Felsen-Seidelbast - Daphne petraea

Familie: Thymelaeáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Strauch Steingarten Alpenpflanze

<b>Felsen-Seidelbast - <i>Daphne petraea</i></b>
Felsen-Seidelbast - Daphne petraea
Bildquelle: Wikipedia User Enrico Blasutto; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_petraea_ENBLA02.JPG


Daphne: gr. daphne = Lorbeer, n. einer Nymphe (gr. Niedere weibliche Gottheiten mit starker Bin­dung an die Natur (Was­ser-, Baum- und Berg­nym­phen). Daphne war eine besonders schöne Baum­nym­phe, in die sich Apollon, der gr. Gott der Dichtkunst (und nach Zeus größter Weiber­held der gr. Götter) ver­knallt hatte. Zeus, der Chef der gr. Göt­ter, hat­te Mitgefühl mit Daphne und verwandelte sie in einen Strauch (Lor­beer), um sie den Nachstellungen von Apollon zu entziehen; "Seidelbast"
petraeus: Felsen-

Der Felsen-Seidelbast kommt relativ selten vor und wurde deshalb unter nationalen und internationale gesetzlichen Schutz gestellt. Er zählt zu den in den Anhängen II und IV der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) aufgeführten Arten und steht als Art von gemeinschaftlichem Interesse unter besonderem Schutz.

Felsen-Seidelbast - Daphne petraea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882">Anton Hartinger, Atlas der Alpenflora 1882</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Felsen-Seidelbast - Daphne petraea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Enrico Blasutto">Wikipedia User Enrico Blasutto</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_petraea_ENBLA01.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_petraea_ENBLA01.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Daphne_petraea_ENBLA01.JPG</a>

Habitus

Der Felsen-Seidelbast ist ein polsterbildender immergrüner Zwergstrauch mit zahlreichen kurzen, kräftigen, gewundenen, aufsteigenden, gabelig verzweigten Stämmen. Er erreicht Wuchshöhen von etwa 8 bis 15 Zentimeter. Die Rinde junger Zweige ist grünlich-braun und spärlich flaumig behaart. Ältere Stämme sind mit zahlreichen hervorstehenden Blattnarben bedeckt und besitzen eine braune bis graubraune Borke.
Blätter

Die immergrünen, derb lederigen Laubblätter des Felsen-Seidelbasts sitzen an den Enden der Zweige gehäuft. Sie werden 8 bis 12 Millimeter lang und 2 bis 3 Millimeter breit. Die lineal-spatelförmige Blattspreite . läuft in eine stumpfe Spitze aus. Die Blattoberseite zeigt eine glänzend grüne Färbung, die Blattunterseite ist weiß punktiert und durch einen annähernd dreikantigen Mittelnerv stark gekielt.

Blütenstand und Blüte

In den endständigen, büscheligen Blütenständen sind drei bis fünf (bis zehn) sitzende Blüten zusammengefasst. Am Grund der Blütenstände befinden sich 4 Millimeter lange, spatelförmig gestaltete, trockenhäutige, behaarte Hochblätter. Die vier kräftig rosafarbenen, kronblattähnlichen Kelchblätter bilden an ihrer Außenseite eine flaumige Behaarung aus. Sie sind zu einer etwa 1,5 Zentimeter langen Röhre mit vier kurzen Kelchzipfeln verwachsen

Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli.

Frucht

Die giftigen, spärlich behaarten, korallroten, beerenartigen Früchte ähneln mit ihrem schwarzen Steinkern einsamigen Steinfrüchten. Da an ihrer Bildung sowohl die Fruchtblätter als auch die Blütenachse beteiligt sind, werden sie neben Steinfrucht auch als Scheinfrüchte bezeichnet.


Standort

Der Felsen-Seidelbast wächst in Höhenlagen von etwa 700 bis 2000 Metern. Er besiedelt Felsritzen in steilen Dolomitwänden sowie vorübergehend ruhenden Steinschutt.

Verbreitung/Vorkommen

Der Felsen-Seidelbast ist ein Endemit der beiden italienischen Provinzen Trentino und Brescia. Er besiedelt die Gebirge vom Ledro- und Idrosee ostwärts bis zum Nordende des Gardasees.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Rosmarinus officinalis - RosmarinGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Juniperus communis - WacholderGemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze Johannisbeere

Felsen-Seidelbast - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden;

Als Zierpflanze findet der Felsen-Seidelbast vor allem in Stein- und Alpengärten Verwendung.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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