Rosmarin-Seidelbast - Daphne cneorum

Familie: Thymelaeáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Giftpflanze Alpenpflanze

<b>Rosmarin-Seidelbast - <i>Daphne cneorum</i></b>
Rosmarin-Seidelbast - Daphne cneorum
Bildquelle: Wikipedia User Vojtech.dostal; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Daphne: gr. daphne = Lorbeer, n. einer Nymphe (gr. Niedere weibliche Gottheiten mit starker Bin­dung an die Natur (Was­ser-, Baum- und Berg­nym­phen). Daphne war eine besonders schöne Baum­nym­phe, in die sich Apollon, der gr. Gott der Dichtkunst (und nach Zeus größter Weiber­held der gr. Götter) ver­knallt hatte. Zeus, der Chef der gr. Göt­ter, hat­te Mitgefühl mit Daphne und verwandelte sie in einen Strauch (Lor­beer), um sie den Nachstellungen von Apollon zu entziehen; "Seidelbast"

andere Namen: Flaum-Seidelbast, Heide-Steinröslein, Duft-Seidelbast, Heideröschen, Reckhölderle


Rosmarin-Seidelbast - Daphne cneorum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Prazak">Wikipedia User Prazak</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Rosmarin-Seidelbast - Daphne cneorum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Ghislain118">Wikipedia User Ghislain118</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Vegetative Merkmale

Der Rosmarin-Seidelbast ist eine verholzende Pflanze, wächst als Kleinstrauch (Nanophanerophyt) und erreicht eine Wuchshöhe von 5 bis 30 Zentimetern. Die Rinde der Zweige ist anliegend grau behaart.

Die Laubblätter sind sitzend und wechselständig angeordnet, an den Zweigenden schopfig gehäuft. Die kahlen, immergrünen, ledrigen Blattspreiten sind bei einer Länge von 1 bis 2 Zentimetern sowie einer Breite von 3 bis 5 Millimetern länglich bis spatelförmig. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und die -unterseite bläulich.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von März bis Mai. Die Blüten stehen zu mehreren in endständigen Köpfen zusammen. Die stark nach Nelken duftenden, zwittrigen Blüten sind vierzählig. Das Perigon ist rosafarben; die Perigonröhre ist außen dicht anliegend behaart.

Die Steinfrüchte sind bläulich gelb oder rötlich und beginnen ab August zu reifen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.


Standort

Die kalkliebende Pflanze bevorzugt als Standort Kiefernwälder, Trockenrasen und Felsflure. Sie ist eine Charakterart der Ordnung Erico-Pinetalia.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst die Gebirge Mittel- und Südeuropas von den Pyrenäen bis zum Balkan sowie in östlicher Richtung bis zur Ukraine. Der Rosmarin-Seidelbast ist in Österreich zerstreut bis selten in den Bundesländern Burgenland, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten von der collinen bis montanen Höhenstufe verbreitet.

Giftigkeit

Wie alle Daphne-Arten durch den Gehalt an Daphnetoxin stark giftig.
Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Krämpfe, Blutungen und Brennen in der Kehle. Von diesem würgenden und brennenden Gefühl stammt auch der Name „Kellerhals“, vom mittelhochdeutschen ?kellen? also quälen. Die enthaltenen Alkaloide wirken durchblutungsfördernd, weshalb bei Berührung der frischen Zweige Hautreizungen und blasige Geschwüre möglich sind. Das enthaltene Daphnin wirkt außerdem halluzinogen.
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Rosmarin-Seidelbast - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild; neutral;
Boden Feuchte: mäßig trocken; trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Der Rosmarin-Seidelbast wird in Steingärten als Zierpflanze verwendet.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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