Stachelgurke - Echinocystis lobata

Familie: Cucurbitaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Gemüsepflanze Kletterpflanze Neophyt

<b>Stachelgurke - <i>Echinocystis lobata</i></b>
Stachelgurke - Echinocystis lobata
Bildquelle: Aung 2007; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Echinocystis: gr. echinos = Igel, kystis = Blase (Fruchtform); "Igel­gurke"


Die Stachelgurke oder Igelgurke (Echinocystis lobata), auch Gelappte Stachelgurke, ist eine in Nordamerika heimische Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae), die in Mitteleuropa teilweise verwildert ist. Die Stachelgurke ist die einzige Art der Gattung Echinocystis.
Die Stachelgurke ist eine einjährige Kletterpflanze. Die Stängel werden ein bis sechs, selten acht Meter lang. Sie sind kantig gefurcht und fast kahl. Oberwärts sind sie stark verzweigt. Die Ranken sind dreiteilig. Die Blätter sind lang gestielt und haben eine handförmig fünffach gelappte Blattspreite mit einem herzförmigen Blattgrund. Der Blattrand ist kurz behaart, die Oberseite ist von Höckerchen rau. Die Blattlappen sind schmal dreieckig und haarfein zugespitzt.
Die Art ist monözisch, d.h., dass an einem Pflanzenindividuum männliche und weibliche Blüten ausgebildet werden. Die Kelchzipfel sind ein bis zwei Millimeter lang und pfriemenförmig. Die Blütenkrone ist weiß bis gelblichweiß. Die sechs Kronzipfel sind schmal dreieckig und beidseitig drüsig-zottig behaart. Die Krone der männlichen Blüten sind drei bis fünf, die der weiblichen Blüten sechs bis acht Millimeter lang.
Die Frucht ist ellipsoidal und drei bis fünf Zentimeter lang. Sie trägt fünf bis sechs Millimeter lange, weiche Stacheln. Die Samen sind 1,5 bis 1,8 Zentimeter lang und dunkelbraun.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n=32.


Verbreitung/Vorkommen

Die Stachelgurke ist in Nordamerika heimisch. Sie kommt in ganz Nordamerika mit Ausnahme des Nordens Kanadas, dem Südwesten (Kalifornien) und dem Südosten (Florida bis Louisiana) vor.
Sie kann in ihrer Heimat auch als Unkraut auftreten, etwa in Flussniederungen in Mais- und Sojafeldern, wo sie die Ernte erschweren. Manchmal wächst sie in Amerika auch in Hecken und Gebüschen des Flachlands.
Außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes wird sie manchmal als Zierpflanze kultiviert.
In Mitteleuropa ist sie als Neophyt inzwischen eingebürgert. Sie kommt in Deutschland im mittleren Rheintal, im unteren Neckartal sowie im mittleren Saaletal vor. In Österreich tritt sie im Süd-Burgenland, im March- und untersten Thayatal (Niederösterreich), in Oberösterreich, der Ost-Steiermark und unbeständig in Nordtirol auf. Sie wächst hier in sommerwarmen, nährstoffreichen Ufersäumen der collinen Höhenstufe.
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Literatur

Bildquellenverzeichnis



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