Wiesen-Gelbstern - Gagea pratensis

Familie: Liliaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Frühblüher

<b>Wiesen-Gelbstern - <i>Gagea pratensis</i></b>
Wiesen-Gelbstern - Gagea pratensis
Bildquelle: Wikipedia User Rabe19; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Gagea: n. d. engl. Botaniker Th.Gage (1781 - 1820); "Gelb­stern"
pratensis: auf Wiesen wachsend


Wiesen-Gelbstern - Gagea pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Wiesen-Gelbstern - Gagea pratensis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Abalg">Wikipedia User Abalg</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Wiesen-Gelbstern (Gagea pratensis), oder auch Wiesen-Goldstern genannt, gehört zur Gattung Gelbstern (Gagea), und damit zur Familie der Liliengewächse (Liliaceae).

Beim Wiesen-Gelbstern handelt es sich um eine zierliche mehrjährige krautige Zwiebelpflanze (Geophyt), die im zeitigen Frühjahr (meist im April) blüht und Wuchshöhen von 8 bis 20 cm erreicht. Der Blühbeginn liegt meist einige Tage nach dem Acker-Gelbstern.
Blattquerschnitt

Die Pflanze weist nur ein Grundblatt mit V-förmigem Blattquerschnitt auf, das 2 bis 4 mm breit wird. Die Hochblätter sind bewimpert. Das unterste Stängelblatt überragt den Blütenstand mit seinen ein bis sechs Blüten meist deutlich. Die sechs goldgelben bis grünlichgelben Perigonblätter sowie die Blütenstiele zeigen keine Behaarung – im Gegensatz zum Acker-Gelbstern. Die Perigonblätter sind nicht zugespitzt, sie laufen leicht stumpf aus. Die Pflanze verfügt über eine Hauptzwiebel mit 2 nackten, liegenden, gelblichen Nebenzwiebeln.


Standort

Die etwas wärmeliebende Art bevorzugt mäßig trockene, Lehm- und Lössböden.

Die Art kam früher sowohl in Äckern, Weinbergen wie auf frischen Wiesen und Weiden vor. Durch Veränderungen in der Art der Bodenbearbeitung ist der Wiesen-Gelbstern aus Äckern weitgehend verschwunden und in Weinbergen deutlich seltener geworden. Im Grünland siedelt der Wiesen-Gelbstern bevorzugt in der Nähe von Obstbäumen, er ist außerdem häufiger auf Pferdeweiden als auf Rinderweiden zu finden, noch seltener in reinen Mähwiesen. Häufig sind (oftmals sterile) Vorkommen auf Friedhöfen und in Parkanlagen. Die Art ist hier Indiz für die bäuerliche Vornutzung der Anlagen.

In manchen Jahren ist die Art aufgrund ausbleibender Blüte nur schwer zu finden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Wiesen-Gelbstern ist eine in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas verbreitete, gemäßigt-kontinentale Art. In Deutschland kommt er nur sehr zerstreut bis selten vor, er fehlt in weiten Teilen Baden-Württembergs, in Südbayern sowie in Nordwestdeutschland und steht in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste gefährdeter Arten. In Großbritannien und Norwegen kommt die Art nicht vor.
Dr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumDr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheGemmoextrakt: Vaccinium myrtillus - HeidelbeereDr. Koll GemmoKomplex Nr. 3

Wiesen-Gelbstern - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz