Pflanzen aus der Kategorie "Heilpflanze"

Eine Heilpflanze (oder Drogenpflanze, Giftpflanze und Arzneipflanze) ist eine Pflanze, die wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann.

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Langblättriger Sonnentau - Drosera longifolia

Langblättriger Sonnentau
Die Sekrete der Drosera-Arten sind schleimlösend. Noch heute wird in der Homöopathie/Anthroposophie Sonnentau gegen Husten verwendet, allerdings ist die Verwendung des Rundblättrigen Sonnentaus wegen seines Status als geschützte Art zugunsten importiertem Drosera madagascariensis und Sonnentauarten aus Zuchten zurückgegangen.

Rundblättriger Sonnentau - Drosera rotundifolia

Rundblättriger Sonnentau
Noch vor der Erkenntnis, dass der Rundblättrige Sonnentau karnivor ist, wurde die Pflanze im 12. Jahrhundert von Matthaeus Platearius, einem italienischen Arzt aus der Schule von Salerno, unter dem Namen „herba sole“ als Heilkraut gegen Reizhusten beschrieben. Später fand er auch Verwendung gegen jede Art von Lungenleiden, Schwindsucht, Epilepsie oder Geisteskrankheit.

Gewöhnlicher Wurmfarn - Dryopteris filix-mas

Gewöhnlicher Wurmfarn
Die Wedel dieses bis in den Winter grün bleibenden, 30-120 cm hohen Farnes sind in einer trichterförmigen Rosette angeordnet. Sie erreichen eine Länge von 30 bis 140 (160) Zentimetern. Der kurze Blattstiel ist locker mit gelbbraunen Spreuschuppen besetzt. Das Blatt ist zweifach gefiedert und läuft spitz zu; die Verschmälerung zum Grund hin ist weniger ausgeprägt. Die abgerundeten Fiederchen sind am Rand scharf gesägt. Die Fiederspindel, also... mehr

Roter Sonnenhut - Echinacea purpurea

Roter Sonnenhut
Der Sonnenhut ist als alte Heilpflanze bekannt. Schon die Indianer Nordamerikas nutzten angeblich den Sonnenhut als Heilpflanze gegen Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Heute wird er zur Unterstützung bei Atemwegs- oder Harnwegs-Infekten, sowie äußerlich bei schlecht heilenden Wunden eingesetzt. Dabei finden vor allem die Arten Echinacea purpurea, pallida und angustifolia Verwendung. Jedoch konnte eine medizinische Wirkung nicht belegt... mehr

Quecke - Elymus repens

Quecke
Die getrockneten Rhizome und Wurzeln werden als Teedroge eingesetzt und kommen als Fertigarzneimittel auf den Markt. Sie werden traditionell als harntreibendes Mittel bei Entzündungen der Harnwege oder zur Vorbeugung von Nierengrieß verwendet. Als Inhaltsstoffe konnten nachgewiesen werden: Polysaccharide, vor allem Fructan und Tridicin, Zuckeralkohole, Schleimstoffe, Kieselsäure, wenig ätherisches Öl mit dem Polyinkohlenwasserstoff Agropyren... mehr

Schwarze Krähenbeere - Empetrum nigrum

Schwarze Krähenbeere
In der Volksmedizin wurden Beeren wegen ihres hohen Gehaltes an Vitamin C gegen Skorbut und dank ihres Gerbstoffgehaltes gegen Durchfall verwendet.

Kleinblütiges Weidenröschen - Epilobium parviflorum

Kleinblütiges Weidenröschen
In der Volksheilkunde schreibt man dem Kleinblütigen Weidenröschen einen günstigen Effekt bei Prostataleiden zu. Seltener wird auch berichtet, dass es bei Blasen- und Nierenerkrankungen helfe. Wissenschaftliche Versuche haben gezeigt, dass ein Extrakt aus der Pflanze auch antibakteriell wirkt und das Wachstum von Escherichia coli hemmt.[5]

Acker-Schachtelhalm - Equisetum arvense

Acker-Schachtelhalm
Bereits im Altertum wurde der Acker-Schachtelhalm in der Heilkunde als Lieferant von Kieselsäure geschätzt, Dioskurides lobt seine blutstillende Kraft und Plinius der Ältere behauptet über ihn sogar, dass die blutstillende Kraft so groß sei, dass es genüge, ihn bloß in der Hand zu halten. Sebastian Kneipp machte den Acker-Schachtelhalm als Heilpflanze wieder bekannt, er setzte ihn ein zur Behandlung von Störungen bei der Wundheilung und gegen... mehr

Alpenbalsam - Erinus alpinus

Alpenbalsam
Die mehrjährige krautige Pflanze wächst lockerrasig und erreicht Wuchshöhen zwischen fünf und 20 cm. Die Laubblätter sind am Grund in Rosetten angeordnet und gestielt. Am Stängel sind die Blätter wechselständig, sitzend und bis zu zwei Zentimeter lang. Diese sind spatelig, grob kerbrandig zerstreut behaart. Die Blüten sind doldenartig in den obersten Blattachseln. Die rotlila Krone wird bis zu 10 mm lang mit 5 mm langer Röhre und flach... mehr

Garten-Senfrauke - Eruca sativa

Garten-Senfrauke
In der traditionellen Volksheilkunde gilt die Garten-Senfrauke als appetitanregend und harntreibend.

Acker-Schöterich - Erysimum cheiranthoides

Acker-Schöterich
Der Acker-Schöterich wird in der Naturheilkunde heute nur noch selten verwendet da er giftig ist. Zur Anwendung kommen sein frisches Kraut, seine Samen und Wurzen. Das Sammeln der Blätter kann in der Zeit von ca. Juni bis September erfolgen. Seine Wirkung verdankt er den herzwirksamen Glykosiden, die Cheiranthoside genannt werden.[5] In der Naturheilkunde wird ihm Wirksamkeit gegen Herzschwäche, Krampfhusten, Würmer und Hautausschläge zugeschrieben.

Goldlack - Erysimum cheiri

Goldlack
Früher verwendete man die Blüten, den Samen und das Kraut des Goldlacks auch als Heilpflanze[12], u.a. gegen Hautjucken, Geschwüre, bei Milzerkrankungen sowie zur Förderung von Menstruation und Geburt. Im 1. Jh. beschrieb Dioskurides ein „Leukoion“, das er nach der Blütenfarbe (weiß, gelb, blau oder purpurfarben) in vier Unterarten aufteilte. Nur das gelbe „Leukoion“, das von den Vätern der Botanik als Goldlack gedeutet wurde[2][3][4],... mehr

Kalifornischer Mohn - Eschscholtzia californica

Kalifornischer Mohn
Die Blätter des Kalifornischen Mohns wurden bereits von den amerikanischen Ureinwohnern für medizinische und spirituelle Zwecke genutzt. Insbesondere wurde er von ihnen als Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie als mildes Schmerzmittel verwendet. Die abgekochten Blüten sollen sie als Mittel gegen Läuse in die Haare gerieben haben. Die Frauen des Indianerstammes der Cahuilla sollen die Pollen als Kosmetikmittel verwendet haben.Ihre Inhaltsstoffe... mehr

Wasserdost - Eupatorium cannabinum

Wasserdost
Wasserdost wird seit langem als Heilpflanze verwendet. Er ist auch heute noch Bestandteil vieler pflanzlicher Arzneimittel. Traditionell wird Eupatorium cannabinum bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, bei Fieber und bei grippalen Infekten und Erkältung eingesetzt. Die immunstimulierende Wirkung ist in erster Linie auf den Gehalt von immunstimulierenden Polysacchariden zurückzuführen.