Vielfarbige Wolfsmilch - Euphorbia epithymoides

Familie: Wolfsmilchgewächse

Kategorie: Garten  Giftpflanze  

Vielfarbige Wolfsmilch Info

Euphorbia: nach Euphorbos, dem Arzt des Königs Juba II. von Mau­retanien (1. Jh. v. Chr.); "Wolfsmilch"

andere Namen: Bunt-Wolfsmilch

Die Vielfarbige Wolfsmilch ist eine kurzlebige, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 50 Zentimetern erreicht. Sie bildet ein pleiokormes Rhizom. Die Laubblätter sind am oberen Ende abgerundet.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Hüllbecherdrüsen sind gelb. Die Hüllblätter sind hellgelb und werden später orange. Es werden Kapselfrüchte ausgebildet mit fadenförmigen, oben roten Warzen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14 oder 16.


Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Euphorbia epithymoides erstreckt sich über Mittel- bis Südosteuropa sowie die Türkei und Libyen. Hier ist diese kalkholde Art in Trockengebüsch- und -waldsäumen zu finden. Sie ist wohl eine Charakterart des Verbands Geranion sanguinei, kommt aber auch in Gesellschaften der Ordnung Quercetalia pubescenti-petraeae vor.

In Österreich tritt die Vielfarbige Wolfsmilch besonders im pannonischen Gebiet zerstreut bis selten auf. Die Vorkommen erstrecken sich auf die Bundesländer Wien, Niederösterreich, das Burgenland, Tirol, Kärnten (unsicher) und die Steiermark (dort nur unbeständig). In Oberösterreich ausgestorben, gilt die Vielfarbige Wolfsmilch österreichweit als gefährdet und im nördlichen Alpenvorland als stark gefährdet. In Deutschland gab es in der Nähe von Landshut Vorkommen der Pflanze, diese gelten allerdings seit ca. 1910 (und damit in ganz Deutschland) als ausgestorben.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind durch Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, sogenannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

Vielfarbige Wolfsmilch Steckbrief

Blütenfarbe: gelb;
Höhe/Länge von 30cm bis 50cm
Blütezeit von Mai bis Juni
Blütenstand: Doldenrispe, Scheindolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Pflanze mit Milchsaft;
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Kapsel
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);

Vielfarbige Wolfsmilch Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Columníferae - Säulenträger
Ordnung:
Euphorbiales - Wolfsmilchartige
Familie:
Euphorbiaceae
Gattung:
Euphorbia
Art:
epithymoides

Vielfarbige Wolfsmilch Garten / Anbau

Die Vielfarbige Wolfsmilch wird gelegentlich als Zierpflanze in Staudenbeeten genutzt. Sie ist seit 1805 in Kultur, es existieren zahlreiche Sorten.

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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 0 (ausgestorben oder verschollen)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie 0 (ausgestorben oder verschollen)





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