Gerbera - Gerbera jamesonii

Familie: Korbblütler

Kategorie: Garten  

Gerbera Info

Vegetative Merkmale

Gerbera-Arten und -Sorten sind ausdauernde krautige Pflanzen. Es werden Rhizome als Überdauerungsorgane ausgebildet.

Die Laubblätter stehen in grundständigen Rosetten zusammen. Die pergamentartigen bis ledrigen Blattspreiten sind verkehrt-lanzettlich, länglich, verkehrt-eiförmig, eiförmig oder fast-kreisförmig und fiederlappig, fiederspaltig, fiederteilig oder meist einfach. Die Blattränder sind wellig, gezähnt bis gesägt. Die Laubblätter können behaart oder kahl sein.

Generative Merkmale

Je Blattachsel wird auf einem schlanken Blütenstandsschaft, der keine, wenige bis viele Hochblätter besitzt, ein einzelner, endständiger körbchenförmigen Blütenstände gebildet; selten gibt es in einer Blattachsel mehr als einen Blütenkorb.

Das Involucrum ist verkehrt-konisch bis breit-glockenförmig. Es sind zwei bis drei oder mehr Reihen von Hüllblättern vorhanden, die sich dachziegelartig überdecken. Auf dem flachen, kahlen Blütenkorbboden sind keine Spreublätter vorhanden. Alle Blüten im Blütenkorb sind fertil. Es ist eine Reihe äußerer Blüten, die rein weiblich sind, vorhanden; meist besitzen sie Staminodien. Die inneren Blüten sind zwittrig oder funktional männlich. Die Kronröhre endet zweizipfelig.

Die stielrunden oder spindelförmigen Achänen sind vier- bis zehngerippt und kahl oder fein behaart. Der Pappus besteht aus rauen Borsten.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 46 oder 50.


Verbreitung/Vorkommen

Die Verbreitung der Gattung Gerbera ist rein altweltlich. Die etwa 30 Arten sind vor allem in Afrika, Madagaskar und im tropischen Asien verbreitet. Die meisten Arten (18 Arten) gibt es in Südafrika (nur wenige Arten kommen nur in der Capensis vor). Acht Arten gibt es nur auf Madagaskar und 2011 sind noch etwa sechs Arten sind in Asien verbreitet.

Heimat

Afrika, Madagaskar und im tropischen Asien

Sonstiges

Die Gattung Gerbera wurde 1758 durch Carl von Linné in Opera Varia in quibus continentur Fundamenta Boatica, Sponsalia Plantarum, et Systema Naturae 247 aufgestellt. Synonyme für Gerbera L. nom. cons. sind: Gerbera sect. Piloselloides Less., Atasites Neck., Berniera DC., Lasiopus Cass., Piloselloides (Less.) C.Jeffrey ex Cufod.

Die Gattung Gerbera gehört zur Tribus Mutisieae in der Unterfamilie Mutisioideae innerhalb der Familie Asteraceae.[

Es gibt etwa 30 Gerbera-Arten:

Gerbera Steckbrief

Blütenfarbe: blau, lila oder violett; gelb; orange; rot, rosa oder purpurn;
Höhe/Länge von 15cm bis 50cm
Lebensraum: Gärten und Parks;
Blütenstand: Endständige Einzelblüte
Blattstellung: grundständige Blattrosette / Blätter
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: doppelt gesägt, schrotsägeförmig; gesägt;
Trockenfrüchte: Achäne
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);

Gerbera Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Asterales - Asternartige
Familie:
Asteraceae
Gattung:
Gerbera
Art:
jamesonii

Gerbera Garten / Anbau

Gartenbauliche Geschichte der Gerbera

Vor 1737 ist die Gerbera als Afrikanische / Äthiopische Aster bekannt; im Jahre 1737 wurde sie erstmals vom Holländer Jan Frederik Gronovius beschrieben und erhielt von ihm zu Ehren des Mediziners und Botanikers Traugott Gerber (1710–1743) den Namen „Gerbera“. Ein Jahr später nahm dessen Freund Carl von Linné die Art in seine Systematik auf.

1884 fand Robert James, ein Pflanzenhändler aus Durban in Südafrika, die Art auf den Goldfeldern von Barberton in Transvaal. Er schenkte die „Barberton Daisy“, das Barberton-Gänseblümchen, dem Botanischen Garten in Durban; dessen Leiter erkannte in ihr die Gerbera. 1886 gelangte ein erstes Herbar-Exemplar in den königlichen Garten nach Kew bei London. 1889 wurden die ersten Gerbera registriert, beschrieben und der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese erste wissenschaftliche Beschreibung stammt von J. D. Hooker im Curtis Botanical Magazine. Er beschreibt die südafrikanische „Barberton Daisy“ (heute Gerbera jamesonii).

1890 begannen erste Kreuzungsversuche durch Irwin Lynch am Botanischen Garten von Cambridge. 1893 gelangten die Gerbera nach Deutschland, die erste Gerberapflanze wurde von Ferdinand Friedrich Haage in Erfurt kultiviert.

Gerbera-Sorten sind nicht winterhart.

Die Gerbera gehört weltweit zu den beliebtesten Schnittblumen. Seit den 1990er Jahren werden einige Sorten auch als Zimmerpflanzen angeboten.

2009 begannen Händler eine Sortengruppe der Gerbera anzubieten, welche in Gebieten mit geringen Frost winterhart ist (Garvinea ®). Sie kann im Freien ungeschützt jedoch nur bis −5 °C überwintern.

Die zahlreichen Züchtungen sind meistens Kreuzungen zwischen Gerbera jamesonii und anderen südafrikanischen Gerbera-Arten wie Gerbera viridifolia. Die Kreuzungen werden Gerbera-Hybriden genannt.
Verwendung als Schnittblume
Zur Stabilisierung des Stängels werden die Stängel der Gerbera-Blüten mit einem Blumendraht spiralig umwunden, der oben in den Blütenkorb eingestochen wird oder er wird anders stabilisiert. Gerbera sind mit anderen Schnittblumen in Vasen gut verträglich.

Dr. Koll Pflanzenextrakt Griffonia MacaGemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeDr. Koll Gemmoextrakt: Fraxinus excelsior - EscheDr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgare

Literatur

Bildquellenverzeichnis





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