Lorbeer-Seidelbast - Daphne laureola

Familie: Thymelaeaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: verwildernde Zierpflanze

<b>Lorbeer-Seidelbast - <i>Daphne laureola</i></b>
Lorbeer-Seidelbast - Daphne laureola
Bildquelle: Wikipedia User Josve05a; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Daphne: gr. daphne = Lorbeer, n. einer Nymphe (gr. Niedere weibliche Gottheiten mit starker Bin­dung an die Natur (Was­ser-, Baum- und Berg­nym­phen). Daphne war eine besonders schöne Baum­nym­phe, in die sich Apollon, der gr. Gott der Dichtkunst (und nach Zeus größter Weiber­held der gr. Götter) ver­knallt hatte. Zeus, der Chef der gr. Göt­ter, hat­te Mitgefühl mit Daphne und verwandelte sie in einen Strauch (Lor­beer), um sie den Nachstellungen von Apollon zu entziehen; "Seidelbast"
laureola: kl. Lorbeerzweig (Blattform)


Lorbeer-Seidelbast - Daphne laureola; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Illustrations of the British Flora 1924 - Walter Hood Fitch">Illustrations of the British Flora 1924 - Walter Hood Fitch</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Lorbeer-Seidelbast - Daphne laureola; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Tigerente">Wikipedia User Tigerente</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_laureola.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_laureola.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_laureola.jpg</a>Lorbeer-Seidelbast - Daphne laureola; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Javier martin">Wikipedia User Javier martin</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_laureola_Enfoquefrutos_2011-7-10_TorreLaMata.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_laureola_Enfoquefrutos_2011-7-10_TorreLaMata.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_laureola_Enfoquefrutos_2011-7-10_TorreLaMata.jpg</a>

Vegetative Merkmale

Der Lorbeer-Seidelbast ist eine immergrüne, verholzende Pflanze, die als Kleinstrauch (Nanophanerophyt) wächst und Wuchshöhen von meist 50 bis 100 (40 bis 120) Zentimetern erreicht. Sie ist nur wenig verzweigt. Die Rinde ist anfangs gelbgrün und später hellgrau.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in kurzen Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die kahle, ledrige Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 10 Zentimetern lanzettlich bis verkehrt-eiförmig. Die Blattoberseite ist matt dunkelgrün und die -unterseite ist gelblich mit einem kräftigen Mittelnerv.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Februar bis Mai. Drei bis sieben Blüten stehen in einem kurz gestielten, traubigen Blütenstand in den Blattachseln nahe der Zweigspitze zusammen. Die wachsen zu Die schwach duftenden, zwittrigen Blüten sind vierzählig. Die vier gelblich-grünen, kronblattartigen Kelchblätter sind zu einer kahlen Röhre verwachsen. Kronblätter sind keine zu erkennen.

Die 5 bis 10 Millimeter langen, eiförmigen Steinfrüchte beginnen ab Juli zu reifen und sind zuerst rot und bei Reife blauschwarz.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.


Standort

Diese kalkliebende Pflanze bevorzugt als Standort sommerwarme, wintermilde Edellaubwälder (besonders Buchenwälder) und Gebüsche mit mäßig trockenen Lockerböden. Im Bergland dringt der Lorbeer-Seidelbast bis in Höhenlagen von 1000 Metern vor. Er wächst in kollinen bis montanen Höhenstufen.

Der Lorbeer-Seidelbast verwildert selten.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet umfasst den Mittelmeerraum, West- und Südeuropa sowie Nordafrika.

Der Lorbeer-Seidelbast ist in Österreich selten bis häufig in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten verbreitet. In der Schweiz wächst der Lorbeer-Seidelbast im Jura, im westlichen Mittelland, im südlichen Tessin, im Wallis im unteren Rhonetal und in den zentralen Nordalpen.

In Deutschland kommt der Lorbeer-Seidelbast lediglich im südlichen Schwarzwald und am Mittelrhein natürlich vor und wurde 1996 in der Rote Liste der gefährdeter Pflanzenarten als Kategorie 3 = gefährdet bewertet.

Giftigkeit

Wie alle Daphne-Arten durch den Gehalt an Daphnetoxin stark giftig.
Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Krämpfe, Blutungen und Brennen in der Kehle. Von diesem würgenden und brennenden Gefühl stammt auch der Name „Kellerhals“, vom mittelhochdeutschen ?kellen? also quälen. Die enthaltenen Alkaloide wirken durchblutungsfördernd, weshalb bei Berührung der frischen Zweige Hautreizungen und blasige Geschwüre möglich sind. Das enthaltene Daphnin wirkt außerdem halluzinogen.
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Lorbeer-Seidelbast - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mild; neutral;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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