Wald-Ruhrkraut - Gnaphalium sylvaticum

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Heilpflanze Steingarten Alpenpflanze

<b>Wald-Ruhrkraut - <i>Gnaphalium sylvaticum</i></b>
Wald-Ruhrkraut - Gnaphalium sylvaticum
Bildquelle: Wikipedia User HermannSchachner; Bildlizenz: Public Domain;

Gnaphalium: gr. gnaphalon = Filz (Blattbehaarung); "Filzkraut", "Ruhr­kraut"
sylvaticus: waldbewohnend


Wald-Ruhrkraut - Gnaphalium sylvaticum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Wald-Ruhrkraut - Gnaphalium sylvaticum; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User BerndH">Wikipedia User BerndH</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 Unported (CC BY-SA 2.5)">CC BY 2.5</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gnaphalium_sylvaticum_200807.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gnaphalium_sylvaticum_200807.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gnaphalium_sylvaticum_200807.jpg</a>

Die mehrjährige Pflanze wird zwischen 10 und 40 Zentimeter, ausnahmsweise bis 80 Zentimeter hoch. Sie bildet zahlreiche nichtblühende frischgrüne Rosettenblätter. Der kräftige, aufrechte, meist unverzweigte Stängel ist weißfilzig.

Die grundständigen Blätter sind lanzettlich und kurzstielig, die zahlreichen wechselständigen einnervigen Stängelblätter linealisch und sitzend. Sie haben eine Länge von zwei bis sechs Zentimetern und eine Breite von drei bis vier Millimetern. Ihre Unterseite ist filzig, die Oberseite verkahlend.

Die Blütenköpfe bilden einen ährenförmigen Gesamtblütenstand, der ein Drittel bis fünf Sechstel der Stängellänge einnimmt. Sie haben einen Durchmesser von sechs bis neun Millimetern, eine bräunlich- bis gelblichweiße Farbe und enthalten jeweils etwa siebzig einzelne Blüten. Die fünf verwachsenen, meist zerschlitzten Hüllblätter sind überwiegend trockenhäutig und tragen in der Mehrzahl einen auffälligen dunklen Fleck. Der Same ist eine gelbbraune, längliche Nuss, deren mit unverzweigten oder nur schwach verzweigten kurzen Härchen besetzter Pappus leicht bräunlich oder rötlich ist. Blütezeit ist von Juli bis September.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56.


Standort

Es wächst häufig an Waldwegen, Lichtungen, Bahnstrecken, Sandgruben und Magerrasen. In den Alpen erreicht es eine Höhenlage von 1700 Metern. Die lichtliebende, stickstoffzeigende Pflanze bevorzugt kalkarme, mäßig frische Lehmböden. Sie ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Atropetalia.

Verbreitung/Vorkommen

Das Wald-Ruhrkraut ist in Europa heimisch und kommt auch in Ost-Amerika vor.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Das Wald-Ruhrkraut wurde früher gegen Durchfälle, Ruhr und Atemwegsprobleme eingesetzt. Heute findet es sich in Steingärten als Zierpflanze.
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Wald-Ruhrkraut - Garten/Anbau

Lichtanspruch: Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden;
Boden Feuchte: frisch;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig nährstoffreich;

Sonstiges

Das Wald-Ruhrkraut ist ein Nitrifizierungszeiger und ein Humuszehrer. Es erfolgt Selbstbestäubung und Insektenbestäubung.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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