Die einjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 50 cm. In ihrem ganzen Erscheinungsbild ähnelt sie dem Gemeinen Hohlzahn (Galeopsis tetrahit). Der Stängel ist oft ästig und sehr kräftig, meist ohne Drüsen und unter den Knoten mit abstehenden Borstenhaaren versehen. Die Blätter sind länglich-eiförmig und kerbig gesägt. Die Kelchzähne sind stachelspitzig und erreichen meist das Ende der Kronröhre. Die Unterlippe der ca. 10 mm langen Krone ist länglich und meist deutlich ausgerandet, später am Rand zurückgerollt und von dunkel-purpurner bis violetter Färbung. Sie besitzt zwei gelbe Schlundflecken mit hellerem Rand, die übrige Krone ist weiß oder rosa, selten auch gelblich.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.
Standort
Der Zweispaltige Hohlzahn wächst in Unkrautgesellschaften, auf Äckern, an Wegrändern und in Kahlschlägen. Er bevorzugt meist frische, nährstoffreiche, mehr oder weniger kalkarme, sandige Lehmböden. Er kommt vor allem in Gesellschaften der Verbände Aegopodion podagrariae, Alliarion oder Arction lappae vor.
Verbreitung & Vorkommen
Galeopsis bifida kommt in Mittel- und Nordeuropa bis Nord- und Westasien vor. Ferner tritt er im nördlichen und mittleren Balkan auf. Er ist ein eurasisches Florenelement. In Österreich kommt die Art in den Silikatgebieten zerstreut, ansonsten selten vor, in der Schweiz ist sie offenbar allgemein nur selten zu finden.
Der Zweispaltige Hohlzahn ist in Deutschland verbreitet und meist häufig. Nur im Südwesten des Gebiets kommt er selten vor.
Aus derselben Gattung (Galeopsis)
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