Weidenblättrige Wolfsmilch - Euphorbia salicifolia

Familie: Wolfsmilchgewächse

Kategorie: Giftpflanze  

Weidenblättrige Wolfsmilch Info

Euphorbia: nach Euphorbos, dem Arzt des Königs Juba II. von Mau­retanien (1. Jh. v. Chr.); "Wolfsmilch"

andere Namen: Syn.: Euphorbia incana Schur, Euphorbia pallida Willd, Euphorbia salicifolia var. incana (Schur) Nyman

Die Weidenblättrige Wolfsmilch wächst als sommergrüne ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 70 Zentimetern. Die mittleren Stängelblätter sind fein bewimpert, bei einer Länge von 5 bis 7 Zentimetern sowie einer Breite von 1 bis 2,5 Zentimetern lanzettlich und ihre größte Breite liegt unterhalb der Mitte.

Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Der endständige scheindoldige Blütenstand ist meist acht- bis zehnstrahlig, darunter liegen blühende oder nicht blühende Seitenäste. Die Tragblätter sind breiter als lang und stachelspitzig. Die gelben Hüllbecherdrüsen sind sichelförmig und später purpurrot.

Die Kapselfrucht ist tief gefurcht, schwach runzelig und kahl.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.

Ökologie

Bei der Weidenblättrigen Wolfsmilch handelt es sich um einen Hemikryptophyten.


Standort

Die Weidenblättrige Wolfsmilch gedeiht am besten auf kalkhaltigen, mäßig trockenen, locker-humosen Lehmböden. Sie besiedelt Gebüsch- und Waldränder, wächst aber auch auf Rainen, an Zäunen, in Halbtrockenrasen und Ackerrändern.

Verbreitung/Vorkommen

In Mitteleuropa findet man die Weidenblättrige Wolfsmilch nur in wenigen Gebieten. In Deutschland ist nur ein isoliertes Vorkommen bei Regensburg bekannt. In Tschechien ist sie selten. In Österreich ist sie nur Bestandteil der pannonischen Flora: in Niederösterreich und im Burgenland ist sie selten.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Wie alle Euphorbien besitzt die Pflanze einen giftigen Milchsaft. In der Familie sind Ingenol und Ingenolester verbreitet.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.

Weidenblättrige Wolfsmilch Steckbrief

Blütenfarbe: gelb; grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 30cm bis 70cm
Blütezeit von Mai bis Juni
Lebensraum: Äcker, Getreidefelder, Brachen; Halbtrockenrasen; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Doldenrispe, Scheindolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Besonderheiten Blatt/Pflanze: Pflanze mit Milchsaft;
Verholzungsgrad: Stängel krautig
Trockenfrüchte: Kapsel
Häufigkeit: sehr selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Nährstoffbedarf: mäßig nährstoffreich;
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Bodenfeuchte: frisch; mäßig trocken;

Weidenblättrige Wolfsmilch Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Dilleníidae - Dillenienähnliche
Ordnungsgruppe:
Columníferae - Säulenträger
Ordnung:
Euphorbiales - Wolfsmilchartige
Familie:
Euphorbiaceae
Gattung:
Euphorbia
Art:
salicifolia

Weidenblättrige Wolfsmilch Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden Feuchte: frisch; mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig nährstoffreich;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht)





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