanze männliche und weibliche Blüten. Viele Kultivare sind jedoch andromonözisch (besitzen männliche und zwittrige Blüten an einer Pflanze). Die männlichen Blüten stehen in wenigblütigen Blütenständen, die weiblichen stehen einzeln. Die Kelchzipfel sind pfriemlich und kürzer als die Kelchröhre. Die Krone ist blassgelb und hat einen Durchmesser von zwei bis drei Zentimetern.

Die Frucht ist eine ovale bis runde Panzerbeere, die kopfgroß werden kann. Bei großen Früchten werden nur eine oder zwei pro Pflanze gebildet. Die Oberfläche ist je nach Varietät verschieden: glatt bei der Wintermelone, mit netzartigen Korkleisten bei der Netzmelone und mit warzig-wulstiger Oberfläche mit Längsrillen bei der Cantaloupe-Melone. Unreife Früchte sind behaart, reife sind kahl. Das Fruchtfleisch ist von grüner bis gelber, auch orangefarbener, weißer oder pinker Farbe und beinhaltet zahlreiche längliche, abgeflachte Samen. Es gibt süße sowie nicht süße Sorten.

Die Chromosomenzahl ist 2n = 24.


Verbreitung/Vorkommen

Die Zuckermelone wird heute weltweit in den Tropen und Subtropen angebaut, wo es regional eine Vielzahl an Varietäten und Sorten gibt. Das natürliche Verbreitungsgebiet wird in den Tropen von Mittel- und Vorderasien vermutet. Ein Mannigfaltigkeitszentrum befindet sich in Indien. Im Mittelmeergebiet dürfte sie seit dem Altertum angebaut werden.

Wildwachsende Melonen kommen vorwiegend in Afrika und Asien vor, aber auch in Australien und im pazifischen Raum. In den Gebieten, wo sie angebaut werden, verwildern Melonen sehr leicht. Für Österreich wird angegeben, dass sie zwar selten und unbeständig verwildert, dann aber bevorzugt auf Klärschlammdeponien.

Verwendung in der Küche

Die Früchte werden aufgrund ihres hohen Wassergehalts von rund 94 Prozent in heißen Ländern vorwiegend zum Durststillen verwendet. Die Erträge schwanken zwischen 4 und 50 Tonnen pro Hektar und Jahr.

Die Weltjahresernte betrug 2006 27,6 Mio. Tonnen. Die größten Anbauländer waren China (15,5 Mio. t), Türkei (1,8 Mio. t), USA (1,2 Mio. t), Iran (1,1 Mio. t) und Spanien (1,0 Mio. t). Die Zuckermelone steht damit auf Platz sechs der kommerziell produzierten Gemüsearten. Neben Spanien sind in Europa noch Rumänien, Italien und Frankreich größere Anbauländer. In Deutschland wurden 2003 auf 70 Hektar Melonen angebaut.

Für die menschliche Ernährung ist der in manchen Sorten hohe Anteil an Vitamin A und C vorteilhaft, ebenso der Gehalt an Lithium und Zink. Der Gehalt an Vitamin E, Folsäure, Eisen und Kalzium ist im Vergleich zu anderen Obst- und Gemüsearten gering.

Inhaltsstoffe

In 100 Gramm essbarem Anteil der Früchte sind folgende Inhaltsstoffe enthalten: Wasser 85 bis 87 g, Protein 0,6 bis 0,9 g, Fett 0,1 g, Kohlenhydrate 12,4 g, Ballaststoffe 0,73 bis 0,98 g, Organische Säuren (vorwiegend Zitronensäure, auch Äpfelsäure) 0,08 g, Mineralstoffe 0,4 g.

Der Anstieg des Zuckergehalts im Verlauf der Reifung der Frucht ist allein auf den Anstieg im Saccharose-Gehalt zurückzuführen, der in reifen Früchten den Großteil der Kohlenhydrate ausmacht. Die Gehalte an Glucose und Fructose bleiben im Wesentlichen konstant. Andere Zucker, wie die als Transportsubstanzen im Phloem vorkommende Raffinose und Stachyose, sind in den Früchten nicht vorhanden.

Der charakteristische Duft bestimmter Melonentypen entsteht durch ein Gemisch an flüchtigen Aldehyden, Alkoholen, Estern und Acetaten (besonders Benzylacetat, Hexylacetat und 2-Methyl-Butyl-Acetat). Ihre Bildung während der Reife wird durch das Pflanzenhormon Ethylen gesteuert. Auch schwefelhaltigen Verbindungen wird eine wichtige Rolle im Gesamtaroma zugeschrieben.
Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheGemmoextrakt: Tilia tomentosa - Silberlinde

Melone - Garten/Anbau

Boden Feuchte: feucht;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Gute Nachbarn: Knoblauch - Mais - - Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe - Tagetes -

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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