Hundszahngras - Cynodon dactylon

Familie: Poaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Neophyt Süßgräser

<b>Hundszahngras - <i>Cynodon dactylon</i></b>
Hundszahngras - Cynodon dactylon
Bildquelle: Wikipedia User Slick-o-bot; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynodon_dactylon,_12_09_2012.jpg


Cynodon: gr. kynos = Hund, dens = Zahn (spitz begrannte Spel­zen); "Hunds­zahngras"
dactylon: fingerförmig


Hundszahngras - Cynodon dactylon; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Hundszahngras - Cynodon dactylon; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Pompilid">Wikipedia User Pompilid</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynodon_dactylon_az.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynodon_dactylon_az.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynodon_dactylon_az.jpg</a>Hundszahngras - Cynodon dactylon; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynodon_dactylon_(6170161363).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynodon_dactylon_(6170161363).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cynodon_dactylon_(6170161363).jpg</a>

Die ganze Pflanze ist graugrün und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 40 cm. Sie besitzt ein bis zu 1 Meter langes, verzweigtes Rhizom sowie lange, oberirdisch kriechende Triebe. Auf diese Weise bildet das Hundszahngras oft dichte Rasen. Die oberirdischen Triebe haben viele Knoten, an denen etliche Knospen von Erneuerungstrieben sitzen. Die Stängel sind aufrecht bis gekniet-aufsteigend, an der Basis vielknotig und haben kurze Internodien, so dass die Blattspreiten büschelig stehen. Im oberen Drittel befinden sich nur ein bis zwei Knoten mit langen Internodien. An den unteren Knoten verzweigt sich die Pflanze.

Die Blattscheiden sind gerieft und kahl bis oben behaart. An der Öffnung stehen an beiden Seiten 3 bis 4 mm lange Haarbüschel. Die Ligula ist ein 0,5 mm langer Wimpernkranz. Die Blattspreiten sind 2 bis 15 cm lang und 3 bis 4 mm breit, an beiden Seiten rau, an der Oberseite kahl und an der Unterseite kurzhaarig.

Die Ähren stehen zu dritt bis sechst, wobei sie von einem Punkt ausgehen. Sie sind 2 bis 6 cm lang und 1 bis 2 mm breit. Die Ährchen sind 2,4 bis 3,2 mm lang und haben einen 1,5 mm langen Achsenfortsatz. Die Hüllspelzen sind häutig, spitz und haben einen stachelhaarigen Kiel. Die untere Hüllspelze ist 1,8 bis 2,2 mm, die obere 2,4 bis 2,8 mm lang. Die Deckspelze ist 2 bis 2,4 mm lang, häutig und hat einen bewimperten Kiel. Die Staubbeutel sind rund 1,5 mm lang. Die Angaben über die Blütezeit reichen von Mai bis September.

Die Karyopsen sind rund 1 Millimeter lang.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18, 36, auch 40 oder 54.


Standort

Das Hundszahngras wächst in Mitteleuropa an sandigen Stellen, etwa an Wegrändern und auf Schuttplätzen. Es bevorzugt trockene, nährstoffreiche, meist humusarme Sand- und Lössböden. Die Art ist trittfest, trockenfest und etwas salztolerant, ferner ist sie ein Licht- und Wärmezeiger. Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei 35 °C. Hundszahngras kommt zerstreut in Weinbaugebieten vor, im pannonischen Gebiet Österreichs ist es häufig bis zerstreut. Im Winter sterben die Blätter ab, die Rhizome überdauern jedoch auch starke Fröste. Das Hundszahngras wächst in Mitteleuropa in Gesellschaften der Verbände Polygonion avicularis, Cynosurion, Agropyro-Rumicion, im Armerio-Festucetum trachyphyllae aus dem Verband Armerion elongatae oder in Gesellschaften der Klasse Chenopodietea.

Nördlich der Alpen ist es nicht ursprünglich und dürfte im Zuge der Ausbreitung des Weinbaus hier eingebürgert worden sein. Es kommt besonders entlang des Rheins nördlich bis Köln vor, weiterhin in Brandenburg und der Lausitz.

Verbreitung/Vorkommen

Die ursprüngliche Heimat des Hundszahngrases dürfte Indien sein, es ist heute pantropisch verbreitet.

Heimat

Tropen und Subtropen
Fella-Entoxin®Neolin-Entoxin®
Matrix-Entoxin®Broncho-Entoxin® N

Hundszahngras - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: Lößboden; salzertragend; sandiger Boden / Sandboden;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Sonstige Verwendung

In den USA wird das Hundszahngras als Rasen gesät, aber auch als Futtergras genutzt. In den südlichen Bundesstaaten zählt es zu den wichtigsten dürrefesten Weidegräsern und wird auch gemäht. Es liefert gutes Heu mit gutem Nährwert.

In Bangladesch wird das Hundszahngras jährlich während des Ganges-Hochwassers bis sechs Meter hoch überflutet und übersteht mehrere Wochen Überflutung. Danach werden die Bestände mit Lathyrus sativus übersät und als Kuhweiden genutzt.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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