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Sumpf-Schwertlilie

Iris pseudacorus L.

Die Sumpf-Schwertlilie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen 50 bis 100 cm erreichen kann. Sie hat ein dickes, waagerecht kriechendes Rhizom ("Wurzelstock"). Die graugrünen, schwertförmigen, linealen Laubblätter sind bis zu 90 cm lang und 1 bis 3 cm breit, mit starker Mittelrippe und sind zweizeilig angeordnet.

Der Blütenstand ist eine Einzelblüte. Die gelben, zwittrigen, zygomorphen, dreizähligen Blüten haben wie bei allen Schwertlilien drei dunkel geaderte Hängeblätter sowie drei aufrecht stehende Domblätter. Sie bildet dreikammerige, zylindrische Kapselfrüchte, die 4 bis 8 cm lang sind und viele Samen enthalten.

Alle Pflanzenteile sind giftig. Die höchste Konzentration befindet sich in den Rhizomen (Wurzelstöcken), die auch Gerbstoffe enthalten. Die auch als „Falscher Kalmus“ bezeichnete Pflanze bzw. ihr Wurzelstock, auch „Gilgenwurzel“ genannt, wurde früher zu verschiedenen medizinischen Zwecken eingesetzt.

Giftige Pflanzenteileganze Pflanze
Giftigstes PflanzenteilRhizom
GiftstoffeScharfstoffe, Iridoide, Iridoidglykoside

Folgesymptome

Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schleimhautreizung, Herzrhythmusstörungen, Herzklopfen, Schluckbeschwerden

Symptome bei Hautkontakt

allergische Reaktion, Hautreizung, Rötung, Schleimhautreizung, Brennen auf der Haut

Sofortmaßnahmen

sofort Gabe von 10g Kohle-Pulver (Kohle-Pulvis), Erbrechen lassen, Haut-Schleimhautkontakt: Haut mit Wasser spülen

Verbreitung & Vorkommen

Verbreitet ist sie in großen Teilen des westlichen Eurasiens. In Deutschland ist sie fast in allen Regionen bis auf höhere Gebirgslagen zu finden.

Sumpf-Schwertlilien sind an den Ufern und in den Verlandungszonen stehender und fließender Gewässer, auf Niedermooren und in Bruchwäldern zu finden.

Als Standort bevorzugt die Sumpf-Schwertlilie einen sonnigen bis lichtschattigen Platz, der nass bis feucht ist. Besonders gut gedeiht sie direkt im Wasser bis zu 20 cm - verträgt durchaus aber auch bis zu 40 cm Tiefe, bei der sie aber nicht so viel blüht. Besonders geeignet sind schwere Lehmböden.

Die Sumpf-Schwertlilie wird häufig an neuen Standorten in der freien Natur angesiedelt (sogenannte Ansalbung). Diese Ausbringung ist jedoch als Florenverfälschung zu bewerten und nach § 41 des Bundesnaturschutzgesetzes genehmigungspflichtig.

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