Berg-Laserkraut - Laserpitium siler

Familie: Doldenblütler

Kategorie: Heilpflanze  Gewürzpflanze  Staude  Alpenpflanze  Pionierpflanze  

Berg-Laserkraut Info

Laserpitium: laser (s. o.) und gr. pitizo = ich tröpfele (Milch­saft); "La­ser­kraut"
silvaticus: waldbewohnend

andere Namen: Bergkümmel

Beim Berg-Laserkraut handelt es sich um eine sommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100, selten bis zu 150 Zentimetern erreicht. Der meist kahle Stängel ist fein gerillt, aber im Querschnitt rundlich und besitzt ab seiner Basis einen Faserschopf. Die vegetativen Pflanzenteile sind blaugrün.

Die Grundblätter sind meist 30 bis 50 Zentimeter, selten bis 100 zu Zentimeter lang, die Stängelblätter werden nach oben schnell kleiner. Im Umriss sind die zwei- bis vierfach gefiederten Laubblätter dreieckig. Die bläulich-grünen, derben, linealisch-lanzettlichen und ganzrandigen Fiederabschnitte haben oft einen etwas heller gefärbten bis weißen, leicht knorpeligen Rand.

Der doppeldoldige Blütenstand ist 20- bis 50-strahlig. Sowohl Hüllblätter als auch Hüllchenblätter gibt es mehrere; sie sind lanzettlich, kahl und besitzen einen breiten, helleren, häutigen Rand.

Die kahle Frucht ist 6 bis 12 Millimeter lang und besitzt breit geflügelte Rippen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 22.


Standort

Das Berg-Laserkraut kommt in den Gebirgen Zentral- und Südeuropas vor. Es handelt sich um eine wärmeliebende Art, die gerne an sonnigen Hängen, Waldrändern oder Gebüschrändern wächst. Kalkböden werden dabei bevorzugt.

Verbreitung/Vorkommen

Laserpitium siler ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Bupleuro-Laserpitietum aus dem Verband Geranion sanguinei. Sie kommt auch in Gesellschaften des Erico-Pinion vor oder im montanen Laserpitio-Seslerietum (Verband Seslerion albicantis).

In Deutschland kommt das Berg-Laserkraut nur in den Alpen, an einigen Stellen auf der Schwäbischen Alb und im Urfttal in der Eifel vor.

In den Allgäuer Alpen steigt das Berg-Laserkraut im Tiroler Teil am Heuberg bei Häselgehr bis in eine Höhenlage von 1700 Meter auf.

Berg-Laserkraut Steckbrief

Blütenfarbe: weiß;
Höhe/Länge von 30cm bis 1m
Blütezeit von Juni bis August
Lebensraum: (Fett-) Wiesen und Weiden; Gebirge; Mauern, Felsen, Felsspalten; Staudenfluren, mont. und alp. Hochstaudenfluren; Steinrasen, Steinschuttfluren; Wälder, Waldränder, Gebüsche, Lichtungen, Böschungen;
Blütenstand: Doppeldolde zusammengesetzte Dolde
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: geteilt
Blattrand: ganzrandig;
Trockenfrüchte: Doppelachäne (Apiaceae)
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Hochlage (1500-3000m); Mittellage (450-1500m);
Höhenstufe min: 0m
Höhenstufe max. in den Alpen: 1900m
Lichtbedarf: Halbschatten; Licht;
Bodenart: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Silikatboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: mäßig trocken;

Berg-Laserkraut Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Dicotyledoneae (Magnoliopsida) - Zweikeimblättrige
Unterklasse:
Rosidae - Rosenähnliche
Ordnungsgruppe:
Umbelliflorae - Doldenblütige
Ordnung:
Apiales - Doldenblütlerartige (Araliales)
Familie:
Apiaceae
Gattung:
Laserpitium
Art:
siler

Berg-Laserkraut Garten / Anbau

Lichtanspruch: Halbschatten; Licht;
Boden Beschaffenheit: +/- humoser Boden; kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; Silikatboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: mäßig trocken;
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Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet)


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