Kletterspindelstrauch - Euonymus fortunei

Familie: Celastraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Giftpflanze Kletterpflanze immergrün

<b>Kletterspindelstrauch - <i>Euonymus fortunei</i></b>
Kletterspindelstrauch - Euonymus fortunei
Bildquelle: Wikipedia User Kenraiz; Bildlizenz: ;

Euonymus: gr. Pflanzenname von gr. eu = gut, onoma = Name (ist hier um­gekehrt zu verstehen wg. der Giftigkeit); "Pfaf­fenhütchen"


Kletterspindelstrauch - Euonymus fortunei; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Qwert1234">Wikipedia User Qwert1234</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Kletterspindelstrauch - Euonymus fortunei; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske">Wikipedia User File Upload Bot Magnus Manske</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei.JPG</a>Kletterspindelstrauch - Euonymus fortunei; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Nonenmac">Wikipedia User Nonenmac</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei_0016111.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei_0016111.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei_0016111.jpg</a>Kletterspindelstrauch - Euonymus fortunei; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Qwert1234">Wikipedia User Qwert1234</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei_2.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei_2.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euonymus_fortunei_2.JPG</a>

Der Kletter-Spindelstrauch wächst als immergrüner, aufsteigender oder kriechender Halbstrauch, wobei die Größe von Zwergformen bis zu etwa 10 Meter Höhe variiert. Die Zweige sind rund, braun bis braungrün, manchmal gestreift und dicht mit Blättern besetzt. Diese sind unbehaart und eiförmig bis eiförmig-elliptisch mit leicht gekerbtem bis gesägtem Rand, stumpfer bis keilförmiger Basis und stumpfer bis zugespitzter Spitze. Sie sind 2 bis 5,5 Zentimeter lang, 2 bis 3,5 Zentimeter breit und entweder sitzend oder mit einem 2 bis 9 Millimeter langen Blattstiel versehen. Die Blütenstände tragen wenige vierzählige Blüten mit etwa 5 Millimeter Durchmesser, die an 5 Millimeter langen Stielen sitzen. Die Kelchblätter sind halbrund, die weißlichen oder grünlichen Kronblätter fast kugelförmig. Als Früchte werden braune bis rotbraune Kapseln mit rotem Arillus gebildet.

Wenn eine Klettermöglichkeit vorhanden ist, kann der Spindelstrauch bis zu 20 m hoch klimmen. Wie der Efeu bildet der Spindelstrauch als immergrüne Kletterpflanze Haftwurzeln aus und existiert zunächst in einer sterilen Jugend- bzw. Kletterphase. Wenn eine Höhe mit ausreichenden Lichtverhältnissen erreicht wird, beginnt die fruchttragende Phase und es werden keine Haftwurzeln mehr gebildet.

Die Frosthärte beträgt −20 °C.


Verbreitung/Vorkommen

Die Art kommt in Wäldern und Buschland in Süd- und Südostasien von Pakistan bis Japan, Indonesien und auf den Philippinen vor, wo sie auf Erde oder felsigem Untergrund wächst und in Höhenlagen bis 3400 m vorkommt.

In gärtnerischer Kultur ist die Art und insbesondere ihre dem jeweiligen Klima angepassten Kulturformen weltweit verbreitet, mit Ausnahme arktisch-kontinentaler und arider Klimagebiete.

Heimat

Süd- und Südostasien , von Pakistan bis Japan, Indonesien, Philippinen

Giftigkeit

Der Verzehr von Samen des heimischen Pfaffenhütchens (Euonymus europaaea) führt zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Dabei kann es zu einer starken Reizung des Magen-Darm-Traktes kommen. Die Glykoside wirken außerdem auf die Herzmuskulatur. Auch Nierenschädigungen, Kreislaufkollaps, Benommenheit und Leberschwellungen gehören zu den Symptomen, die bei dem Verzehr der Früchte auftreten. Vergiftungen treten vor allem bei Kindern auf, die sich von den attraktiv aussehenden Früchten verführen lassen. Dabei kann es zu Leber- und Nierenschäden, je nach Schweregrad auch zum Tod kommen. In der Literatur finden sich unterschiedliche Angaben darüber, welche Dosis bereits tödlich wirkt. Alle Krankheitszeichen können noch 18 Stunden nach dem Verzehr der giftigen Pflanzenteile auftreten. Zu den Erste-Hilfe-Maßnahmen gehören das Auslösen von Erbrechen sowie die Verabreichung von Aktivkohle. Weitere Maßnahmen sind Magenspülungen, die Verabreichung von Mucilaginosa, um die Reizung des Magen-Darm-Traktes zu mindern, und Gabe von Barbituraten und Benzodiazepinen, um den Krämpfen entgegenzuwirken.

Inhaltsstoffe

Alle Pflanzenteile des Kletterspindelstrauches sind giftig. Vor allem in den Samen befinden sich herzwirksame Steroidglykoside (Cardenolide)z.B. Evonin. Außerdem die giftigen Triterpenglykoside: Evonosid, Evobiosid, Evomonosid, das Glycerintriacetat Triacetin, Koffein und Theobromin. Die Rinde enthält Bitterstoffe, Gerbstoffe und Phlobaphene.
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Kletterspindelstrauch - Garten/Anbau

Der Kletter-Spindelstrauch wird als Bodendecker, in Hecken oder zur Fassadenbegrünung verwendet. Es sind zahlreiche Cultivare mit verschiedenem Aussehen und unterschiedlichen Klimaansprüchen gezüchtet worden. In Mittel- und Westeuropa bilden Formen mit weißbunten und gelbbunten (panaschierten) Blättern (z. B. Euonymus fortunei Emerald Gold, Euonymus fortunei Gracilis) den Schwerpunkt der Produktion, da sie in großen Stückzahlen zur Grabbepflanzung eingesetzt werden.

Sonstiges

Ähnlichkeit besteht zum Euonymus japonicus, der ebenfalls häufig als Zierstrauch gepflanzt wird, jedoch keine Kletterwurzeln ausbildet. Eine Verwandtschaft besteht zu ähnlichen Arten wie Euonymus theifolius und Euonymus vagans.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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