Gewöhnlicher Wassernabel - Hydrocotyle vulgaris

Familie: Araliáceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Wasserpflanze Gartenteich

<b>Gewöhnlicher Wassernabel - <i>Hydrocotyle vulgaris</i></b>
Gewöhnlicher Wassernabel - Hydrocotyle vulgaris
Bildquelle: Frank Meyer 2012; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Hydrocotyle: gr. hydor = Wasser, kotyle = Nabel (Blattform); "Was­ser­nabel"
vulgaris: allgemein, gewöhnlich

Die Wildform des gewöhnlichen Wassernabels ist in Deutschland fast verschwunden.

Gewöhnlicher Wassernabel - Hydrocotyle vulgaris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fice">Wikipedia User Fice</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; Gewöhnlicher Wassernabel - Hydrocotyle vulgaris; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905">Carl Axel Magnus Lindman Bilder ur Nordens Flora 1901-1905</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>;

Die nur fünf bis 20 Zentimeter hohe Sumpfpflanze bildet zahlreiche, bis zu einem Meter lange, kriechende Ausläufer, an denen rundliche, am Rand gekerbte, schildförmige Blätter wachsen. Diese können einen Durchmesser von bis zu vier Zentimetern haben, sind aber oft kleiner. Der Ansatz der langen, behaarten Blattstiele befindet sich in der Mitte der Blattunterseite. Die Oberseite ist frischgrün, glänzt wächsern und zeigt eine deutliche, radiär verlaufende Nervatur. Die winzigen Blüten stehen in wenigblütigen Dolden oder Wirteln, wobei ihre Stiele etwa halb so lang sind wie die der Blätter. Ihre Kronblätter sind grünlich, weiß oder rötlich. Die Blütezeit reicht von Juli bis August; meist erfolgt Selbstbestäubung. Hydrocotyle vulgaris ist ein Lichtkeimer.


Standort

Bevorzugte Biotope sind Niedermoore, Sumpf- und Moorwiesen, Graben-, Schlenken- und Moortümpelränder, wo Standorte mit wechselnassen bis nassen, mäßig sauren bis neutralen, kalkarmen, aber etwas basenreicheren, offenen Torf-, Humus- und Anmoorböden besiedelt werden.

Verbreitung/Vorkommen

Der Gewöhnliche Wassernabel ist in Europa subatlantisch (bis submediterran) verbreitet; er kommt vor allem in tieferen Lagen vor. Dementsprechend ist er in Deutschland im Norden häufiger; im Süden dagegen relativ selten. In Österreich kommt die Art nur im Waldviertel und im Bodensee-Gebiet vor und gilt als vom Aussterben bedroht. Weitere Vorkommen findet man in der Kaukasusregion mit Aserbaidschan und Georgien.
Gemmoextrakt: Tilia tomentosa - SilberlindeDr. Koll Gemmoextrakt: Ficus carica - Feige
Gemmoextrakt: Rubus idaeus - HimbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Vitis vinifera - Weinrebe

Gewöhnlicher Wassernabel - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkarmer / kalkfreier Boden; torfiger Boden / Torfboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; neutral;
Boden Feuchte: nass;
Boden Nährstoffgehalt: mäßig basenreich;

In Wildpflanzengärten ist die Art ein dankbarer Besiedler von Gartenteichen.

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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