Blasser Erdrauch - Fumaria vaillantii

Familie: Papaveraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie:

<b>Blasser Erdrauch - <i>Fumaria vaillantii</i></b>
Blasser Erdrauch - Fumaria vaillantii
Bildquelle: Wikipedia User Fornax; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Fumaria: lat. fumus = Rauch (Blattfarbe); "Erdrauch"


Blasser Erdrauch - Fumaria vaillantii; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Der Blasse Erdrauch (Fumaria vaillantii), auch Buschiger Erdrauch oder Feinblättriger Erdrauch genannt, ist eine in Mitteleuropa zerstreut vorkommende Pflanzenart der Unterfamilie der Erdrauchgewächse (Fumarioideae) der Familie innerhalb der Mohngewächse (Papaveraceae). Der Blasse Erdrauch ist eng mit dem in Mitteleuropa meist häufig vorkommenden Gewöhnlichen Erdrauch (Fumaria officinalis) verwandt. Die einjährige krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30 cm. Der Stängel wächst aufrecht bis aufsteigend und ist verzweigt. Die Laubblätter sind doppelt gefiedert und besitzen Blattzipfel, die zwei- bis sechsmal so lang wie breit sind. Der traubige Blütenstand ist sechs- bis 15-blütig und einschließlich des Blütenstandsschaftes 1 bis 4,5 cm lang. Die Tragblätter erreichen Längen von bis zu 2,5 mm und sind etwa dreiviertel so lang wie die 1,5 bis 3 mm langen, aufrecht abstehenden Fruchtstiele. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten besitzen eine Länge von 5 bis 6 mm. Die zwei Kelchblätter haben eine Länge von bis zu 1 mm und sind etwa halb so breit. Die vier Kronblätter sind weißlich-rot gefärbt, haben dunkle Flügel und sind an der Spitze mit einem dunkelpurpurnen Fleck versehen. Die Krone weist eine Länge von 5 bis 6 mm auf. Der Sporn ist 1 bis 1,5 mm lang. Der Blasse Erdrauch blüht vorwiegend in den Monaten Mai bis Oktober.


Verbreitung/Vorkommen

Bei Fumaria vaillantii handelt es sich ursprünglich um eine mediterran-westasiatische Pflanzenart, die heutzutage in fast ganz Europa verbreitet ist. Darüber hinaus findet man sie in Nordwestafrika und östlich bis Zentralasien. In Deutschland kommt der Blasse Erdrauch vor allem im südlichen Teil häufiger vor. Im Norden und Westen des Gebiets fehlt er jedoch über große Strecken.In Österreich ist diese Art im Pannonischen Gebiet häufig zu finden. Darüber hinaus kommt er zerstreut vor und ist gebietsweise gefährdet.In der Schweiz kommt der Blasse Erdrauch allgemein zerstreut vor. Der Blasse Erdrauch wächst in Ackerunkrautgesellschaften, auf Brachen, an Wegen, in Gärten sowie auf Schutt.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Wolliger Schneeball – Viburnum LantanaDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - SilberbirkeDr. Koll Pflanzenextrakt: Darm aktiv - Dr. Koll

Blasser Erdrauch - Garten/Anbau

Boden PH-Wert: basisch;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Der Blasse Erdrauch ist ein Stickstoffzeiger, der mäßig trockene oder frische, nährstoff- und kalkreiche Lehmböden bevorzugt.

Blasser Erdrauch in
Kräuterbuch von Jacobus Theodorus "TABERNAEMONTANUS" anno 1664


Auszug aus "New vollkommenlich Kräuter-Buch : mit schönen und künstlichen Figuren aller Gewächs der Baümen, Stauden und Kräutern...:das erste [-das ander und dritte] Theil darinn viel und mancherley heilsamer Artzeney vor allerley innerlichen und eusserlichen Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehes sampt ihrem nützlichen Gebrauch beschrieben werden.../ durch Iacobum Theodorum Tabernaemontanum... ; das ander und dritte Theil...verbessert durch Hieronymum Bauhinum... ; mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, newen Registern und anderm vermehret durch Hieronymum Bauhinum..."

Tabernaemontanus M.DC.LXIV (1664): Das Erste Buch Von Kraeutern Taubenkropff,

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Quelle: Kräuterbuch von Jacobus Theodorus anno 1664; Foto: Arnulf Schultes 1999

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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