Salzwiesen-Schwertlilie - Iris spuria

Familie: Iridaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: verwildernde Zierpflanze

<b>Salzwiesen-Schwertlilie - <i>Iris spuria</i></b>
Salzwiesen-Schwertlilie - Iris spuria
Bildquelle: Wikipedia User DavidDelon; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_maritima_smdl_01.JPG


Iris: gr. iris = Göttin des Regenbogens (vielfarbige Blü­ten); "Schwert­li­lie"
spurius: unecht, unehelich


Salzwiesen-Schwertlilie - Iris spuria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Fred.ecommonswiki">Wikipedia User Fred.ecommonswiki</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_(Curtis).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_(Curtis).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_(Curtis).jpg</a>Salzwiesen-Schwertlilie - Iris spuria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Josve05a">Wikipedia User Josve05a</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_-_Flickr_-_peganum_(2).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_-_Flickr_-_peganum_(2).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_-_Flickr_-_peganum_(2).jpg</a>Salzwiesen-Schwertlilie - Iris spuria; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Ghislain118">Wikipedia User Ghislain118</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_ssp_maritima_4_(Espagne).jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_ssp_maritima_4_(Espagne).jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Iris_spuria_ssp_maritima_4_(Espagne).jpg</a>

Die Bastard-Schwertlilie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 30 und 50 Zentimetern erreicht. Die Art ist ein Kryptophyt und bildet unterirdisch ein verzweigtes Rhizom aus. Der Stängel ist aufrecht und fast rund, er trägt meist mehr als zwei Stängelblätter. Die starr aufrecht stehenden Grundblätter sind zwischen 25 und 90 cm lang aber nur zwischen 0,5 und 1,5 cm schmal. Werden sie zwischen den Fingern zerrieben, verströmen sie einen starken unangenehmen Geruch.

Von Mai bis Juni bilden die Pflanzen in der Regel zwischen zwei und vier Blüten aus, bleiben manchmal aber auch einblütig. Die Blütenstiele sind 1 bis 2 cm lang. Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Es sind sechs Blütenhüllblätter vorhanden, die trompetenförmig verwachsen sind; drei äußere als sogenannte „Hängeblätter“, sowie drei innere „Domblätter“. Die Hängeblätter sind blauviolett und am Grund weißlich-gelblich, sie sind bartlos und rotviolett geadert. Die Domblätter sind violett.

Bei befruchteten Blüten kommt es zur Ausbildung von Kapselfrüchten, die zu den sogenannten lokuliziden Kapseln zählen. Sie reißen bei Reife an den Rückennähten von jedem Fruchtblatt auf.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.


Standort

Generell braucht die Art einen sonnigen Standort auf einem neutralen bis alkalischen, durchlässig, sandig-lehmigen Boden.

Verbreitung/Vorkommen

Das Hauptverbreitungsgebiet der Bastard-Schwertlilie liegt in Südeuropa und im Mittelmeergebiet. Vereinzelte Vorkommen finden sich südlich von Mainz, und sehr kleine Vorkommen in Niederösterreich und im Burgenland im Gebiet der pannonischen Flora.

Für den Bestand in Rheinland-Pfalz hat die Art ihren Verbreitungsschwerpunkt in der Bodenheimer Aue und streut etwas nach Süden in den nördlichen Teil der Mannheim-Oppenheimer Rheinniederung aus. Sie zählt zu den extrem seltenen Stromtalarten in Rheinland-Pfalz. Sie besitzt ihren ökologischen Schwerpunkt in den trockeneren Bereichen der Stromtalwiesen und zeigt damit Tendenzen zum Cirsio tuberosi-Molinietum arundinaceae.

Die oben beschriebenen Vorkommen bei Mainz könnten möglicherweise natürlichen Ursprungs sein, sie wären dann Reliktstandort eines ehemals nach Westen ausgreifenden Areals, das die Art in einer der Vereinigungsperioden der folgenden Warmzeit erreicht hätte. Die übrigen Standorte in Deutschland sind durchweg von Menschenhand entstanden, da die Art traditionell als Zierpflanze gehalten wird. Sie ist wohl aus Kultur ausgebrochen oder wurde ausgepflanzt.
Magen-Darm-Entoxin® NSpasmo-Entoxin®Viscum-Entoxin® NUresin-Entoxin®

Salzwiesen-Schwertlilie - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; salzertragend; Schlammboden / Schlickboden; Silikatboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden PH-Wert: mäßig sauer; mild;
Boden Feuchte: wechselnass / zeitweise überschwemmt;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich; mäßig nährstoffreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



Diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz