Gelber Fingerhut - Digitalis lutea

Familie: Plantaginaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze Alpenpflanze

<b>Gelber Fingerhut - <i>Digitalis lutea</i></b>
Gelber Fingerhut - Digitalis lutea
Bildquelle: Wikipedia User Josve05a; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_(15153881317).jpg


Digitalis: lat. digitalis = Fingerhut (wg. der Blütenform); "Fin­ger­hut"
luteolus: gelblich


Gelber Fingerhut - Digitalis lutea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Gelber Fingerhut - Digitalis lutea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Salicyna">Wikipedia User Salicyna</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_2018-07-09_4839.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_2018-07-09_4839.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_2018-07-09_4839.jpg</a>Gelber Fingerhut - Digitalis lutea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Josve05a">Wikipedia User Josve05a</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Unported (CC BY-SA 2.0)">CC BY 2.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_(15166439387).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_(15166439387).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea_(15166439387).jpg</a>Gelber Fingerhut - Digitalis lutea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Gelber Fingerhut - Digitalis lutea; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Abalg">Wikipedia User Abalg</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea280501rosette.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea280501rosette.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_lutea280501rosette.JPG</a>

Der Gelbe Fingerhut ist eine zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen zwischen 30 und 70 Zentimeter. Der aufrechte, unverzweigte Stängel ist schwach rinnig und kahl, die wechselständig angeordneten, schmal- bis eiförmig-lanzettlichen Blätter sind einfach, am Rand fein gewimpert, sonst kahl und unregelmäßig gesägt. Eine bodenständige Rosette zur Blütezeit wie bei anderen Fingerhüten fehlt.

Der Blütenstand ist eine einseitswendige Traube aus vielen, dicht stehenden schwefelgelben, engröhrigen, zeichnungslosen Blüten, die 9–25 mm lang und innen behaart sind. Die Blüten sind kleiner und schmaler als die des Großblütigen Fingerhuts, dessen Blüten 28–40 mm lang, ockergelb und innen gezeichnet sind. Die Krone setzt sich aus fünf verwachsenen Kronblättern zusammen. Es gibt vier Staubblätter, der Fruchtknoten ist oberständig, die Frucht eine Kapsel. Den Blättern fehlen die Nebenblätter.

Man kann folgende Unterarten unterscheiden:

Digitalis lutea L. subsp. lutea: Sie kommt in Spanien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, in der Schweiz, in den Niederlanden, in Belgien und in Tschechien vor.
Digitalis lutea subsp. atlantica : Sie kommt in Marokko vor.
Digitalis lutea subsp. australis (Ten.) Arcang.: Sie kommt in Italien und Korsika vor.
Digitalis lutea subsp. cedretorum Emb.: Sie kommt in Marokko vor.
Digitalis lutea subsp. transiens (Maire) Emb. & Maire: Sie kommt in Marokko vor.


Standort

Sie schätzt trockene, kalkhaltige, steinige und warme Böden an hellem Standort wie Lichtungen oder die Ränder von Waldwegen.

Verbreitung/Vorkommen

Die Pflanze ist von Westeuropa bis Süditalien und Nordwestafrika verbreitet. Sie ist Kennart der Assoziation Atropo-Digitalietum luteae Oberd. 1957 (n.inv.) und gilt als ungefährdet, wird aber in Deutschland von der Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“.

Giftigkeit

Die Giftwirkung entspricht der von Digitalis purpurea.Die Pflanze ist hochgradig giftig. Bereits der Verzehr von zwei bis drei Fingerhutblättern kann für Erwachsene tödlich enden. Aufgrund des bitteren Geschmacks kommt es allerdings selten dazu. Iatrogene (= durch ärztliche Maßnahmen hervorgerufene) Vergiftungen können im Rahmen einer Therapie vorkommen, da die Wirkungsbreite der Digitalisglykoside gering ist. Die ersten Anzeichen einer Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Ohrensausen, Schwindelanfälle. Hemmung der AV-Überleitung (Erregungsleitungssystem des Herzens). Dadurch verursachtes Sinken der Pulsfrequenz unter 50 (20) Schläge pro Minute.
Möglicher Tod durch systolischen Herzstillstand.

Inhaltsstoffe

Die Pflanze ist stark giftig. Hauptwirkstoffe sind Cardenolide mit relativ geringem Gesamtgehalt:
Lanatosid A 0,02 bis 0,10%
Acetyldigitoxin 0.01 bis 0,08%
Digitoxin 0,01 bis 0,02%
Gitoxin ca. 0,2%
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Gelber Fingerhut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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