Weidenblättrige Wolfsmilch - Euphorbia salicifolia

Familie: Euphorbiaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Giftpflanze

<b>Weidenblättrige Wolfsmilch - <i>Euphorbia salicifolia</i></b>
Weidenblättrige Wolfsmilch - Euphorbia salicifolia
Bildquelle: Wikipedia User Athenchen; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Euphorbia: nach Euphorbos, dem Arzt des Königs Juba II. von Mau­retanien (1. Jh. v. Chr.); "Wolfsmilch"


Weidenblättrige Wolfsmilch - Euphorbia salicifolia; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Athenchen">Wikipedia User Athenchen</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Die Weidenblättrige Wolfsmilch wächst als sommergrüne ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 70 Zentimetern. Die mittleren Stängelblätter sind fein bewimpert, bei einer Länge von 5 bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 2,5 Zentimetern lanzettlich und ihre größte Breite liegt unterhalb der Mitte.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Der endständige scheindoldige Blütenstand ist meist acht- bis zehnstrahlig, darunter liegen blühende oder nicht blühende Seitenäste. Die Tragblätter sind breiter als lang und stachelspitzig. Die gelben Hüllbecherdrüsen sind sichelförmig und später purpurrot.

Die Kapselfrucht ist tief gefurcht, schwach runzelig und kahl.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Ökologie

Bei der Weidenblättrigen Wolfsmilch handelt es sich um einen Hemikryptophyten.


Standort

Die Weidenblättrige Wolfsmilch gedeiht am besten auf kalkhaltigen, mäßig trockenen, locker-humosen Lehmböden. Sie besiedelt Gebüsch- und Waldränder, wächst aber auch auf Rainen, an Zäunen, in Halbtrockenrasen und Ackerrändern.

Verbreitung/Vorkommen

In Mitteleuropa findet man die Weidenblättrige Wolfsmilch nur in wenigen Gebieten. In Deutschland ist nur ein isoliertes Vorkommen bei Regensburg bekannt. In Tschechien ist sie selten. In Österreich ist sie nur Bestandteil der pannonischen Flora: in Niederösterreich und im Burgenland ist sie selten.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Neben dem in der Familie weit verbreiteten Ingenol und Ingenolestern besitzt sie neben Phorbolester und Euphorbon auch Jatrophan-Derivate vom Typ des Esulon A.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.
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Weidenblättrige Wolfsmilch - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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