Zwiebel-Zahnwurz - Dentaria bulbifera

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Zwiebel-Zahnwurz - <i>Dentaria bulbifera</i></b>
Zwiebel-Zahnwurz - Dentaria bulbifera
Bildquelle: Leo Michels, Untereisesheim; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Dentaria: lat. dens = Zahn (wg. der Wurzelform); "Zahnwurz"
bulbiferus: Zwiebeln tragend

andere Namen: Knöllchentragende Zahnwurz, Syn. Cardamine bulbifera


Zwiebel-Zahnwurz - Dentaria bulbifera; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Lazaregagnidze">Wikipedia User Lazaregagnidze</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dentaria_bulbifera_Coral_Root_Bittercress_%E1%83%A2%E1%83%A7%E1%83%98%E1%83%A1_%E1%83%91%E1%83%9D%E1%83%9A%E1%83%9D%E1%83%99%E1%83%90.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dentaria_bulbifera_Coral_Root_Bittercress_%E1%83%A2%E1%83%A7%E1%83%98%E1%83%A1_%E1%83%91%E1%83%9D%E1%83%9A%E1%83%9D%E1%83%99%E1%83%90.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dentaria_bulbifera_Coral_Root_Bittercress_%E1%83%A2%E1%83%A7%E1%83%98%E1%83%A1_%E1%83%91%E1%83%9D%E1%83%9A%E1%83%9D%E1%83%99%E1%83%90.JPG</a>Zwiebel-Zahnwurz - Dentaria bulbifera; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Friedhelm v. Seydlitz, Göttingen">Friedhelm v. Seydlitz, Göttingen</a>; Bildlizenz: <a href="" target=_blank title=""></a>;

Die ausdauernde Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 30 bis 70 cm. Es handelt sich um einen sommergrünen Geophyten mit einem ausläuferartigen Speicher-Rhizom, das mit zahnförmigen Niederblattnarben besetzt ist. Der Stängel wächst aufrecht, ist unverzweigt, im unteren Bereich manchmal kurzhaarig aber sonst kahl. In den Blattachseln befinden sich kleine, etwa 3 bis 7 mm lange, eiförmige bis kugelige, braun-violette Brutknospen. Stängelblätter sind ziemlich zahlreich vorhanden. Die unteren sind unpaarig gefiedert und besitzen drei bis sieben Blättchen, die oberen sind kleiner und ungeteilt. Die Blättchen sind an beiden Enden spitz, ungestielt, lanzettlich geformt, gesägt, etwa 3 bis 10 cm lang und am Rand kurz behaart.

Der traubige Blütenstand ist kurz und besteht aus etwa vier bis zwölf Blüten. Die Kelchblätter sind länglich eiförmig, stumpf, etwa 5 bis 7 mm lang, grünlich gefärbt und besitzen einen weißlichen bis blaßviolettlichen Hautrand. Die Kronblätter sind blassviolett bis rosa, selten weißlich, verkehrt-eiförmig und 13 bis 20 mm lang. Schoten sind mit reifen Samen fast nie zu beobachten.

Die Pflanze ist ein Frühblüher, sie blüht vorwiegend von April bis Juni.

Die Pflanze ist dodekaploid mit 2n = 12x = 96 Chromosomen. Sie ist vermutlich alloploiden Ursprungs und durch Chromosomen-Verdoppelung bei der Bastardierung von Elternarten aus eiszeitlichen Waldrefugien entstanden.

Ökologie

Die Vermehrung erfolgt fast nur auf vegetativem Wege durch Wachstum und Teilung des Rhizoms, sowie insbesondere auch durch die Brutknospen, die zum Teil von Ameisen verbreitet werden. Aus diesen entwickelt sich im dritten oder vierten Jahr nach Abfall von der Mutterpflanze ein aufrechter Spross.

Bestäuber der Blüten sind Insekten, aber auch Selbstbestäubung ist erfolgreich. Die reifen Schoten schleudern die Samen (soweit vorhanden) als Selbststreuer aus, indem sich die Klappen plötzlich nach oben aufrollen.


Standort

Die Zwiebel-Zahnwurz wächst in Buchenwaldgesellschaften. Sie bevorzugt frische, nährstoffreiche, lockere, oft kalkreiche Mull- und Lehmböden.

Verbreitung/Vorkommen

Cardamine bulbifera kommt von Mitteleuropa bis Frankreich, Südengland, Südskandinavien und Südosteuropa vor. Nach Osten reicht ihr Verbreitungsgebiet bis in den Kaukasus.

In Deutschland ist die Zwiebelzahnwurz in der Mitte des Gebiets zerstreut bis streckenweise verbreitet zu finden. Darüber hinaus ist sie selten. Häufiger kommt sie z. B. auf Basaltschutthängen auf Muschelkalkuntergrund in der Rhön vor. In Österreich tritt sie häufig bis zerstreut auf, während sie in der Schweiz meist selten vorkommt.

Ein bedeutendes Vorkommen befindet sich am Ružovský vrch (Rosenberg) in Tschechien.
D.-B.-Entoxin® NUresin-Entoxin®Spasmo-Entoxin®Viscum-Entoxin® N

Zwiebel-Zahnwurz - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Mullboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus; torfiger Boden / Torfboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz