Reisquecke - Leersia oryzoides

Familie: Süßgräser

Kategorie: Süßgräser  

Reisquecke Info

Leersia: n. d. dtsch. Apotheker J.D.Leers (1727 - 1794); "Reis­quecke"
oryzoides: lat. oryza = Reis

andere Namen: Asperella oryzoides (L.) Lam., Asprella oryzoides (L.) Schreb, Ehrhartia clandestina Weber, Homalocenchrus oryzoides (L.) Haller, Oryza clandestina (G.H.Weber) A.Braun ex Asch., Oryza oryzoides (L.) Dalla Torre & Sarnth. und Poa paludosa Honck.

Die Reisquecke ist ein ausdauerndes und lockere Rasen bildendes Süßgras, das 10 bis 20 Zentimeter lange, unterirdische, schuppenblättrige Ausläufer bildet. Die Erneuerungssprosse wachsen außerhalb der untersten Blattscheiden empor. Die Halme sind 30 bis 100 Zentimeter hoch und verzweigt. Die Internodien sind kahl, die Knoten kurz behaart. Die Blattscheiden sind sehr rau. Das Blatthäutchen ist ein 1 bis 1,5 Millimeter langer, häutiger Saum. Die Blattspreite ist hellgrün, flach ausgebreitet, 12 bis 30 Zentimeter lang und 4 bis 8, manchmal bis 10 Millimeter breit. Der Blattrand ist sehr rau und schneidend, im unteren Drittel der Spreite sind die Stachelhaare zur Basis gerichtet, im oberen zur Spitze hin.

Der Blütenstand ist eine 12 bis 20 Zentimeter lange und 6 bis 14 Zentimeter breite, locker ausgebreitete Rispe. Sie tritt in Mitteleuropa jedoch nur in den wärmsten Jahren ganz aus der obersten, aufgeblasenen Blattscheide heraus. Die Ährchen sind einblütig, oval, 4 bis 5 Millimeter lang, 1,5 bis 2 Millimeter breit und seitlich etwas zusammengedrückt. Sie blühen meist mit geschlossenen Spelzen und fallen zur Reifezeit meist als ganzes ab. Die Hüllspelzen sind verkümmert. Die Deckspelze ist fünfnervig, 4 bis 5 Millimeter lang, kurz bewimpert und unbegrannt. Die Nerven sind lang steifhaarig. Die Vorspelze ist dreinervig, 4 bis 5 Millimeter lang und über dem Mittelnerv steifhaarig. Je Blüte werden zwei Schwellkörper gebildet. Die drei Staubbeutel der geöffnet blühenden Ährchen sind 1,5 bis 1,8 Millimeter lang, die der geschlossen bleibenden 0,5 bis 0,8 Millimeter. Die Frucht ist 3 Millimeter lang und 1 Millimeter breit und seitlich stark zusammengedrückt. Die Reisquecke blüht von August bis Oktober.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=48.


Standort

Sie wächst in Sumpfgräben und an Ufern meist unter Schilf. Man findet sie häufig entlang der Zugstraßen von Wasservögeln. Sie ist wärme- und stickstoffliebend. Sie ist eine Charakterart des Leersietum oryzoidis aus dem Verband Sparganio-Glycerion.

In Österreich ist sie selten bis sehr selten und fehlt in Osttirol gänzlich. Sie gilt als gefährdet, in den westlichen Bundesländern als stark gefährdet.

In Deutschland ist die Art ebenfalls nur sehr zerstreut bis selten zu finden. Die Bestände nehmen durch die Trockenlegung von Sumpfflächen ständig ab. Die nördliche Grenze des Verbreitungsgebiets liegt in Schleswig-Holstein, an der Ostseeküste kommt sie nach Osten bis Stettin vor.

Verbreitung/Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet reicht von Makaronesien, über Europa, Sibirien und Mittelasien bis nach China (Vorkommen in den Provinzen Fujian, Hainan, Heilongjiang, Hunan und Xinjiang), Ostasien und Indien. Man findet sie in Australien und Neuseeland, und von Kanada über die Vereinigten Staaten bis Mexiko. In Mitteleuropa kommt sie zerstreut vom Tiefland bis in 1000 Metern Höhe vor. Sie wächst in Sumpfgräben und an Ufern meist unter Schilf. Man findet sie häufig entlang der Zugstraßen von Wasservögeln. Sie ist wärme- und stickstoffliebend. Sie ist eine Charakterart des Leersietum oryzoidis aus dem Verband Sparganio-Glycerion.

In Österreich ist sie selten bis sehr selten und fehlt in Osttirol gänzlich. Sie gilt als gefährdet, in den westlichen Bundesländern als stark gefährdet.

In Deutschland ist die Art ebenfalls nur sehr zerstreut bis selten zu finden. Die Bestände nehmen durch die Trockenlegung von Sumpfflächen ständig ab. Die nördliche Grenze des Verbreitungsgebiets liegt in Schleswig-Holstein, an der Ostseeküste kommt sie nach Osten bis Stettin vor.

Reisquecke Steckbrief

Blütenfarbe: grün, braun oder unscheinbar;
Höhe/Länge von 30cm bis 1m
Blütezeit von August bis Oktober
Lebensraum: Ebene; Gewässer, Feuchtgebiete; wärmeliebend;
Blütenstand: Rispe
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattspreite: ungeteilt
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Höhenstufen: Ebene / Tiefland (0-450m); Mittellage (450-1500m);
Nährstoffbedarf: nährstoffreich;
Bodenfeuchte: feucht; nass;

Reisquecke Systematik

Abteilung:
Spermatophyta - Samenpflanzen
Unterabteilung:
Angiospermae - Bedecktsamer
Klasse:
Monocotyledoneae (Liliopsida) - Einkeimblättrige
Unterklasse:
Farinosae (Commelínidae) - Mehlsamige
Ordnung:
Poales - Süßgrasartige (Graminales)
Familie:
Poaceae
Gattung:
Leersia
Art:
oryzoides

Reisquecke Garten / Anbau

Boden Feuchte: feucht; nass;
Boden Nährstoffgehalt: nährstoffreich;
Dr. Koll GemmoKomplex Nr. 2Dr. Koll Gemmoextrakt: Quercus pedunculata - EicheDr. Koll Gemmoextrakt: Betula alba - SilberbirkeDr. Koll Gemmoextrakt: Schwarzerle – Alnus glutinosa

Literatur

Bildquellenverzeichnis


Schütze diese Pflanze besonders!

ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Schweiz! Kategorie EN (Stark gefährdet)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 3 (gefährdet)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie 3 (gefährdet)


 

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