Sumpf-Wolfsmilch - Euphorbia palustris

Familie: Wolfsmilchgewächse

Kategorie: Giftpflanze  

Sumpf-Wolfsmilch Info

Euphorbia: nach Euphorbos, dem Arzt des Königs Juba II. von Mau­retanien (1. Jh. v. Chr.); "Wolfsmilch"
palustris: sumpfig, moorig

Vegetative Merkmale

Die Sumpf-Wolfsmilch ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1,5 Metern erreicht.
Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.


Standort

Die Sumpf-Wolfsmilch ist eine der wenigen Wolfsmilch-Arten, die auch auf sehr nassen Böden wachsen können. Die Sumpf-Wolfsmilch gedeiht auf nahezu allen ausreichend feuchten Böden. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Veronico-Euphorbietum palustris aus dem Verband Filipendulion.

Verbreitung/Vorkommen

Als sumpfliebende Pflanze war sie früher in Mitteleuropa entlang aller größeren Flusstäler wie Donau, Elbe und Rhein sehr häufig zu finden. „Heute“ ist ihre dortige Verbreitung jedoch durch Ausbauten und landwirtschaftliche Nutzung sehr stark zurückgegangen. Gemäß Bundesartenschutzverordnung ist die Sumpf-Wolfsmilch in Deutschland unter besonderen Schutz gestellt. Die Rote Liste gefährdeter Arten des Bundesamtes für Naturschutz bewertete 1996 diese Art als „gefährdet“ (3).

In Österreich tritt die Sumpf-Wolfsmilch in Auwäldern und in nassen, nährstoffreichen Wiesen und Röhrichten in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und Oberösterreich selten auf. Die Sumpf-Wolfsmilch gilt hier als stark gefährdet und ist im nördlichen Alpenvorland vom Aussterben bedroht.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, sogenannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

Sumpf-Wolfsmilch Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 50cm bis 1,5m
Blütezeit von Mai bis Juni
Lebensraum: Ebene; Gewässer, Feuchtgebiete;
Blütenstand: Doldenrispe, Scheindolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Pflanze mit Milchsaft;
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Kapsel
Lebensdauer: Holzgewächs;
Zeigerpflanze: Tonzeiger;
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m);
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; salzertragend; Schlammboden / Schlickboden; toniger Boden / Tonboden; torfiger Boden / Torfboden;
Bodenfeuchte: nass;

Sumpf-Wolfsmilch Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Columníferae - Säulenträger
Ordnung:
Euphorbiales - Wolfsmilchartige
Familie:
Euphorbiaceae
Gattung:
Euphorbia
Art:
palustris

Sumpf-Wolfsmilch Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; salzertragend; Schlammboden / Schlickboden; toniger Boden / Tonboden; torfiger Boden / Torfboden;
Boden Feuchte: nass;
Dr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumGemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll GemmoKomplex Nr. 2Gemmoextrakt: Tilia tomentosa - Silberlinde

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Schweiz! Kategorie VU (Verletzlich)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 2 (stark gefährdet)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie 3 (gefährdet)





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