Japanisches Geißblatt - Lonicera japonica

Familie: Caprifoliaceae
Steckbrief | Systematik
Kategorie: Garten Duftpflanze Kletterpflanze winterhart immergrün Hummelblume Giftpflanze Strauch

<b>Japanisches Geißblatt - <i>Lonicera japonica</i></b>
Japanisches Geißblatt - Lonicera japonica
Bildquelle: Wikipedia User Tauolunga; Bildlizenz: CC BY-SA 3.0;

Lonicera: n. d. dtsch. Botaniker Adam Lonitzer, latinisiert: Lo­ni­cerus (1528 - 1586); "Geißblatt"
japonicus: aus Japan

andere Namen: Japanische Heckenkirsche


Japanisches Geißblatt - Lonicera japonica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User ">Wikipedia User </a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de" target=_blank title="Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported (CC BY-SA 3.0)">CC BY-SA 3.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica_01.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica_01.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica_01.JPG</a>Japanisches Geißblatt - Lonicera japonica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Rob Hille">Wikipedia User Rob Hille</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica_0.01_R.jpg" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica_0.01_R.jpg">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica_0.01_R.jpg</a>Japanisches Geißblatt - Lonicera japonica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Qwert1234">Wikipedia User Qwert1234</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica,_Leaf.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica,_Leaf.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica,_Leaf.JPG</a>Japanisches Geißblatt - Lonicera japonica; Bildquelle: <a href="https://www.pflanzen-deutschland.de/quellen.php?bild_quelle=Wikipedia User Qwert1234">Wikipedia User Qwert1234</a>; Bildlizenz: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target=_blank title="CC0 1.0 Universell (CC0 1.0)">CC0 1.0</a>; <br>Wiki Commons Bildbeschreibung: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica,_Fruit.JPG" target=_blank title="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica,_Fruit.JPG">https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lonicera_japonica,_Fruit.JPG</a>

Das Japanische Geißblatt ist ein immergrüner oder wintergrüner, windender oder niederliegender Strauch mit hohlen Ästen. Die Triebe sind dicht gelbbraun und teilweise drüsig behaart. Die Laubblätter haben einen 3 bis 8 Millimeter langen, dicht gelbbraun behaarten Stiel. Die Blattspreite ist einfach, eiförmig, länglich oder lanzettlich, 3 bis 8 Zentimeter lang und 1,5 bis 4 Zentimeter breit, mit spitzer oder zugespitzter Blattspitze, gerundeter oder mehr oder weniger herzförmiger Basis und bewimpertem, manchmal gewelltem Blattrand. Die Blattoberseite ist entlang der Blattadern behaart, die Unterseite spärlich bis dicht behaart.
Blüten
Beeren

Die stark duftenden Blüten wachsen achselständig in Paaren auf einem 2 bis 40 Millimeter lange Stielen, die zu den Zweigspitzen hin kürzer werden. Die Tragblätter sind eiförmig bis elliptisch und 1 bis 3 Zentimeter lang. Die Vorblätter sind etwa 1 Millimeter lang, behaart und haben eine bewimperte, abgerundete oder gestutzte Spitze. Die Kelchlappen sind dreieckig, etwa 1 Millimeter lang, spitz und auf der Unterseite und entlang des Blattrands dicht behaart. Die Blütenkrone ist zweilippig, weiß und später gelb oder purpurn außen und weiß innen, etwa 3 bis 5 Zentimeter lang, behaart mit dazwischenliegenden langen Drüsenhaaren. Die Kronröhre ist 1,5 bis 3 Zentimeter lang und an der Basis nicht gewölbt. Die obere Lippe ist unregelmäßig vierfach gelappt, die Lappen sind 2 bis 8 Millimeter lang, die Unterlippe ist zurückgebogen. Die Staubblätter sind kahl und etwa gleich lang oder länger als die Blütenkrone. Der Fruchtknoten ist etwa 2 Millimeter lang und kahl. Der Griffel ist kahl und reicht bis zum Rand der Krone oder darüber hinaus. Als Früchte werden glänzende, runde, 6 bis 7 Millimeter durchmessende Beeren gebildet, die sich bei Fruchtreife schwarz färben. Die Samen sind braun, eiförmig, oder elliptisch und etwa 3 Millimeter lang. Das Japanische Geißblatt blüht von April bis Juni, die Früchte reifen von Oktober bis November.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=18.


Standort

Das Japanische Geißblatt wächst in Gebüschen und lichten Wäldern, auf Berghängen und entlang von Straßen, in China in Höhen von 800 bis 1500 Metern. Man findet es auf sauren bis alkalischen, humosen, sandig-lehmigen bis lehmigen, nährstoffreichen Böden an licht- bis halbschattigen Standorten. Die Art ist mäßig frosthart.

Verbreitung/Vorkommen

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in der gemäßigten Zone Asiens in Japan im Süden der Inseln Hokkaidō, auf Honshū, Kyushu und Shikoku, auf der Koreanischen Halbinsel, auf Taiwan und im Osten von China in den Provinzen Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hebei, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Liaoning, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Yunnan und Zhejiang. In vielen Gebieten wurde die Art eingebürgert so in mehreren Teilen Europas, auf den Azoren und auf Madeira, in Südafrika, Australien, Neuseeland, den Vereinigten Staaten mit Hawaii und im Süden Südamerikas.

Heimat

Japan, Korea und im Osten von China

Giftigkeit

Wahrscheinlich sind alle Geißblatt-Arten (Lonicera) giftig. Vergiftungszentralen werden häufig wegen der Früchte konsultiert, obwohl diese nach neueren Untersuchungen nur schwach giftig sind. Bei der hier beschriebenen Art wird aufgrund der nahen Verwandtschaft zur Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) von der Möglichkeit der Giftwirkung der Roten Heckenkirsche ausgegangen, da genaue Daten und Erfahrungen zur hier aufgeführten Art nicht vorliegen.
Nach dem Verzehr von mehr als 20 Früchten wurden Vergiftungssymptome wie mindestens Brechdurchfälle und Reizungen des Verdauungssystems beobachtet. Die Wirkung geht eher auf Saponine als auf Alkaloide zurück. Nach älteren Angaben werden weit geringere Mengen (5 Beeren) für Vergiftungen verantwortlich gemacht.
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Literatur

Bildquellenverzeichnis



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