Filziger Alpenlattich - Homogyne discolor

Familie: Korbblütler

Kategorie: Alpenpflanze  

Filziger Alpenlattich Info

Homogyne: gr. homos = gleich, gyne = weiblich (die weibl. Zun­gen­blü­ten öffnen sich gleichzeitig mit den zwittrigen Röhrenblüten); "Al­pen­lat­tich"
discolor: ungleichfarbig, bunt

Vegetative Merkmale

Der Filz-Brandlattich wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 15 Zentimetern. Der unverzweigte Stängel ist wollig behaart und hat meist zwei bis drei schuppenförmige Stängelblätter.

Die grundständigen Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist bei einer Breite von 10 bis 20 Millimetern rundlich und nierenförmig gekerbt. Die glänzende Blattoberseite ist fast kahl und dunkelgrün, mit eingesenkten Nerven, wodurch die Blattspreite runzelig erscheint. Die Blattunterseite ist dicht grau- bis weißfilzig.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die einreihigen Hüllblätter sind braunrot. In einem endständigen Körbchen befinden sich 30 bis 40 hellpurpurfarbene bis blassrötliche Röhrenblüten. Der Pappus der Achäne ist schmutzigweiß.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 60.

Blütenbiologie
Die stark reduzierten Randblüten haben einen stark herausragenden Narbenlappen, haben einen verkümmerten Kronsaum, sind rein weiblich und enthalten keinen Nektar. Die zwittrigen Scheibenblüten sind vormännlich. Da die Blütenbesucher – vor allem Falter und Fliegen, nur selten Hummeln – zuerst auf die Randblüten stoßen, ist die Fremdbestäubung weitgehend gesichert.


Standort

Als Standort bevorzugt dieser Kalkzeiger steinige Rasen, Zwergstrauchheiden und Schneeböden. Der Filz-Brandlattich gedeiht in Höhenlagen von etwa 1400 bis 2400 Metern. Der Filz-Brandlattich ist eine Charakterart des Verbandes Arabidion caeruleae, kommt aber auch in Gesellschaften des Poion alpinae vor.

Verbreitung/Vorkommen

Der Filz-Brandlattich ist nur in den Ostalpen von Bayern über Österreich bis Venetien verbreitet. In Deutschland kommt der Filz-Brandlattich nur in den Berchtesgadener Alpen vor.

In Österreich ist die Art in den Kalkalpen häufig, in den Zentralalpen sehr selten von der subalpinen bis alpinen Höhenstufe. Sie fehlt im Westen (Vorarlberg und Tirol) sowie im Burgenland und Wien.

Filziger Alpenlattich Steckbrief

Blütenfarbe: rot, rosa oder purpurn; weiß;
Höhe/Länge von 10cm bis 15cm
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: Gebirge; Heide; Steinrasen, Steinschuttfluren;
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattrand: ganzrandig; gekerbt; gewellt;
Behaarung: ganze Pflanze auffällig stark behaart
Trockenfrüchte: Achäne
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Zeigerpflanze: Kalkzeiger;
Höhenstufe min: 1400m
Höhenstufe max. in den Alpen: 2400m
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;

Filziger Alpenlattich Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Asteridae - Asternähnliche
Ordnungsgruppe:
Campanulatae - Glockenblütige
Ordnung:
Asterales - Asternartige
Familie:
Asteraceae
Gattung:
Homogyne
Art:
discolor

Filziger Alpenlattich Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Ekzem-Entoxin® NSpasmo-Entoxin®Adenolin-Entoxin® NN
Broncho-Entoxin® N

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie R (extrem seltene Arten und Arten mit geographischen Restriktionen)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie R (Extrem selten)


Weitere Pflanzen der Gattung Homogyne



 

QR-Code für Filziger Alpenlattich

Scanne den QR-Code und hole die Pflanze ohne zu Tippen auf Dein Smartphone



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz