Bei der Breitblättrigen Wolfsmilch handelt es sich um eine einjährige, krautige Pflanze, die in der Regel Wuchshöhen zwischen 25 und 60 cm erreicht. Die Pflanze wächst meist aufrecht und besitzt einen kahlen oder zerstreut behaarten Stängel. Die ganze Pflanze enthält einen weißlichen Milchsaft. Die 1,5 bis 4 cm langen Stängelblätter sind breit lanzettlich geformt, nach vorne etwas verbreitert und dann zugespitzt. Von der Mitte an sind sie ungleich klein gesägt und wachsen mit einem herzförmigen oder gestutzten Grund am Stängel an. Auf der Unterseite sind sie meist fein behaart. Bei der nur in Österreich vorkommenden Unterart Zottige Breitblatt-Wolfsmilch (Euphorbia platyphyllos subsp. literata) sind die Laubblätter auf der Unterseite und am Rand dicht zottig behaart.
Die Blüten wachsen in drei bis fünfstrahligen Trugdolden, wobei diese mehrfach gabelig verzweigt sind. Die Hüllchenblätter sind dreieckig geformt und ungestielt. Die grünlichen Blüten besitzen mehr oder weniger eiförmige, gelbliche Drüsenanhängsel.
Die Kapselfrucht wird etwa 3 bis 4 mm lang und ist mit fast halbkugelförmigen Warzen bedeckt. Entlang der Fruchtklappen befindet sich ein schmaler, warzenfreier Streifen. Die Samen werden meist 1,8 bis 2,2 mm lang; sie sind schwarzbraun gefärbt und glänzen.
Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.
| Giftige Pflanzenteile | ganze Pflanze |
| Giftigstes Pflanzenteil | Saft / Milchsaft |
| Giftstoffe | Triterpene |
Symptome bei Hautkontakt
Augenreizung, Blasenbildung, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen im Mund, Brennen auf der Haut
Sofortmaßnahmen
Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen, Augenkontakt: Augen mit Spritzflasche ausspülen, Haut-Schleimhautkontakt: Blasen steril abdecken
Standort
Die Breitblättrige Wolfsmilch wächst in Ackerunkraut-Gesellschaften. Sie bevorzugt frische und sehr nährstoffreiche Böden.
Verbreitung & Vorkommen
Die Breitblättrige Wolfsmilch wächst in Ackerunkraut-Gesellschaften. Sie bevorzugt frische und sehr nährstoffreiche Böden.
Die Verbreitung der Art erstreckt sich von Süd- über Mitteleuropa bis nach England. Ferner ist sie in Mittel- und Südrussland, Kleinasien und Nordafrika zu finden. In Nordamerika ist sie eingebürgert.
In Deutschland findet man sie zerstreut bis selten im mittleren und südlichen Gebiet. Im Norden fehlt sie oder ist sehr selten verschleppt worden. In Österreich ist die Art selten und gilt als gefährdet, während sie in der Schweiz allgemein zerstreut aufzufinden ist.
Inhaltsstoffe
Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.
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