Schlitzblättrige Karde - Dipsacus laciniatus

Familie: Caprifoliáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Neophyt

<b>Schlitzblättrige Karde - <i>Dipsacus laciniatus</i></b>
Schlitzblättrige Karde - Dipsacus laciniatus
Bildquelle: Wikipedia User LivingShadow; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Dipsacus: gr. dipsa = Durst (Wassersammeln am Blattgrund); "Kar­de"
laciniatus: ausgefranst, zipfelig

andere Namen: Schlitzblatt-Karde


Schlitzblättrige Karde - Dipsacus laciniatus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dipsacus_laciniatus_sl3.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dipsacus_laciniatus_sl3.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dipsacus_laciniatus_sl3.jpg</a>Schlitzblättrige Karde - Dipsacus laciniatus; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User LivingShadow">Wikipedia User LivingShadow</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Schlitzblatt-Karde ist eine zweijährige oder mehrjährige hapaxanthe Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 120, nicht selten aber auch über 300 cm erreicht. Die Stängel sind dickstachelig. Die Stängelblätter sind am Grund paarweise schüsselförmig verwachsen (Wassersammelbecken, sogenannte Phytotelmen), fiederspaltig und am Rand borstig bewimpert. Die Hüllblätter sind verlängert und stehen weit ab (im Gegensatz zur Wilden Karde, Dipsacus fullonum, bei der sie bogig aufsteigen). Die walzenförmigen Blütenköpfe sind kegelförmig. Die Blüten sind im Unterschied zu denen der Wilden Karde weiß.

Blütezeit ist von Juli bis August.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.


Standort

Sie kommt auf feuchten bis frischen, nährstoff- und basenreichen Lehm- und Tonböden vor.

Verbreitung/Vorkommen

Die Schlitzblatt-Karde kommt im warmen bis warmgemäßigten Europa und West-Asien an frischen bis feuchten Ruderalstellen und Waldrändern vor. Sie gedeiht in Mitteleuropa in Gesellschaften der Klasse Artemisietea. Ursprüngliche Vorkomman hat sie in den Ländern Frankreich, Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Ungarn, in der Schweiz, Italien, Jugoslawien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Moldawien, in der Ukraine, Türkei, Syrien, Libanon, Irak, Iran, im Kaukasusraum und in Zentralasien, aber auch in Spanien, Israel und Dänemark. In Nordamerika ist sie ein Neophyt.

In Österreich tritt die Art selten in den Bundesländern Burgenland, Niederösterreich, Nordtirol und Wien sowie unbeständig in Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark in der collinen Höhenstufe auf und gilt als gefährdet. Sie tritt hier an Waldrändern, in Auen, auf Ruderalstellen und auf Friedhöfen auf.
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Schlitzblättrige Karde - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: toniger Boden / Tonboden;
Boden Feuchte: feucht; frisch; mäßig frisch;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffreich;

Die Schlitzblatt-Karde wird selten als Zierpflanze in Naturgärten genutzt.

Sonstige Verwendung

Die Fruchtstände finden für Kränze und Trockensträuße Verwendung.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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