Blutroter Storchschnabel - Geranium sanguineum

Familie: Geraniaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Bienenblume Hummelblume Alpenpflanze

<b>Blutroter Storchschnabel - <i>Geranium sanguineum</i></b>
Blutroter Storchschnabel - Geranium sanguineum
Bildquelle: Wikipedia User Bilou; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Geranium: gr. geranos = Kranich (Fruchtform wie ein Kranich­schna­bel); "Storchschnabel"
sanguineus: blutrot

Der Blutrote Storchschnabel war in Deutschland 2001 die Blume des Jahres.

Den Namen "Blutroter Storchschnabel" hat er nicht wegen seiner blutroten Blüten oder den sich im Herbst rot verfärbenden Blättern, sondern weil sein Rhizom beim Brechen innen wie blutig erscheint.


Blutroter Storchschnabel - Geranium sanguineum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Friedrich Oltmanns Pflanzenleben des Schwarzwaldes Tafeln 1927">Friedrich Oltmanns Pflanzenleben des Schwarzwaldes Tafeln 1927</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Blutroter Storchschnabel - Geranium sanguineum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Famberhorst">Wikipedia User Famberhorst</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Geranium_sanguineum._Locatie,_Tuinen_Mien_Ruys.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Geranium_sanguineum._Locatie,_Tuinen_Mien_Ruys.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Geranium_sanguineum._Locatie,_Tuinen_Mien_Ruys.jpg</a>

Der Blutrote Storchschnabel ist eine ausdauernde Pflanze und besitzt ein dickes Rhizom. Dieses ist verzweigt, weit kriechend, rund 1 cm dick, mit Niederblättern besetzt und innen rot. Die Sprosse sind dicht mit 1 bis 2,5 mm langen, waagrecht oder nach hinten abstehenden Haaren besetzt bis fast kahl. Drüsenhaare sind selten. Die Sprosse sind hellgrün, im Herbst blutrot. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen von 15 bis 50 (selten 60) cm. Die Stängel sind niederliegend bis aufsteigend und meist vom Grund an gabelig verzweigt.

Die grundständigen Blätter vertrocknen früh. Die Grundblätter sind gegenständig, die untersten sind 4 bis 9 cm lang, die oberen 0,5 bis 3 cm lang gestielt. Die Spreite ist bis zum Grund in 7 (selten 5 oder 6) Abschnitte geteilt und 3 bis 5 (selten 8) cm breit. Sie sind meist beidseits zerstreut behaart. Die Abschnitte tragen 1 bis 3 lineale, zugespitzt Zipfel. Die Nebenblätter sind eiförmig bis lanzettlich, 0,5 bis 1,5 cm lang und trockenhäutig. Ihre Farbe ist rotbraun, sie sind am Rand zerstreut bis zottig behaart.

Die Teilblütenstände sind einblütig (selten zweiblütig) und sind 2 bis 7 (selten 1 bis 10) cm lang gestielt, überragen dabei die Tragblätter. Die Blütenstiele sind 1 bis 3 cm lang, nicken nach der Bestäubung und stehen zur Fruchtreife wieder aufrecht. Beide Stiele sind lang weiß abstehende behaart und tragen auch sitzende Drüsen.

Die Blüten haben einen Durchmesser von 2,5 bis 4 cm. Die Kelchblätter sind 8 bis 13 mm lang, 1 bis 2,5 mm bespitzt und haben 3 bis 7 Nerven, und sind besonders auf diesen behaart. Die Kronblätter sind 13 bis 18 (selten 20) mm lang und von leuchtend rotvioletter Farbe. Die Form ist verkehrt-herzförmig, teilweise unregelmäßig ausgerandet. Der Nagel ist kurz behaart. Die Staubblätter sind kürzer als die Kelchblätter. Die Staubfäden sind am Grund verbreitert, ihr Rand ist bewimpert.

Die Frucht wie bei allen Vertretern der Gattung ein Austrocknungsstreuer. Sie ist 3 bis 4 cm lang. Schnabel wie Fruchtklappen sind behaart und drüsenlos. Die Samen sind glatt bis sehr fein punktiert.


Standort

Er wächst auf trockenen, buschigen Hängen, in Steppenheide und lichten Wäldern. Er kommt vor allem auf trockenen, lockeren, nährstoffarmen und oft kalkreichen Böden vor. Er ist von der collinen bis in die montane (selten subalpine) Höhenstufe zu finden, in Tirol steigt er vereinzelt bis 1500 m.

Verbreitung/Vorkommen

Der Blutrote Storchschnabel ist im subozeanischen Europa beheimatet. Sein Areal ist meridional/montan bis temperat. In Norddeutschland ist er selten, im Süden zerstreut.
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Blutroter Storchschnabel - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Lößboden; sandiger Boden / Sandboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: trocken;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; nährstoffarm;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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