Roter Hornmohn - Glaucium corniculatum

Familie: Papaveraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: verwildernde Zierpflanze

<b>Roter Hornmohn - <i>Glaucium corniculatum</i></b>
Roter Hornmohn - Glaucium corniculatum
Bildquelle: Wikipedia User Taragui; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Glaucium: gr. glaukos = blaugrün (Blattfarbe); "Hornmohn"
corniculatus: hornförmig


Roter Hornmohn - Glaucium corniculatum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany">Prof. Dr. Otto Wilhelm Thome Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Roter Hornmohn - Glaucium corniculatum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Javier martin">Wikipedia User Javier martin</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>;

Der Rote Hornmohn ist eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Pflanzenteile sind blaugrün bereifte und steifborstig behaart. Der behaarte Stängel ist wenig verzweigt und führt einen gelben Milchsaft. Die Laubblätter sind buchtig fiederspaltig, mit ungleich gezähnten Blattabschnitten.

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Blüten stehen einzeln. Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 4 bis 6 Zentimetern radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle. Die zwei Kelchblätter fallen beim Aufblühen ab. Die vier freien Kronblätter sind orangerot oder rot mit einem schwarzen Fleck am Grund = Saftmal.

Die bis 20 cm lange Kapselfrucht ist zweifächrig und steif behaart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 12.


Ökologie

Beim Roten Hornmohn handelt es sich um einen Therophyten.


Verbreitung/Vorkommen

Das Hauptverbreitung des Roten Hornmohnes liegt im Mittelmeerraum. In Mitteleuropa ist er nur eingeschleppt, und er tritt dort unbeständig vor allem auf Ödland auf, früher war er auch in „Unkrautbeständen“ in Getreideäckern zu finden. Möglicherweise ist er im östlichen Harzvorland eingebürgert, jedenfalls ist er dort immer wieder gefunden worden. Ein früheres Vorkommen im Wallis ist wahrscheinlich erloschen.

Der Rote Hornmohn gedeiht in Mitteleuropa am besten auf nährstoffreichen und wenigstens mäßig stickstoffhaltiger Böden in ausgesprochen sommerwarmen Lagen. Er kommt in Mitteleuropa vor allem im Caucalido-Adonidetum flammeae des Caucalidion-Verbands vor.

Giftigkeit

Der Rote Hornmohn muss zumindest als mäßig giftig angesehen werden.

Inhaltsstoffe

Alkaloide Chelerythrin, Chelidonin, Sanguinarin, Berberin
Gemmoextrakt: Ribes nigrum - schwarze JohannisbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. X - RachensprayDr. Koll Gemmoextrakt: Olea europaea - Olive

Roter Hornmohn - Garten/Anbau

Boden Nährstoffgehalt: basenarm; nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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