Französische Hundsrauke - Erucastrum gallicum

Familie: Brassicaceae
Steckbrief | Systematik

<b>Französische Hundsrauke - <i>Erucastrum gallicum</i></b>
Französische Hundsrauke - Erucastrum gallicum
Bildquelle: Wikipedia User Stefan.lefnaer; Bildlizenz: CC BY 4.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erucastrum_gallicum_sl27.jpg


Erucastrum: aus eruca (s. o.) und gr. aster = ähnlich (Ähn­lich­keit zur Eruca); "Hundsrauke"
gallicus: gallisch, keltisch


Französische Hundsrauke - Erucastrum gallicum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erucastrum_gallicum_sl9.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erucastrum_gallicum_sl9.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erucastrum_gallicum_sl9.jpg</a>Französische Hundsrauke - Erucastrum gallicum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erucastrum_gallicum_sl7.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erucastrum_gallicum_sl7.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erucastrum_gallicum_sl7.jpg</a>

Der Feld-Beifuß ist eine ausdauernde Pflanze mit einem stark verholzten Wurzelstock, der viele sterile Blattrosetten sowie Blütenstängel bildet. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen von (10 bis) 20 bis 80 (bis 150) Zentimeter. Sie sind niederliegend bis aufsteigend. Die Stängel sind kahl oder filzig bis seidig behaart und fast geruchlos.

Zur Blüte welken die Blätter noch nicht. Die gestielten Grundblätter sind zwei- bis dreifach unregelmäßig fiederteilig mit 1 Millimeter breiten, lang stachelspitzigen Zipfeln. Die unteren Stängelblätter haben einen am Grund geöhrten Stiel und sind zwei- bis dreifach fiederteilig. Die oberen Stängelblätter sind sitzend und teilweise ungeteilt. Junge Laubblätter sind seidig behaart, werden später aber kahl.

Blütenstand

Der Gesamtblütenstand ist locker und sparrig mit häufig einseitswendig angeordneten, kurz gestielten, aufrechten oder abstehenden und nur selten nickenden Blütenkörben. Die Körbe sind 2 bis 3 (bis 8) Millimeter lang und kugelig bis länglich-eiförmig; die Hüllblätter sind eiförmig, außen kahl sowie grün oder oft rot überlaufen und besitzen einen Hautrand. Der Korbboden ist kahl. Die Randblüten sind weiblich und fruchtbar; die inneren Röhrenblüten sind zwittrig, wobei die innersten häufig steril sind. Die Blütenkrone ist gelb oder auch rötlich bis rotbraun.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Ökologie

Der Feld-Beifuß ist ein immergrüner Chamaephyt. Er ist an Trockenheit durch die bis 1,5 m tief reichenden Wurzeln angepasst.

Die Blüten werden durch den Wind bestäubt, aber auch Bestäubung durch Insekten soll vorkommen. Blütezeit ist von August bis Oktober.

Die Früchte sind Schirmchenflieger mit der bleibenden Blütenhülle als Flugapparat. Daneben findet Klebausbreitung durch die bei Feuchtigkeit verschleimende Fruchtwand statt. Fruchtreife ist von August bis September.


Standort

Die Französische Hundsrauke braucht basenreichen, aber nur mäßig stickstoffhaltigen, etwas feuchten, lockeren, mit Sand durchsetzten Lehmboden.
Sie besiedelt Brachen und Hackfruchtäcker, geht aber auch auf lückig bewachsenes Ödland, und sie wächst gelegentlich auf Bahnschotter und an Wegrändern. Sie ist eine Charakterart des Mercurialetum annuae aus dem Verband Fumario-Euphorbion.

Verbreitung/Vorkommen

Die Französische Hundsrauke ist vorwiegend subatlantisch, in Südwest- und Mitteleuropa verbreitet, nördlich und östlich davon tritt sie nur als Neophyt auf, auch in Nordamerika ist sie eingeschleppt.
In Mitteleuropa tritt sie im Tiefland vereinzelt auf, ebenso im Schweizer Jura und in den Alpen; vom Mittelrhein bis zum Hochrhein, an Neckar und Donau (bis östlich von Wien) sowie im Alpenvorland findet man sie selten, und sie tritt dort meist nur unbeständig auf.

Inhaltsstoffe

Die Samen der Französischen Hundsrauke enthalten Gluconapin und Sinigrin, aus denen Butylsenföl und Allylsenföl abgespalten werden.
Adenolin-Entoxin® NN
Viscum-Entoxin® NUresin-Entoxin®Spasmo-Entoxin®

Französische Hundsrauke - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: lehmiger Boden / Lehmboden; sandiger Boden / Sandboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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