Filziger Alpenlattich - Homogyne discolor

Familie: Asteraceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Alpenpflanze

<b>Filziger Alpenlattich - <i>Homogyne discolor</i></b>
Filziger Alpenlattich - Homogyne discolor
Bildquelle: Wikipedia User Tigerente; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Homogyne: gr. homos = gleich, gyne = weiblich (die weibl. Zun­gen­blü­ten öffnen sich gleichzeitig mit den zwittrigen Röhrenblüten); "Al­pen­lat­tich"
discolor: ungleichfarbig, bunt


Filziger Alpenlattich - Homogyne discolor; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Aroche">Wikipedia User Aroche</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Vegetative Merkmale

Der Filz-Brandlattich wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern. Der unverzweigte Stängel ist wollig behaart und hat meist zwei bis drei schuppenförmige Stängelblätter.

Die grundständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist bei einer Breite von 10 bis 20 Millimetern rundlich und nierenförmig gekerbt. Die glänzende Blattoberseite ist fast kahl und dunkelgrün, mit eingesenkten Nerven, wodurch die Blattspreite runzelig erscheint. Die Blattunterseite ist dicht grau- bis weißfilzig.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die einreihigen Hüllblätter sind braunrot. In einem endständigen Körbchen befinden sich 30 bis 40 hellpurpurfarbene bis blassrötliche Röhrenblüten. Der Pappus der Achäne ist schmutzigweiß.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 60.

Blütenbiologie
Die stark reduzierten Randblüten haben einen stark herausragenden Narbenlappen, haben einen verkümmerten Kronsaum, sind rein weiblich und enthalten keinen Nektar. Die zwittrigen Scheibenblüten sind vormännlich. Da die Blütenbesucher – vor allem Falter und Fliegen, nur selten Hummeln – zuerst auf die Randblüten stoßen, ist die Fremdbestäubung weitgehend gesichert.


Standort

Als Standort bevorzugt dieser Kalkzeiger steinige Rasen, Zwergstrauchheiden und Schneeböden. Der Filz-Brandlattich gedeiht in Höhenlagen von etwa 1400 bis 2400 Metern. Der Filz-Brandlattich ist eine Charakterart des Verbandes Arabidion caeruleae, kommt aber auch in Gesellschaften des Poion alpinae vor.

Verbreitung/Vorkommen

Der Filz-Brandlattich ist nur in den Ostalpen von Bayern über Österreich bis Venetien verbreitet. In Deutschland kommt der Filz-Brandlattich nur in den Berchtesgadener Alpen vor.

In Österreich ist die Art in den Kalkalpen häufig, in den Zentralalpen sehr selten von der subalpinen bis alpinen Höhenstufe. Sie fehlt im Westen (Vorarlberg und Tirol) sowie im Burgenland und Wien.
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Filziger Alpenlattich - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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