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Roßkümmel

Laser trilobum (L.) Borkh.

Die krautige Pflanze wird 60 bis 120 cm hoch. Der Stängel ist stielrund und gänzlich kahl. Die Blätter sind meist dreifach dreizählig gefiedert. Deren Abschnitte sind verkehrt-eiförmig bis rundlich und ungleich gekerbt bis gelappt.

Die Blüten stehen in Doppeldolden. Die Hüllblätter fehlen oder sind wenige. Die Hüllchen bestehen aus drei bis mehreren hinfälligen Blättchen. Die Blüten sind zwittrig oder männlich. Der Kelchsaum ist fünfzähnig. Die Kronblätter sind lang genagelt und verkehrt-eiförmig. Der obere Teil ist eingeschlagen. Die Farbe ist reinweiß oder rötlich. Der Fruchtknoten ist kahl.

Die Früchte sind zusammengedrückt und besitzen eine breite Fugenfläche. Sie sind eiförmig oder länglich. Die Teilfrüchte haben je fünf Haupt- und vier Nebenrippen. Das Griffelpolster ist gewölbt und hat einen gekerbten Rand. Die Ölstriemen sind groß und stehen einzeln unter den Nebenrippen. An der Fugenfläche gibt es vier Ölstriemen. Die Fruchthalter sind frei und tief zweiteilig.

Standort

Laser trilobum wächst auf mehr oder weniger trockenen, kalkreichen beziehungsweise lehmigen Böden. Er bevorzugt Waldsaumgesellschaften.

Verbreitung & Vorkommen

Der Rosskümmel ist ein gemäßigt-kontinental-ost-submediterranes Florenelement. Er kommt von Westfrankreich über Deutschland, Österreich, Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Mittelrussland bis Vorderasien vor.

In Deutschland ist die Pflanze sehr selten anzutreffen; Vorkommen befinden sich in Niedersachsen, im Oberwesertal, in Hessen sowie im Maingebiet. Ein größeres Vorkommen findet sich am Pagenrücken zwischen Lütgenade und Warbsen (Kreis Holzminden, Weserbergland).

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