Lothringer Lein - Linum leonii

Familie: Leingewächse - Linaceae


Lothringer Lein Info

Linum: lat. Name des Leins (lat. linum = Faden, aus dem Sten­gel lassen sich Fäden spinnen); "Lein"

Die mehrjährige krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 15 cm. Der Stängel ist zunächst niederliegend, zur Blütezeit aufsteigend, zur Fruchtreife dann wieder herabgebogen oder liegend und nahe dem Grund verzweigt. Er ist oft geschlängelt, zierlich und armblütig (meist 1- bis 6-blütig). Die Stängelblätter sind lineal geformt, sehr fein, glatt, ca. 0,5 bis 2 mm breit und an den nichtblühenden Trieben sehr dicht stehend. Die äußeren Kelchblätter sind lanzettlich bis schmal-lanzettlich zugespitzt, die inneren sind länglich-oval bis eiförmig, etwa 3,5 bis 6 mm lang und ebenfalls kurz zugespitzt. Die Kronblätter sind meist kräftig blau gefärbt, ca. 4 bis 6 mm breit, 8 bis 14 mm lang und bedecken sich gegenseitig nicht. Die Fruchtstiele sind seitlich abgebogen und nicht abwärts gekrümmt. Die Kapseln haben eine Länge von etwa 5 bis 7 mm. Die Samen sind nur unter der Spitze am Innenrand schwach und undeutlich hautrandig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 18.


Standort

Linum leonii wächst in lückigen Trockenrasen. Er bevorzugt warme, nährstoffarme, kalkreiche, steinige Lehmböden. Er ist eine Charakterart der Ordnung Brometalia.[1

Verbreitung/Vorkommen

Der Lothringer Lein ist ausgesprochen selten. Er kommt nur in Mittel- und Nordostfrankreich, sowie in Mittel- und Süddeutschland vor. Eine Population befindet sich außerdem in Belgien (Van Rompaey et Devosalle 1979). Die Art fehlt in Österreich und der Schweiz. Er ist ein subatlantisches Florenelement.

Er kommt nur in Mittel- und Nordostfrankreich, sowie in Mittel- und Süddeutschland vor. Eine Population befindet sich außerdem in Belgien (Van Rompaey et Devosalle 1979). Die Art fehlt in Österreich und der Schweiz. Er ist ein subatlantisches Florenelement.

Verbreitung in Deutschland
Linum leonii kommt sehr selten in Thüringen, dem Harzvorland (nördliche Vorkommensgrenze im Naturschutzgebiet Ziegenberg bei Heimburg), Hessen, Süd-Niedersachsen, dem Taubertal und an der Mosel vor. Auch in der Südeifel auf den Keuperkuppen im Nimstal ist er zu finden.

Verbreitung in Frankreich
In Frankreich befinden sich etwa 80 % der Gesamtvorkommen. Die meisten davon sind in Zentral- (Pariser Becken) und Ost-Frankreich (Alsace-Lorraine) zu finden.

Lothringer Lein Steckbrief

Blütenfarbe: blau, lila oder violett;
Höhe/Länge von 5cm bis 15cm
Blütezeit von Mai bis Juli
Lebensraum: Steinrasen, Steinschuttfluren; Trockenrasen;
Blattstellung: mittlere Stängelblätter wechselständig
Blattrand: ganzrandig;
Häufigkeit: selten
Lebensdauer: ausdauerndes Kraut (Staude);
Bodenart: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Bodenfeuchte: trocken;

Lothringer Lein Garten / Anbau

Boden Beschaffenheit: kalkhaltiger / kalkreicher Boden; lehmiger Boden / Lehmboden; steiniger Boden / Kies / Grus;
Boden Feuchte: trocken;
Dr. Koll Pflanzenextrakt: Gerstengras – Hordeum vulgareGemmoextrakt: Vaccinium vitis idaea - PreiselbeereDr. Koll Gemmoextrakt: Juglans regia - WalnussbaumDr. Koll Gemmoextrakt: Coryllus avellana - Haselnuss

Literatur

Bildquellenverzeichnis


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ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Bayern! Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht)


ACHTUNG: Nicht pflücken, sammeln oder zertreten!
Diese Pflanze ist evtl. geschützt und steht auf der Roten Liste Deutschland! Kategorie 2 (stark gefährdet)





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