Gelber Fingerhut - Digitalis lutea

Familie: Plantaginaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Alpenpflanze

<b>Gelber Fingerhut - <i>Digitalis lutea</i></b>
Gelber Fingerhut - Digitalis lutea
Bildquelle: Wikipedia User Josve05a; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_(15153881317).jpg


Digitalis: lat. digitalis = Fingerhut (wg. der Blütenform); "Fin­ger­hut"
luteolus: gelblich


Gelber Fingerhut - Digitalis lutea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Gelber Fingerhut - Digitalis lutea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Gelbe Fingerhut ist eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 70 Zentimeter. Der aufrechte, unverzweigte Stängel ist schwach rinnig und kahl, die wechselständig angeordneten, schmal- bis eiförmig-lanzettlichen Blätter sind einfach, am Rand fein gewimpert, sonst kahl und unregelmäßig gesägt. Eine bodenständige Rosette zur Blütezeit wie bei anderen Fingerhüten fehlt.

Der Blütenstand ist eine einseitswendige Traube aus vielen, dicht stehenden schwefelgelben, engröhrigen, zeichnungslosen Blüten, die 9–25 mm lang und innen behaart sind. Die Blüten sind kleiner und schmaler als die des Großblütigen Fingerhuts, dessen Blüten 28–40 mm lang, ockergelb und innen gezeichnet sind. Die Krone setzt sich aus fünf verwachsenen Kronblättern zusammen. Es gibt vier Staubblätter, der Fruchtknoten ist oberständig, die Frucht eine Kapsel. Den Blättern fehlen die Nebenblätter.

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:

Digitalis lutea L. subsp. lutea: Sie kommt in Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, in der Schweiz, in den Niederlanden, in Belgien und in Tschechien vor.
Digitalis lutea subsp. atlantica : Sie kommt in Marokko vor.
Digitalis lutea subsp. australis (Ten.) Arcang.: Sie kommt in Italien und Korsika vor.
Digitalis lutea subsp. cedretorum Emb.: Sie kommt in Marokko vor.
Digitalis lutea subsp. transiens (Maire) Emb. & Maire: Sie kommt in Marokko vor.


Standort

Sie schätzt trockene, kalkhaltige, steinige und warme Böden an hellem Standort wie Lichtungen oder die Ränder von Waldwegen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Pflanze ist von Westeuropa bis Süditalien und Nordwestafrika verbreitet. Sie ist Kennart der Assoziation Atropo-Digitalietum luteae Oberd. 1957 (n.inv.) und gilt als ungefährdet, wird aber in Deutschland von der Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“.

Giftigkeit

Die Giftwirkung entspricht der von Digitalis purpurea. Die Herzwirksamkeit entspricht auch der von Digitalis purpurea; die Wirksamkeit als Diuretikum soll dagegen stärker sein.

Inhaltsstoffe

Die Pflanze ist stark giftig. Hauptwirkstoffe sind Cardenolide mit relativ geringem Gesamtgehalt:

Lanatosid A 0,02 bis 0,10 %
Acetyldigitoxin 0.01 bis 0,08 %
Digitoxin 0,01 bis 0,02 %
Gitoxin ca. 0,2%

Die Giftwirkung entspricht der von Digitalis purpurea. Die Herzwirksamkeit entspricht auch der von Digitalis purpurea; die Wirksamkeit als Diuretikum soll dagegen stärker sein.
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Gelber Fingerhut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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