Zarte Binse - Juncus tenuis

Familie: Juncaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Neophyt Sauergräser

<b>Zarte Binse - <i>Juncus tenuis</i></b>
Zarte Binse - Juncus tenuis
Bildquelle: Wikipedia User Kenraiz; Bildlizenz: CC BY 4.0;
Wiki Commons Bildbeschreibung: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juncus_tenuis_kz02.jpg


Juncus: lat. Pflanzenname, lat. jungere = zusammenbinden (wg. der Nut­zung als Flechtmaterial); "Binse"
tenuis: dünn


Zarte Binse - Juncus tenuis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Deutschlands Flora in Abbildungen 1796">Deutschlands Flora in Abbildungen 1796</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/publicdomain/deed.de" target=_blank title="Public Domain">Public Domain</a>; Zarte Binse - Juncus tenuis; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User ThayneT">Wikipedia User ThayneT</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)">CC BY 4.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juncus_tenuis_near_the_Columbia_River_in_East_Wenatchee,_Douglas_County_Washington_2.png" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juncus_tenuis_near_the_Columbia_River_in_East_Wenatchee,_Douglas_County_Washington_2.png">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juncus_tenuis_near_the_Columbia_River_in_East_Wenatchee,_Douglas_County_Washington_2.png</a>

Der ausdauernde, überwinternd grüne Hemikryptophyt bildet kleine gelbgrüne bis braungelbe Horste mit 15 bis 50 Zentimetern Wuchshöhe. Die runden Stängel wachsen aufrecht. Blühende Stängel tragen am Grund ein bis zwei grasartige, rinnige und nicht sehr steife Blätter sowie zwei bis drei den Blütenstand weit überragende Hochblätter. Am Ende der Blattscheiden befinden sich 1 bis 3 Millimeter lange, weißliche Öhrchen.

Der stets endständige Blütenstand ist eine bis zu 8 Zentimeter lange kompakte Spirre. Die Teilblütenstände sind lang gestielt. Die Perigonblätter sind mit 3 bis 4 Millimeter alle gleich lang. Sie sind grün, deutlich dreinervig und lanzettlich zugespitzt. Die inneren sind hautrandig. Sie umgeben sechs Staubblätter und drei aufrechte lange Narben. Die Kapselfrucht ist eiförmig bis kugelig und mit kurzer Stachelspitze ausgestattet. Sie ist deutlich kürzer als die Blütenhülle. Die Samen sind klein und bleich. Sie quellen im Wasser froschlaichartig auf. Die Blütezeit der Zarten Binse erstreckt sich von Juni bis September.


Standort

Die Zarte Binse wächst häufig auf Waldwegen und in Trittgesellschaften. Bevorzugt eher humusarmen Lehm- oder Tonboden, der basenreich, aber kalkarm sein sollte. Erträgt Bodenverdichtung und mäßige Beschattung. Fehlt in höheren Mittelgebirgen mit Kalkgestein gebietsweise. Nach Ellenberg ist es ein Mäßigsäurezeiger, auf mäßig stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Verbandscharakterart der Vogelknöterich-Trittgesellschaften (Polygonion avicularis).

Verbreitung/Vorkommen

Das Binsengewächs stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seit etwa 1824 ist sie auch in Europa bekannt. Heute ist die Binse in Nord-, West- und Zentraleuropa eingebürgert und ist inzwischen weltweit bis nach Neuseeland und Australien verbreitet.
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Zarte Binse - Garten/Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkarmer / kalkfreier Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; toniger Boden / Tonboden;
Boden Nährstoffgehalt: basenreich;

Literatur

Bildquellenverzeichnis



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