Flutender Schwaden - Glyceria fluitans

Familie: Poáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Futterpflanze Wildgemüse Wasserpflanze Süßgräser

<b>Flutender Schwaden - <i>Glyceria fluitans</i></b>
Flutender Schwaden - Glyceria fluitans
Bildquelle: Wikipedia User Stefan.lefnaer; Bildlizenz: CC BY 4.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glyceria_fluitans_sl3.jpg


Glyceria: gr. glykeros = süß (Geschmack der Karyopsen); "Man­na­grüt­ze", "Schwaden"
fluitans: fließend, schwimmend

andere Namen: Mannagras, Manna-Schwaden, Entengras, Grütz-Schwaden

Aus den Früchten wurde früher Mannagrütze hergestellt.
In Abzugsgräben kann die Art durch Verwachsung zu einem lästigen Unkraut werden. Die über 200 Arten der Gattung Cuscuta sind fast weltweit verbreitet. Sie besitzen kein Blattgrün und ernähren sich parasitisch von anderen Pflanzenarten. Seide oder auch Teufelszwirn (Cuscuta) ist die einzige Gattung der Tribus Cuscuteae innerhalb der Pflanzenfamilie der Windengewächse (Convolvulaceae). Weitere deutsche Trivialnamen sind Jungfernhaar, Kletterhur, Schmarotzerseide und Hexenseide.


Flutender Schwaden - Glyceria fluitans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Flutender Schwaden - Glyceria fluitans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Sarefo">Wikipedia User Sarefo</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glyceria.fluitans.2.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glyceria.fluitans.2.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glyceria.fluitans.2.jpg</a>Flutender Schwaden - Glyceria fluitans; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Stefan.lefnaer">Wikipedia User Stefan.lefnaer</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glyceria_fluitans_sl1.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glyceria_fluitans_sl1.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Glyceria_fluitans_sl1.jpg</a>

Der Flutende Schwaden ist eine ausdauernde Pflanze (Hemikryptophyt bis Geophyt) und bildet lockere Horste, im flachen Wasser allerdings Rasen, die Ausläufer sind lang und unterirdisch. Die Erneuerungstriebe wachsen außerhalb der untersten Blattscheiden empor. Die Halme werden 30 bis 100, selten bis 150 cm hoch, häufig sind sie niederliegend oder bogig aufsteigend, können an den unteren Knoten bewurzelt sein. Sie sind glatt und kahl. Die Blattscheiden sind bis oben geschlossen, kahl und seitlich zusammengedrückt. Das Blatthäutchen ist ein häutiger Saum von 5 bis 15 mm Länge. Die Blattspreiten sind 8 bis 24 cm lang, 3 bis 10 mm breit, kahl und an den Rändern rau.

Der rispige Blütenstand ist 10 bis 30 (selten bis 50) cm lang und meist einseitswendig und leicht nickend. Die Seitenäste gehen zu 1 oder 2, selten bis 4 von der Hauptachse ab und sind ungleich lang. Die Ährchen bestehen aus 8 bis 16 Blüten, sind 12 bis 32 mm lang, 2 bis 3,5 mm breit und hellgrün. Zur Reife fallen die Blüten einzeln aus den stehenbleibenden Hüllspelzen. Die Hüllspelzen sind untereinander ungleich. Beide sind ein- bis dreinervig länglich elliptisch, zarthäutig und kahl. Die untere Hüllspelze ist 2 bis 3 mm lang, die obere 3 bis 5 mm. Die Deckspelzen sind siebennervig mit gleichstark hervortretenden Nerven, 6 bis 7,5 mm lang, von länglich elliptischer Form, rau, häutig und oben weißlich-durchsichtig. Die Vorspelze ist zweinervig, 6 bis 7,5 mm lang, länglich-lanzettlich, am oberen Ende eingekerbt, die kurzen Zähne erreichen den oberen Rand der Deckspelze oder überragen diesen. Die Staubbeutel sind 2 bis 3 mm lang. Blütezeit ist Mai bis August (selten bis September).


Standort

Er wächst in Bachröhrichten, in stehenden oder langsam fließenden, flachen Gewässern, schlammigen Gräben, an Quellen, Teichen, Tümpeln, auf Flachmooren, auf nassen Wiesen, in Auwäldern und Waldsümpfen. Er kommt besonders auf kühlen, sickernassen oder flach überfluteten, eher kalkarmen, neutralen bis sauren Böden vor, die oft anmoorig sind, wasserundurchlässig, aber im Sommer austrocknend. Der Flutende Schwaden ist eine Licht- bis Halbschattenpflanze und eine Zeigerpflanze für Nässe und sauerstoffarmen Boden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Flutende Schwaden ist in Europa, besonders im Westen des Kontinents weit verbreitet. In Nordamerika wurde die Art eingeschleppt.

In Mitteleuropa ist der Flutende Schwaden verbreitet und kommt von der Ebene bis in Gebirgslagen vor. Im Schwarzwald steigt er bis 1420 m.

Verwendung in der Küche

Die Früchte wurden früher, etwa in Brandenburg und Polen, gesammelt und zur „Schwadengrütze“ oder „Frankfurter Grütze“ verarbeitet, die mit Milch oder Butter hergestellt wurde.
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Flutender Schwaden - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: Schlammboden / Schlickboden;
Boden Feuchte: nass;

Sonstige Verwendung

Der Flutende Schwaden ist ein mäßig ertragreiches Gras. Er liefert recht gutes, wenig verholzendes Futter, das gerne von Fischen oder Geflügel gefressen wird. Er ist begrenzt weidefest, seine Standorte sind jedoch oft Brutstätten der Leberegel. Die enthaltenden cyanogenen Glykoside werden beim Silieren unschädlich.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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