Vielfarbige Wolfsmilch - Euphorbia epithymoides

Familie: Euphorbiaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Giftpflanze

<b>Vielfarbige Wolfsmilch - <i>Euphorbia epithymoides</i></b>
Vielfarbige Wolfsmilch - Euphorbia epithymoides
Bildquelle: Wikipedia User Llez; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_epithymoides_002.JPG


Euphorbia: nach Euphorbos, dem Arzt des Königs Juba II. von Mau­retanien (1. Jh. v. Chr.); "Wolfsmilch"

andere Namen: Bunt-Wolfsmilch


Vielfarbige Wolfsmilch - Euphorbia epithymoides; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Ies">Wikipedia User Ies</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Vielfarbige Wolfsmilch - Euphorbia epithymoides; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Meneerke bloem">Wikipedia User Meneerke bloem</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Vielfarbige Wolfsmilch ist eine kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 50 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein pleiokormes Rhizom. Die Laubblätter sind am oberen Ende abgerundet.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Hüllbecherdrüsen sind gelb. Die Hüllblätter sind hellgelb und werden später orange. Es werden Kapselfrüchte ausgebildet mit fadenförmigen, oben roten Warzen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14 oder 16.


Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Euphorbia epithymoides erstreckt sich über Mittel- bis Südosteuropa sowie die Türkei und Libyen. Hier ist diese kalkholde Art in Trockengebüsch- und -waldsäumen zu finden. Sie ist wohl eine Charakterart des Verbands Geranion sanguinei, kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnung Quercetalia pubescenti-petraeae vor.

In Österreich tritt die Vielfarbige Wolfsmilch besonders im pannonischen Gebiet zerstreut bis selten auf. Die Vorkommen erstrecken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich, das Burgenland, Tirol, Kärnten (unsicher) und die Steiermark (dort nur unbeständig). In Oberösterreich ausgestorben, gilt die Vielfarbige Wolfsmilch österreichweit als gefährdet und im nördlichen Alpenvorland als stark gefährdet. In Deutschland gab es in der Nähe von Landshut Vorkommen der Pflanze, diese gelten allerdings seit ca. 1910 (und damit in ganz Deutschland) als ausgestorben.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt die Zypressen-Wolfsmilch einen giftigen Milchsaft. Neben dem in der Familie weit verbreiteten Ingenol und Ingenolestern besitzt sie neben Phorbolester und Euphorbon auch Jatrophan-Derivate vom Typ des Esulon A.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz. Die Vielfarbige Wolfsmilch enthält Carbonsäureester des Ingenols, beispielsweise Ingenol-3-angelat, etwa der Decadiensäure und der Decatriensäure. Sie gilt als giftig.
Gemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgare

Vielfarbige Wolfsmilch - Garten/Anbau

Die Vielfarbige Wolfsmilch wird gelegentlich als Zierpflanze in Staudenbeeten genutzt. Sie ist seit 1805 in Kultur, es existieren zahlreiche Sorten.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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