Kopfsalat - Lactuca sativa var. capitata

Familie: Asteráceae - Korbblütler
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Salatpflanze Bauerngarten Mischkultur Biogarten Gewaechshaus

<b>Kopfsalat - <i>Lactuca sativa var. capitata</i></b>
Kopfsalat - Lactuca sativa var. capitata
Bildquelle: Wikipedia User Rasbak 2004; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Lactuca: lat. lac = Milch (wg. des Milchsaftes); "Lattich"
sativus: gesät, angepflanzt

andere Namen: Häuptelsalat, grüner Salat

Körber-Grohne gibt für den Zeitraum von 1978 bis 1981 eine jährliche Produktion in der BRD von 70.000 bis 75.000 Tonnen Kopfsalat an.

Kopfsalat (Lactuca sativa Butterhead-Gruppe, Syn. Lactuca sativa var. capitata L.) ist eine Sortengruppe des Gartensalats (Lactuca sativa). Die Sprossachse ist stark gestaucht, so dass die Blätter einen dichten, rundlichen „Kopf“ bilden. Verzehrt werden beim Kopfsalat die Blätter, meist roh.
Die Pflanze ist eine vermutlich erst sehr spät entstandene Varietät des Gartensalats.



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Verwendung in der Küche

In der Küche wird Kopfsalat frisch mit Essig und Öl, Joghurt, Marinade, Mayonnaise oder Sahne als Salat angemacht oder als Gemüse verwendet. Dann werden die Köpfe zuerst überbrüht, ausgedrückt und anschließend je nach Rezept gewürzt, gefüllt und gedünstet oder geschmort.

Inhaltsstoffe

Kopfsalat enthält durchschnittlich 95 % Wasser, 1,6 % Kohlenhydrate, 1,5 % Eiweiß, 0,25 % Fett, Kalzium (20-35 mg pro 100 g), 9 mg Magnesium pro 100 g, 13 mg Vitamin C pro 100 g (starke Lagerungsverluste), sowie relativ viel Kalium (172 mg pro 100 g).Besonders bei winterlicher Treibhauskultur ist Kopfsalat häufig stark nitratbelastet (bis zu 3,5 g pro kg).


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Kopfsalat - Garten/Anbau

Ausaat von 3 bis 4
Saatort: Vorkultur
Saattiefe: 0,5cm
Lichtanspruch: Halbschatten;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Gute Nachbarn: Gartenbohne - Dill - Erbse - Garten-Erdbeere - Fenchel - Gurke - Karotte - Knoblauch - Gemüsekohl - Blumenkohl - Weißkraut - Rotkohl - Wirsing - Chinakohl - Speiserübe - Kohlrabi - Riesen Kürbis - Porree - Mais - Garten-Petunie - Pfefferminze - Radieschen - Rhabarber - Rübe - Gewöhnliche Wiesen-Schafgarbe - Gewöhnliche Garten-Schwarzwurzel - Echter Sellerie - Gemüse-Spargel - Tagetes - Tomate - Speisezwiebel -
Schlechte Nachbarn: Pastinak - Petersilie - Rote Bete -

Kopfsalat wird sowohl im Freien als auch in Gewächshäusern angebaut. In Gegenden mit milden Wintern können Sorten, die leichten Frost vertragen, schon im Herbst gesät werden, ansonsten beginnt der Freilandanbau in Mitteleuropa etwa Mitte März. Kopfsalat benötigt einen sonnigen Standort und regelmäßige Wasserversorgung ohne Staunässe, der pH-Wert des Bodens sollte nicht unter 5,5 betragen. Die Zeit bis zur Ernte hängt stark von der Temperatur ab und beträgt 60 bis 120 Tage.

Kopfsalat ist druckempfindlich und lässt sich nicht lange lagern. Bei einer Temperatur von 0°C und einer relativen Luftfeuchte von 95 bis 98 % beträgt die Lagerzeit etwa acht bis zwölf Tage. Die Ernte erfolgt meist per Hand, oft werden die Köpfe sofort auf dem Feld einzeln in Plastikfolie eingepackt.

Sonstiges

Im Mittelalter wird der Gartensalat als lactuca erwähnt, seine Form und die Verwendung sind aber unklar. In einem der ersten bebilderten Kräuterbücher der Renaissance unterscheidet Leonhart Fuchs drei Salat-Typen, darunter einen Kopfsalat. Eine der ersten Abbildungen des Kopfsalats findet sich 1586 (gedruckt erst 1626) bei Joachim Camerarius. Besonders im nördlichen Europa und in Nordamerika wurde Kopfsalat angebaut, während im Mittelmeerraum Bindesalat und Sorten der Latin-Gruppe bevorzugt wurden. 1866 beschrieb Friedrich Alefeld 65 Salat-Sorten, davon 44 Kopfsalate. Körber-Grohne geht für 1995 noch von 30 in Deutschland erhältlichen Kopfsalat-Sorten aus.

Literatur




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Bildquellenverzeichnis



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