Pflanzen aus der Kategorie "Heilpflanze"

Eine Heilpflanze (oder Drogenpflanze, Giftpflanze und Arzneipflanze) ist eine Pflanze, die wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann.

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Gemeiner Erdrauch - Fumaria officinalis

Gemeiner Erdrauch
Bereits Plinius hat die Pflanze erwähnt. Der Gewöhnliche Erdrauch wurde früher als Heilpflanze bei Leber- und Gallenerkrankungen verwendet. Er ist auch heute noch in vielen Teemischungen, die bei Leberleiden helfen sollen, enthalten. Vor einer Anwendung durch den Laien wird allerdings gewarnt. Die Wirkung beruht auf sieben verschiedenen Alkaloiden, von denen das Protopin besonders wichtig ist. Eine besondere Rolle spielt auch die in größerer... mehr

Geißraute - Galega officinalis

Geißraute
Die Droge heißt Galegae herba, Herba Galegae oder Herba Rutae capriariae und verwendet werden die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten, oberirdischen Pflanzenteile. Das getrocknete Kraut wurde früher zur Anregung der Milchsekretion eingenommen. Heute findet es sich als leicht blutzucker-senkender Tee im Handel. Untersuchungen an der Universitäts-Frauenklinik Graz belegen die seit langem bekannte milchfördernde Wirkung von Galega... mehr

Saat-Hohlzahn - Galeopsis segetum

Saat-Hohlzahn
Wegen der im Gelben Hohlzahn enthaltenen Gerbstoffe und Saponine ist ein Tee aus den oberirdischen Pflanzenteilen schleimlösend und wird manchmal als Hustenmittel angewendet.

Echtes Labkraut - Galium verum

Echtes Labkraut
Aufgrund seiner volkstümlich genutzten harntreibenden Eigenschaften soll sich Labkraut-Tee als hilfreich bei Gallen- und Nierensteinleiden erwiesen haben. Einen Beleg für die Wirksamkeit gibt es nicht.

Niedere Scheinbeere - Gaultheria procumbens

Niedere Scheinbeere
Schon die Indianer Nordamerikas verwendeten die Niedere Scheinbeere medizinisch, zum Beispiel zur Behandlung von Rückenschmerzen, Rheuma, Fieber und Kopfschmerzen. Noch heute wird das Wintergreen Oil als schmerzstillend, adstringierend und durchblutungsfördernd angewendet, da es eine große chemische Nähe zum Aspirin (Acetylsalicylsäure) aufweist.

Färber-Ginster - Genista tinctoria

Färber-Ginster
Die Pflanze wird in der Volksmedizin als Diuretikum angewandt, es wirkt auch verdauungsfördernd.

Schwalbenwurz-Enzian - Gentiana asclepiadea

Schwalbenwurz-Enzian
Die ganze Pflanze, besonders die Wurzel, enthält wie alle Enziane bittere Glykoside und wurde medizinisch verwendet. In der Volksheilkunde schrieb man ihm Heilkraft gegen Tollwut zu und gebrauchte ihn bei Hundebiss (Bitzwurzen), in der Tierheilkunde als Mittel gegen Klauenerkrankungen (Kloawurz).

Gelber Enzian - Gentiana lutea

Gelber Enzian
Verwendet werden die unterirdischen Pflanzenteile. Als Droge Enzianwurzel, Gentianae radix dienen die getrockneten, zerkleinerten, unterirdischen Pflanzenteile. Sie sind reich an Zuckern (z. B. Gentiobiose) und Bitterstoffen (Gentianopicrin und Amarogentin). Die Bitterstoffe dienen eigentlich als Schutz vor Tierfraß. Arzneilich wird die Droge als Bittermittel, z. B. als appetitanregender Magenbitter, Aperitif und für Schnaps verwendet (z. B. Enzian... mehr

Ungarischer Enzian - Gentiana pannonica

Ungarischer Enzian
Gilt als alte Arzneipflanze und wird wie der Gelbe Enzian genutzt. Da sie in früherer Zeit intensiv genutzt wurde sind ihre Bestände auf kleinere Restpopulationen zusammengeschrumpft. Daher führt die IUCN diese Art in der Kategorie Near Threatened (potenziell gefährdet) [2]. Zum Schutz der Art sind Lebensraummanagementpläne vorgesehen oder werden umgesetzt.

Tüpfel-Enzian - Gentiana punctata

Tüpfel-Enzian
Der „Wurzelstock“, eigentlich das Rhizom des Tüpfel-Enzians wird ähnlich wie der des Gelben Enzians arzneilich und zur Schnapsherstellung verwendet, er enthält aber Bitterstoffe in geringerer Konzentration.

Purpur-Enzian - Gentiana purpurea

Purpur-Enzian
Die Wurzel gilt als die beste für die Erzeugung von Enzianschnaps.

Felsen Storchschnabel - Geranium macrorrhizum

Felsen Storchschnabel
Pharmazeutisch verwendet wird das Zdravec-Öl.

Sumpf Storchschnabel - Geranium palustre

Sumpf Storchschnabel
Wird gegen Durchfall, Nasenbluten und Magenkatarrh verwendet.

Stinkender Storchschnabel - Geranium robertianum

Stinkender Storchschnabel
Ruprechtskraut wurde in der traditionellen Volksheilkunde als Heilmittel bei Zahnschmerzen, Prellungen, Fieber, Gicht, Nieren- oder Lungenleiden, Herpes und Nasenbluten verwendet. Der Aufguss von der Pflanze wurde als Stärkungsmittel eingesetzt und galt auch als wirksam gegen Durchfall. Auf Wunden aufgelegt sagt man ihm antiseptische Wirkung nach. Aufgrund des eigenartigen Geruchs der zerriebenen Blätter wird es auch als mückenabwehrende Pflanze... mehr

Blutroter Storchschnabel - Geranium sanguineum

Blutroter Storchschnabel
Der Blutrote Storchschnabel ist eine ausdauernde Pflanze und besitzt ein dickes Rhizom. Dieses ist verzweigt, weit kriechend, rund 1 cm dick, mit Niederblättern besetzt und innen rot. Die Sprosse sind dicht mit 1 bis 2,5 mm langen, waagrecht oder nach hinten abstehenden Haaren besetzt bis fast kahl. Drüsenhaare sind selten. Die Sprosse sind hellgrün, im Herbst blutrot. Die Pflanzen erreichen Wuchshöhen von 15 bis 50 (selten 60) cm. Die Stängel... mehr

Berg-Nelkenwurz - Geum montanum

Berg-Nelkenwurz
Auch die Blätter enthalten Gerbstoffe, die früher offizinell verwendet wurden. In der Volksheilkunde gegen Ruhr und Blutharnen, daher Volksname Ruhrwurz und Trüebchrut.

Gewöhnliche Nelkenwurz - Geum urbanum

Gewöhnliche Nelkenwurz
Anthroposophische Medizin: Kommission C* (s.Quellen):... Anregung der Ich-Organisation im oberen Verdauungstrakt, z.B. bei entzündlichen Veränderungen der Schleimhaut, funktionellen Störungen der Sekretion und Peristaltik, Durchfällen.

Ginkgo - Ginkgo biloba

Ginkgo
In der heutigen Heilkunde wird dem Ginkgo (Samen und Extrakte aus Blättern) vornehmlich eine durchblutungsfördernde Wirkung zugesprochen. Pflanzenteile oder Extrakte werden daher zum Zwecke einer mentalen Leistungssteigerung durch eine mutmaßlich verbesserte Durchblutung des Gehirns eingenommen. Wegen der angenommenen durchblutungsfördernden Wirkung sowie der antioxidativen und neuroprotektiven Eigenschaften von Ginkgo biloba werden Extrakte dieser... mehr

Gelber Hornmohn - Glaucium flavum

Gelber Hornmohn
Die Wurzeln des Gelben Hornmohn wurde im antiken Griechenland abgekocht und der Sud als Heilmittel gegen Ruhr verwendet.

Gundermann - Glechoma hederacea

Gundermann
Gundermann wurde gemäß dem „New Kreüterbuch“ von Leonhart Fuchs (1543) gegen Hüftweh, Gelbsucht, Leberleiden, und als harn- und schweißtreibendes Mittel gegen Gifte eingesetzt. Hildegard von Bingen empfahl die Verwendung der Pflanze gegen Kopf- und Ohrenschmerzen. Heute wird er von Kräuterheilern gegen Abszesse, Tumore und Augenprobleme verwendet. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird er auch zur Behandlung von Lungenentzündung... mehr

Echtes Süßholz - Glycyrrhiza glabra

Echtes Süßholz
Süßholzwurzel wirkt aufgrund der enthaltenen Saponine, vor allem der Glycyrrhizinsäure, expektorierend (auswurffördernd), sekretolytisch (schleimverflüssigend) und sekretomotorisch (schleimlösend). Bei Süßholzextrakten wurde eine antibakterielle und antimykotische Wirkung nachgewiesen. Typische Anwendungsgebiete sind Husten, Bronchialkatarrh und andere Erkrankungen der oberen Atemwege. Bei Gastritis und Magengeschwüren findet die Süßholzwurzel... mehr

Wald-Ruhrkraut - Gnaphalium sylvaticum

Wald-Ruhrkraut
Das Wald-Ruhrkraut wurde früher gegen Durchfälle, Ruhr und Atemwegsprobleme eingesetzt. Heute findet es sich in Steingärten als Zierpflanze.

Gottes-Gnadenkraut - Gratiola officinalis

Gottes-Gnadenkraut
Von verschiedenen Autoren wird die Pflanze in die Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae), der Gratiolaceae oder Veronicaceae gestellt. Nach neueren molekularbiologischen Untersuchungen ist sie zunächst nach der Angiosperm Phylogeny Group (APG) in die Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) aufgenommen. Die Familienzuordnung ist jedoch noch nicht abschließend geklärt Die mehrjährige, krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen... mehr

Virginische Zaubernuss - Hamamelis virginiana

Virginische Zaubernuss
Hamamelisextrakt, gewonnen durch das Aufkochen der Zweige und Äste, wurde von den Indianern Nordamerikas vielfältig angewendet, besonders zur Behandlung von Blutungen, Schnitt- und Kratzwunden, Prellungen, sowie äußerlichen Entzündungen und Entzündungen im Augenbereich. Der Geschmack der Rinde und Blätter ist zunächst bitter, adstringierend, dann scharf und schließlich süßlich. Es bleibt ein lang anhaltender Nachgeschmack im Mund. Hamamelis... mehr

Zaubernuss - Hamamelis x intermedia

Zaubernuss
Gemäß der anthroposophischen Menschen- und Naturerkenntnis gehören zu den Anwendungsgebieten als z.B. Salbe die Anregung und die Strukturierung der Heilungsprozesse bei Wunden und Gefäßdeformationen, z.B. Hämorrhoiden, Hauteinrisse im Analbereich, Beschwerden bei Krampfadern, (variköser Symptomenkomplex), Unterschenkelgeschwür, Ekzeme. Kommission C* (s.Quellen):... Anregung und Strukturierung der Heilungsprozesse bei Wunden und Gefäßdeformationen,... mehr

Efeu - Hedera helix

Efeu
Zubereitungen aus Efeublättern finden wegen – in niedrigen Dosen – expektorierender und spasmolytischer Eigenschaften Anwendung bei Bronchialerkrankungen, Krampf- und Reizhusten. In höheren Dosen wirkt der Extrakt jedoch reizend auf Schleimhäute und die Haut.[25] In der Volksheilkunde wird ein Efeu-Umschlag bei Nervenschmerzen empfohlen. Als Salbe wird Efeu auch kosmetisch bei Orangenhaut eingesetzt.

Sonnenblume - Helianthus annuus

Sonnenblume
Das Öl der Kerne stärkt Herz und Kreislauf, sorgt für starke Knochen und dient der Vorbeugung gegen Zahnfleischbluten und Parodontose.In der russischen und ukrainischen Volksmedizin wird das Ölziehen als ein uraltes Heilmittel durchgeführt. Diese Methode wird zur Entgiftung und Entschlackung des Organismus angewandt.

Topinambur - Helianthus tuberosus

Topinambur
Topinambur (Helianthus tuberosus) ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume (Helianthus annuus). Ebenso wie die Sonnenblume hat sie große Blätter und (allerdings kleine) kräftig-gelbe Blüten. Die mehrjährige krautige Pflanze wird bis zu drei Meter hoch. Aus den Knollen bilden sich aufrechte Stängel. An diesen sitzen gestielte, eiförmige, rauhe Blätter. Diese werden sieben... mehr

Christrose - Helleborus niger

Christrose
Die Christrose wurde schon in der Antike bei Durchfällen, Psychosen und Hämorrhoiden angewandt. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie zur Therapie von Herzschwäche, auch als Alternative zu Digitalis-Präparaten eingesetzt und auch als wasserausschwemmendes Mittel verwendet. In der Volksheilkunde wurde die Wurzel abgekocht und zur Behandlund von Epilepsie, Hysterie, Melancholie, Menstruationsstörungen, Verstopfung, Leberleiden,... mehr

Grüne Nieswurz - Helleborus viridis

Grüne Nieswurz
Die Grüne Nieswurz ist eine mehrjährige krautige Pflanze, welche typischerweise 20 bis 40 Zentimeter hoch wird, aber auch eine Höhe von bis zu 60 Zentimeter erreichen kann. Die Sprossachsen sind bis zum Blütenstand unbehaart. Die sommergrünen, lang gestielten, sieben- bis neunteiligen Blätter sind handförmig geteilt und haben gesägte Abschnitte. Die Laubblätter gehen fließend über die Hochblätter in die Blütenblätter, bei welchen es... mehr
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