Pflanzen aus der Kategorie "Heilpflanze"

Eine Heilpflanze (oder Drogenpflanze, Giftpflanze und Arzneipflanze) ist eine Pflanze, die wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann.

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Oregano - Origanum vulgare

Oregano
Dost war bereits den Griechen als Heilmittel bekannt (Dioscurides berichtet über sie im 1. Jahrhundert n. Chr.) und hatte vor allem im Mittelalter einen legendären Ruf. Hippokrates diente diese Pflanze zur Geburtsbeschleunigung und zur Heilung von Hämorrhoiden. In der modernen Pflanzenheilkunde findet der gewöhnliche Dost selten als Bestandteil einer Teemischung gegen krampfartige Magen- und Darmbeschwerden Verwendung. Oreganoöl zählt aufgrund... mehr

Birngrün - Orthilia secunda

Birngrün
Das Birngrün (Orthilia secunda) ist eine recht seltene Art aus der Unterfamilie der Wintergrün- und Fichtenspargelgewächse (Monotropoideae) innerhalb der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Die ausdauernde, verholzte Pflanze wird sieben bis 15 (25) Zentimeter hoch und bildet ein verzweigtes Rhizom aus, so dass die Sprosse meist klonal-truppweise wachsen. Die immergrünen Blätter sind unten nicht - wie bei den Pyrola-Arten - rosettig... mehr

Wald-Sauerklee - Oxalis acetosella

Wald-Sauerklee
Gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis gehört zu den Anwendungsgebieten von Zubereitungen aus Oxalisblättern die Anregung der aufbauenden Stoffwechseltätigkeit, z.B. bei Neigung zu Stauungen, Verstopfung und Ablagerungstendenzen bis zu Steinbildungen; Verkrampfungen der glatten Muskulatur, besonders im Unterleib. Auch bei Schockfolgen. Kommission C* (s.Quellen):... Zur Anregung der aufbauenden Stoffwechseltätigkeit, z.B.... mehr

Aufrechter Sauerklee - Oxalis stricta

Aufrechter Sauerklee
Die Pflanze wird 10 bis 30 cm hoch, der Stängel ist zuerst aufrecht und unverzweigt, später verzweigt er sich und wird niederliegend, bildet am Stängel aber keine Wurzeln. Der Aufrechte Sauerklee besitzt ein unterirdisch kriechendes Rhizom. Die Blätter sind hellgrün und ähnlich wie Kleeblätter geformt. Stängel und Blätter sind behaart.[1] Im Gegensatz zum verwandten Waldsauerklee Oxalis acetosella, der ein typischer Frühblüher ist, sind... mehr

Gemeine Pfingstrose - Paeonia officinalis

Gemeine Pfingstrose
Schon Theophrast, Plinius und Dioskurides vertrauten auf die medizinische Wirkung der Pfingstrose. Wie viele andere Heilkräuter wurden Päonien im Mittelalter in den Klostergärten kultiviert. Von hier aus gelangten sie auch in die Bauerngärten. Heute werden das Rhizom, die Samen und vor allem die Blütenblätter der Pfingstrose gegen Gicht eingesetzt, daher auch die Bezeichnung Gichtrose. Theophrast hat übrigens empfohlen, die heilkräftigen Früchte... mehr

Strauch-Pfingstrose - Paeonia suffruticosa

Strauch-Pfingstrose
Die Strauch-Pfingstrose wird in China wegen der krampflösenden Wirkung von Inhaltsstoffen der Wurzelrinde als Heilpflanze kultiviert.[1]

Arznei-Mohn - Papaver bracteatum

Arznei-Mohn
Der Milchsaft der Kapselfrucht enthält um die 6 % Alkaloide, deren wichtigste Vertreter das Oripavin und das Thebain sind. Beide sind strukturell mit Morphin verwandt, das aber selbst in der Pflanze nicht nachgewiesen werden konnte. Aus dem Alkaloid Thebain lassen sich auf industriellem Weg Codein und andere Analgetika herstellen. Bei gezüchteten Kultursorten des Arznei-Mohns bestehen bis zu 98 % der Alkaloide aus Thebain.[2] Zur Morphingewinnung... mehr

Türkischer-Mohn - Papaver orientale

Türkischer-Mohn
Der Türkische Mohn (Papaver orientale) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Er ist auch unter den Namen Morgenländischer Mohn, Orientalischer Mohn, Garten-Mohn, Stauden-Mohn und Feuer-Mohn bekannt. [1] Weltweit ist sie als beliebte Gartenzierpflanze im Gebrauch und für diesen Zweck gibt es eine ganze Reihe von Weiterzüchtungen. Die Pflanze ist insgesamt sehr viel größer als der in Mitteleuropa heimische Klatschmohn.... mehr

Klatsch-Mohn - Papaver rhoeas

Klatsch-Mohn
Der Klatschmohn galt früher als bedeutsame Heilpflanze. Heute findet er in der wissenschaftlichen Medizin keine Anwendung mehr, allerdings sehr wohl noch als Hausmittel in der Volksmedizin. Eingesetzt wird er bei Husten und Reizhusten, zur Beruhigung von Kleinkindern und als Tee gegen Schmerzen verschiedener Art. Laut K´Eogh (1735) soll man 4 bis 6 Kapseln in Wein abkochen, damit Schmerz gestillt und Schlaf gefördert werden. Im Gegensatz zur schmerzlindernden... mehr

Schlaf-Mohn - Papaver somniferum

Schlaf-Mohn
Morphin wird zur Schmerzbekämpfung bei starken Schmerzen, wie bei Tumoren, sowie bei chronischen Schmerzen verschiedenen Ursprungs eingesetzt, aber auch als Droge missbraucht. Morphin ist bei Gallen- und Nierenkoliken zur Schmerzstillung nicht geeignet. Morphin macht psychisch und physisch abhängig. Bei Überdosierung von Morphin setzt der Tod (Letale Dosis) durch Atemdepression ein. Codein besitzt nur 1/6 bis 1/12 der analgetischen Wirksamkeit... mehr

Aufrechtes Glaskraut - Parietaria officinalis

Aufrechtes Glaskraut
Als Heildroge dient die getrocknete ganze Pflanze. Als bisher wenig untersuchte Wirkstoffe werden genannt: Flavonoide, Kaffeesäure-Derivate, Bitterstoffe, viel Kaliumnitrat. Anwendungen: Der Droge wird eine gewisse harntreibende Wirkung nachgesagt. Sie ist zwar noch in wenigen Teemischungen und Fertigpräparaten enthalten, hat aber darüber hinaus heute als Heilpflanze keine Bedeutung mehr.

Sumpf-Herzblatt - Parnassia palustris

Sumpf-Herzblatt
Die Pflanze findet heute keine Verwendung mehr, wurde früher jedoch unter der Bezeichnung Herba et Flores Hepaticae albae seu Parnassiae offizinell als Mittel gegen Herzklopfen geführt. Weiters wurde versucht, Augenkrankheiten, Leberleiden und Durchfall mit ihr zu kurieren. Weitere Verwendung fand sie als Diureticum und sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Russland als Mittel gegen Epilepsie eingeführt. Als volkstümliches Mittel fand die... mehr

Pastinak - Pastinaca sativa

Pastinak
Der Pastinak (Pastinaca sativa), auch die Pastinake, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Pastinaken (Pastinaca) in der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Als Wildform gilt Pastinaca sativa ssp. sativa var. pratensis (Wiesen-Pastinak); die Kulturform Gemüse-Pastinak wird als Pastinaca sativa ssp. sativa var. sativa bezeichnet. Pastinak wächst als zweijährige krautige Pflanzen und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern. Es handelt... mehr

Zitronen-Geranie - Pelargonium graveolens

Zitronen-Geranie
graveolens: stark duftend, stinkend

Gewöhnliche Pestwurz - Petasites hybridus

Gewöhnliche Pestwurz
In der Volksmedizin werden verschiedene Zubereitungen der Pflanze auch als schleimlösende Hustenmittel und als Kühlmittel bei Insektenstichen eingesetzt. Im 19. Jahrhundert wurde erstmals die spasmolytische und analgetische Wirkung erkannt und die Pflanze bzw. deren Zubereitungen wurden für die medizinische Anwendung neu entdeckt. Heute werden Pestwurzextrakte in verschiedenen Phytopharmaka eingesetzt, wobei die spasmolytische Wirkung auf die... mehr

Petersilie - Petroselinum crispum

Petersilie
Die Petersilie (Petroselinum crispum) ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und kommt wildwachsend im Mittelmeergebiet und auf den Kanaren vor. In Europa und dem gesamten Mittelmeerraum gehören die je nach Sorte glatten oder krausen Blätter ihrer Zuchtformen zu den verbreitetsten Küchenkräutern; die besonders große Speicherwurzel der Varietät Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum subsp. tuberosum) dient... mehr

Arznei-Haarstrang - Peucedanum officinale

Arznei-Haarstrang
Die Art ist eine mehrjährige krautige Pflanze (Hemikryptophyt). Sie wird bis zu 2 m hoch und besitzt einen ausladenden Wuchs. Die Blätter sind mehrfach dreizählig geteilt. Deren Fiederabschnitte sind in jungem Zustand spitzwinklig nach vorn gerichtet, wodurch sich ein besenartiger Effekt ergibt. Später sind sie ausgebreitet, bis über 10 cm lang, 1 bis 3 mm breit und zugespitzt. Die Dolden sind groß und besitzen bis zu 4 Hochblätter (diese jedoch... mehr

Meisterwurz - Peucedanum ostruthium

Meisterwurz
Meisterwurz wird traditionell als Heilpflanze verwendet - war in der Antike aber offenbar unbekannt. Hildegard von Bingen kannte zwar eine Heilpflanze, die sie Astrencia nennt, dabei könnte es sich aber ebenso gut um die Große Sterndolde (Astrantia major) handeln. Im 16. Jahrhundert zumindest wurde der Meisterwurz Astrenz genannt, wohingegen die Große Sterndolde Schwartz Astrenz genannt wurde.

Wilde Blasenkirsche - Physalis alkekengi

Wilde Blasenkirsche
Die getrocknete Frucht der Lampionblume wird die „goldene Blume“ in der Unani-Medizin genannt, wo sie als antiseptisch, harntreibend, leberreinigend und beruhigend beschrieben ist.

amerikanische Kermesbeere - Phytolacca americana

amerikanische Kermesbeere
In Nordamerika wurde Phytolacca americana auch als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Sie wurde gegen Rheuma, andere Autoimmunerkrankungen, Drüsenschwellungen, Ulkus, Bronchitis und Krebs eingesetzt. Die getrockneten Wurzeln und Beeren haben schmerzstillende, entzündungshemmende, antirheumatische, auswurffördernde und narkotisierende Wirkung. Die Anwendung im Bereich der antiviralen Therapie bei Grippe, Polio und HIV-Infektion wird erforscht... mehr

Asiatische Kermesbeere - Phytolacca esculenta

Asiatische Kermesbeere
Aus altchinesischen Berichten geht hervor, dass die Pflanze in China bereits zwischen 1000 und 500 v. Chr. bekannt war und als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt wurde. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die Indische Kermesbeere zur Behandlung von Tumoren, Ödemen und bei bronchialen Beschwerden eingesetzt, in Tibet bei schmerzenden Verletzungen.

Fichte - Picea abies

Fichte
Bereits in mittelalterlichen Kräuterbüchern wurden medizinische Anwendungsmöglichkeiten der Fichte beschrieben: So sollten Abkochungen von Fichtenzapfen Warzen beseitigen und das Harz des Baumes bei Steinleiden, Hüftschmerzen und Wunden Linderung bringen. In der Volksmedizin galt ein Tee aus Fichtensprossen als probates Blutreinigungsmittel, das bei Gicht, Rheumatismus, Magenkrämpfen und Hautleiden Anwendung fand. Da nachgewiesen werden konnte,... mehr

Anis - Pimpinella anisum

Anis
Das aus den Früchten (Anisi fructus) durch Destillation gewonnene Anisöl wird aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung als Hustenmittel verwendet. Es wirkt aber auch antibakteriell und gegen Krämpfe und Blähungen. Anis regt die Drüsen des Magen-Darm-Traktes an. Anistee wird daher bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Koliken und Krämpfen eingesetzt. Für Anistee überbrüht man 1 Teelöffel Anis mit 1 Tasse kochendem Wasser und lässt die... mehr

Kleine Bibernelle - Pimpinella saxifraga

Kleine Bibernelle
Die Kleine Bibernelle hat medizinischen Nutzen, die Samen und Wurzeln des Krautes werden gesammelt.Die Bibernellenwurzel wirkt schleimlösend und ein Sud kann bei Erkrankungen des Rachens gegurgelt werden. Getrunken wirkt der Sud als Magenmittel aber auch harntreibendes und menstruationsfördernd. In der Likörindustrie wird die Wurzel auch zur Aromatisierung von Magenbittern eingesetzt.

Alpen-Fettkraut - Pinguicula alpina

Alpen-Fettkraut
Die Volksmedizin unterschied die verschiedenen Arten der Fettkräuter nicht weiter, setzte sie aber gegen Wunden, Geschwülste, Ischialgie, Leberleiden und Magen-, Brust- und Lungenerkrankungen ein. Ihr Nutzen gegen die genannten Krankheiten wird auf die in der Pflanze enthaltene Zimtsäure zurückgeführt.

Wald-Kiefer - Pinus sylvestris

Wald-Kiefer
Einige Produkte aus Kiefernbestandteilen haben angeblich Heilwirkung. Kiefernnadelöl (Oleum pini silvestris) ist das aus frischen Nadeln oder Zweigspitzen destillierte ätherische Öl. Es wird vor allem als schleimlösendes Mittel bei Bronchitis verwendet. Es besteht u.a. aus Pinen, aber sein typischer Geruch stammt dem hohen Gehalt an Bornylacetat. Terpentinöl wirkt hautreizend, antiseptisch und wird deshalb zu Einreibungen bei rheumatischen... mehr

Mastixstrauch - Pistacia lentiscus

Mastixstrauch
Mastix wird in Südosteuropa als Kauharz (türk. Damla Sakizi, dt. übersetzt „Tropfenkaugummi“) zur Desinfektion von Mund und Zähnen verwendet. Außerdem zur Zubereitung eines Raki oder Mastika genannten Schnapses (innerlich gegen Magenbeschwerden, äußerlich bei Rheuma oder zur Wundbehandlung)

Krähenfuß Wegerich - Plantago coronopus

Krähenfuß Wegerich
Der Arzt und Botaniker Hieronymus Bock führt ihn in seinem Kräuterbuch von 1546 als „Kräen- oder Rappenfüßlein“ auf und empfiehlt ihn als Heilkraut bei Nieren- und Blasenbeschwerden.

Spitzwegerich - Plantago lanceolata

Spitzwegerich
Die Pflanze wird gegen Katarrhe der Luftwege und entzündliche Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut eingesetzt. Die Wirksamkeit der Droge ist hier sowohl durch die einhüllende Wirkung der Schleimstoffe als auch durch die adstringierende Wirkung der Gerbstoffe sowie durch die antibakterielle Wirkung der Abbauprodukte der Iridoide (Aucubigenin aus Aucubin) zurückzuführen. Ferner kann sie äußerlich bei entzündlichen Veränderungen der... mehr

Breitwegerich - Plantago major

Breitwegerich
Der Breitwegerich ist ein verbreitetes Volksheilmittel. Er enthält Schleimstoffe[9] (Polysaccharide), Iridoid-Glykoside, besonders Aucubin,[10] Bitterstoffe, Gerbstoffe, Polyphenole, und andere Wirkstoffe.[11] Der Saft, bzw. Brei aus den Blättern wirkt entzündungshemmend und fördert die Wundheilung.[12] Neuere Studien verweisen auch auf eine mögliche antivirale und immunmodulatorische[13] Wirkung von Plantago major. Der Saft wurde volkstümlich... mehr
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