Deutscher Fransenenzian
Vegetative Merkmale
Der Deutsche Fransenenzian ist eine ein- oder zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 40 Zentimetern erreicht. Der Stängel wird meist erst im oberen Bereich verzweigt. Die kreuzgegenständigen, unteren Laubblätter sind spatelig bis verkehrt-eiförmig, nach oben hin werden sie eiförmig-lanzettlich bis spitz.
Generative Merkmale
Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist ungefähr halb so lang wie die Kronröhre, wobei die fünf am Rand rauen Kelchzipfel gleich lang und die Einbuchtungen zwischen den Kelchzipfeln spitz sind. Die fünf rötlich-violetten Kronblätter sind verwachsen.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Oktober.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36.
Ökologie
Blütenökologisch handelt es sich um Stieltellerblumen, deren Kronröhre ist durch ein Haargitter für einkriechende Insekten verschlossen. Der Nektar ist nur langrüsseliegen Insekten zugänglich; dagegen ist ein „Einbruch“ durch seitliches Anbeißen nicht selten. Die reicht von Mai bis Oktober.
Standort
Er besiedelt Magerrasen, Flachmoore, Wiesen, Matten, Triften und Schafweiden in Höhenlagen bis zu 2600 Metern. Er gedeiht am besten auf lehmigen, kalkreichen Böden. Er ist eine Charakterart des Verbandes Mesobromion und kommt in Südwestdeutschland besonders gern im Gentiano-Koelerietum vor.
Verbreitung & Vorkommen
Der Deutsche Fransenenzian kommt in Mitteleuropa und weiten Teilen Westeuropas und auch Osteuropas vor.
Aus derselben Gattung (Gentianella)
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