Zottige Wolfsmilch - Euphorbia villosa

Familie: Euphorbiaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Giftpflanze

<b>Zottige Wolfsmilch - <i>Euphorbia villosa</i></b>
Zottige Wolfsmilch - Euphorbia villosa
Bildquelle: Wikipedia User Stefan.lefnaer; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_villosa_sl4.jpg


Euphorbia: nach Euphorbos, dem Arzt des Königs Juba II. von Mau­retanien (1. Jh. v. Chr.); "Wolfsmilch"
villosus: zottig


Zottige Wolfsmilch - Euphorbia villosa; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_villosa_sl2.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_villosa_sl2.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Euphorbia_villosa_sl2.jpg</a>

Vegetative Merkmale

Die Zottige Wolfsmilch ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 80 Zentimetern erreicht. Sie bildet eine Pleiokorm-Wurzel aus. Der Stängelgrund ist mit Schuppenblättern bedeckt. Die Laubblätter sind schmal elliptisch, länglich, länglich-lanzettlich oder länglich-eiförmig und messen 10 bis 20 × 20 bis 70 Millimeter. Die Blattunterseite ist weich behaart. Die Blattspreite ist im oberen Bereich oft schwach gezähnt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Hochblätter sind kahl. Die Kapselfrüchte sind kahl oder nur mit vereinzelten Haaren bedeckt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20.


Standort

Die Zottige Wolfsmilch kommt im warmgemäßigten Europa in nassen Staudenfluren und Sumpfwiesen vor.

Verbreitung/Vorkommen

Ihr einziges, schon in alten Floren bekanntes Vorkommen in Deutschland liegt beim Passauer Ortsteil Hals. Dieses Vorkommen ist völlig isoliert, die nächsten Fundorte liegen am Neusiedler See und in Schlesien. Im Botanischen Garten München wurde im Regierungsauftrag aus Stecklingen die Pflanze vermehrt und an einigen schwer zugänglichen Stellen im Tal der Ilz wieder angesiedelt.

Giftigkeit

Alle Pflanzenteile sind durch den Milchsaft stark giftig. Die Hauptwirkstoffe sind Diterpenester vom Ingenol-Typ, so genannte Cyparissiasfaktoren. Sie wirken stark irritierend auf die Haut und tumorpromovierend.
Bei Hautkontakt können sich schmerzhafte Blasen bilden. Der klebrige Milchsaft sollte auf keinen Fall mit dem Auge in Berührung kommen! Er ist daraus nur schwer zu entfernen und es drohen gefährliche Bindehaut- und Hornhautentzündungen.

Inhaltsstoffe

Wie alle Euphorbien besitzt sie einen giftigen Milchsaft. Neben dem in der Familie weit verbreiteten Ingenol und Ingenolestern besitzt sie neben Phorbolester und Euphorbon auch Jatrophan-Derivate vom Typ des Esulon A.
Desweiteren enthält der Milchsaft Harz, Kautschuk, Fette, Eiweiß, Stärke und andere Stoffe. Er dient dem Wundverschluss und Fraßschutz.
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Zottige Wolfsmilch - Garten/Anbau

Boden Feuchte: nass;

Sonstige Verwendung

Die Zottige Wolfsmilch wird selten als Zierpflanze für Staudenbeete und Teichränder genutzt. Die Sorte 'Clarity' hat eine gelbe Herbstfärbung.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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